Anpassungsfähige und ausfallsichere VDI-Bereitstellungen
Einleitung
Eine virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) bietet der Unternehmens-IT zahlreiche Vorteile – von einer einfacheren Verwaltung von Softwarelizenzen bis hin zu einer vereinfachten Bereitstellung von Desktops. Für kleinere Unternehmen ist VDI genau das richtige Werkzeug, um das gesamte Unternehmen im Rahmen eines einzigen Projekts mobil zu machen. Größeren Unternehmen bietet sie hingegen Mobilität für besonders anspruchsvolle Benutzergruppen, während eine umfassendere Einführung geplant wird. Mit VDI können Unternehmen den Zeitaufwand für die Wartung von Geräten minimieren und durch den Kauf kostengünstigerer Clientgeräte maximale Einsparungen erzielen. Clients für Benutzer außerhalb der Firewall bereitzustellen, ist eine gute Möglichkeit, Daten intern zu halten und gleichzeitig externes Arbeiten zu ermöglichen – vorausgesetzt, diese Verbindungen lassen sich angemessen absichern. Auch die Verwaltung von Softwarelizenzen ist ein großer Vorteil bei einer Prüfung, da sich mit VDI zentral verwalten und nachverfolgen lässt, wer welche Software nutzt.
Da sich VDI noch immer in der Wachstumsphase befindet, müssen IT-Organisationen beim Aufbau der Architektur, in die VDI-Bereitstellungen eingebettet werden sollen, zahlreiche Faktoren berücksichtigen. Nicht nur VDI selbst hat mit Wachstumsschwierigkeiten zu kämpfen, auch die Zielgeräte, auf denen VDI-Clients ausgeführt werden, verändern sich parallel dazu in rasantem Tempo.
Das Tempo der VDI-Einführung hängt eng davon ab, wie sehr die IT-Abteilung auf das Leistungs-, Verfügbarkeits- und Sicherheitsniveau vertraut, das den Benutzern letztlich geboten wird. Daher ist es entscheidend, dass die IT-Abteilung VDI-Implementierungen strategisch angeht und dabei diese drei Aspekte stets im Blick behält. Mit den richtigen Tools können IT-Organisationen eine virtuelle Desktop-Infrastruktur entwickeln, die sich an veränderte Unternehmensanforderungen anpasst.
Vor- und Nachteile von VDI
Die Bereitstellung einer VDI bietet zahlreiche Vorteile. Dazu zählen die zentrale Verwaltung, die Remote-Verwaltung und Fehlerbehebung von Desktops ohne arbeitsintensive Prozesse, kürzere Wiederherstellungszeiten bei Ausfall eines Desktop-Rechners, optimierte Software-Upgrades und Lizenzverwaltung sowie die Bereitstellung von Rechnern für neue und bestehende Mitarbeiter. All dies sind attraktive Vorteile für Unternehmen.
VDI-Bereitstellungen bringen jedoch auch Probleme mit sich. Die Belastung des Unternehmensnetzwerks ist deutlich höher als bei Fat-Client-Lösungen, da sämtliche Bildschirminhalte sowie jeder Tastendruck und Mausklick an den Remote-Server übertragen werden müssen, auf dem das virtuelle Desktop-Image gehostet wird. Die Verwaltung der Netzwerkressourcen, die Optimierung der Kommunikation und die Erweiterung der Serverkapazitäten im Rechenzentrum für das Hosting von VDI-Instanzen führen dazu, dass ein Großteil des Aufwands für die Desktop-Verwaltung vom technischen Support auf die Netzwerk- und Serverteams verlagert wird. Dieser Aufwand ist nicht unerheblich.
Auch die Herstellerabhängigkeit ist ein Problem. VDI ist eine aufstrebende Technologie, und die Interoperabilität zwischen führenden Virtualisierungsanbietern steckt bislang bestenfalls noch in den Kinderschuhen. Wenn Unternehmen Infrastruktur von einem bestimmten VDI-Anbieter erwerben, verstärkt sich die Abhängigkeit, da diese Infrastruktur speziell auf die Produkte dieses Anbieters abgestimmt ist.
Dennoch ist die Aussicht verlockend, zahlreiche Geräte über ein einziges Image zu unterstützen. Die Möglichkeit, Kundenanforderungen unabhängig davon zu erfüllen, ob Tablets, Laptops oder Desktop-PCs bevorzugt werden, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, welche Anwendungen wo ausgeführt werden oder wie eine neue Anwendung auf all diesen Geräten bereitgestellt werden kann, macht VDI zu einer äußerst attraktiven Option für IT-Organisationen.
Ein weiterer attraktiver Vorteil besteht darin, dass sich für neue Mitarbeiter ganz einfach eine vom Unternehmen bereitgestellte, den IT-Richtlinien entsprechende personalisierte „Maschine“ einrichten lässt: Dazu werden eine neue virtuelle Desktop-Instanz erstellt sowie ein Benutzername und ein Passwort festgelegt. Die Mitarbeiter benötigen zwar weiterhin Hardware, diese muss jedoch nicht speziell konfiguriert werden, da die Software, die die individuelle Benutzerumgebung ausmacht, im Serverraum und nicht auf den Geräten der Benutzer oder Clients bereitgestellt wird.
Aus Netzwerkperspektive ist VDI jedoch nicht wirklich neu. Anstatt VDI als eine weitere Anwendung zu betrachten, die von einer Reihe spezialisierter Netzwerkgeräte unterstützt werden muss, sollten Unternehmen auf eine bewährte Infrastrukturlösung oder Plattform setzen, die jede Anwendung an jedem Ort und zu jeder Zeit unterstützen kann. F5 Application Delivery Controller (ADCs) verbessern sowohl die Leistung als auch die Verfügbarkeit von Anwendungen, die zentral gehostet, aber in einer stark verteilten Umgebung bereitgestellt werden. ADCs können dauerhaft eine strategische Rolle dabei spielen, die flächendeckende Einführung von VDI zu beschleunigen.
Bei der Interaktion mit Unternehmensanwendungen erwarten Benutzer im Allgemeinen den Idealfall: Die VDI soll unbemerkt und unsichtbar im Hintergrund ausgeführt werden, während gehostete Anwendungen auf Endgeräte jeder Größe bereitgestellt werden und so ein nahtloses Benutzererlebnis ermöglichen. Um dieses Benutzererlebnis zu gewährleisten, können heutige VDI-Lösungen dieselben Technologien einsetzen, mit denen bereits die Anwendungsbereitstellung auf physischen Desktops optimiert wurde.
Dieselben erstklassigen ADCs, die Sicherheit, Hochverfügbarkeit und eine optimierte Netzwerkleistung für VDI bieten, können auch für vernetzte Anwendungen eingesetzt werden – von Datenbanken über Exchange Server und Servervirtualisierung bis hin zu weiteren Einsatzbereichen.
Bei der Desktop-Virtualisierung geht es um Server und Netzwerk
Alle potenziellen Vorteile der Desktop-Virtualisierung können durch negative Auswirkungen auf die Server- und Netzwerkauslastung geschmälert werden. Bei der Virtualisierung einer großen Anzahl von Desktops steigt der Datenverkehr im Unternehmensnetzwerk erheblich an, da Daten zwischen dem Client und dem virtualisierten Desktop im Rechenzentrum übertragen werden. Wenn Clients gelegentlich über ein WAN zugreifen oder sich von unterwegs anmelden müssen, verschärft sich dieses Problem schnell, da die Leistungsmerkmale von WAN- und Internetverbindungen deutlich weniger attraktiv sind als die eines LANs.
Die Anzahl der Server, die für die Virtualisierung einer großen Zahl von Desktops erforderlich ist, stellt ebenfalls einen entscheidenden Faktor dar, da eine höhere Serverdichte einen höheren Arbeitsaufwand für Server- und Netzwerkadministratoren mit sich bringt.
Schließlich ist auch die Portabilität ein wichtiger Faktor, da nur wenige IT-Abteilungen ausschließlich ein einziges Virtualisierungsprodukt einsetzen. So verwenden die meisten beispielsweise VMware für die Servervirtualisierung und ein anderes Produkt für die Desktopvirtualisierung. Selbst wenn eine IT-Abteilung heute bei allen Virtualisierungsprojekten auf einen einzigen Anbieter setzt, kann bereits eine Übernahme zu einer heterogenen Umgebung führen, die eine ebenfalls heterogene Beschleunigungs- und Sicherheitslösung erfordert.
Zusammengenommen ergeben diese drei Faktoren – das Datenverkehrsaufkommen, die Anzahl der Server und der Grad der Portabilität – eine Reihe von Fragen, die bei der Erwägung eines teilweisen oder vollständigen Umstiegs auf VDI geklärt werden müssen. Kann die Infrastruktur mehrere Virtualisierungslösungen zuverlässig unterstützen? Sollte man sich bei Verhandlungen mit einem VDI-Anbieter die Möglichkeit offenhalten, verschiedene Virtualisierungslösungen miteinander konkurrieren zu lassen? Und kann die VDI bei Bedarf von einem Anbieter zu einem anderen migriert werden?
Um einige der drängendsten Probleme bei der VDI-Bereitstellung zu entschärfen, haben Anbieter Teillösungen und Toolsets in ihre Produkte integriert. Zum Beispiel:
- VDI-Anbieter stellen Tools bereit, mit denen sich ermitteln lässt, wie viel Bandbreite eine bestimmte Implementierung benötigt.
- VDI-Anbieter bieten Tools zur Anwendungsbereitstellung an, um den Netzwerkverkehr für eine Installation zu optimieren.
- VDI-Anbieter stellen ihren Kunden Komprimierungsfunktionen in Form von Software oder Hardware zur Verfügung, um Leistungsprobleme zu beheben.
Die von den Anbietern bereitgestellten Tools für die Anwendungsbereitstellung und Komprimierung führen jedoch zu einer starken Anbieterbindung, durch die Unternehmen an eine bestimmte VDI-Implementierung gebunden werden. Ein Wechsel des VDI-Anbieters ist ohnehin nie einfach. Müssen dabei zusätzlich zentrale Teile der Infrastruktur ersetzt werden, wird er noch schwieriger – so schwierig, dass ein Unternehmen möglicherweise davon abgehalten wird, die langfristig beste Entscheidung zu treffen. Darüber hinaus konzentrieren sich VDI-Anbieter stärker auf die Bereitstellung der Anwendung als auf die Leistungsfähigkeit des Netzwerks. In den meisten Fällen führt dies dazu, dass dem VDI-System weitere Funktionen hinzugefügt werden, ohne es in entsprechendem Maße zu optimieren, um eine hohe Leistung aufrechtzuerhalten.
Mit weniger mehr erreichen
F5 ADCs – insbesondere das BIG-IP System – sind auf die Optimierung der Anwendungsleistung in Netzwerken spezialisiert. BIG-IP Local Traffic Manager (LTM) basiert auf dem F5 Betriebssystem TMOS und verbessert die Leistung aller vernetzten Anwendungen. VDI-Installationen verursachen mehr Netzwerkkommunikation als die meisten anderen vernetzten Anwendungen, sodass BIG-IP LTM ihre Leistung besonders stark verbessert. BIG-IP LTM entlastet VDI-Server zudem von der Verschlüsselung, wodurch sich deren Arbeitslast verringert und mehr Rechenleistung für das Hosten virtueller Desktops auf einem bestimmten Server zur Verfügung steht. Die erweiterten Funktionen der BIG-IP Zusatzmodule für Sicherheit, WAN-Optimierung und Webbeschleunigung können den Bedarf an zusätzlicher Infrastruktur erheblich reduzieren. In einigen Fällen haben F5 Produkte den Bedarf um mehr als 100 zusätzliche Infrastrukturelemente reduziert – in diesem Fall Server für VDI-unterstützende Anwendungen.
Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des BIG-IP Systems besteht darin, dass es die Anzahl der Server reduziert, die Unternehmen zur Unterstützung von VDI-Anwendungen benötigen. Die Infrastruktur muss nicht geändert werden, da das BIG-IP System maßgeschneiderte Einstellungen zur Optimierung der Remote-Desktop-Protokolle aller führenden VDI-Anbieter umfasst. Das bedeutet, dass sich der von einem Unternehmen für die Servervirtualisierung gewählte Anbieter vollständig von seinem Anbieter für die Desktopvirtualisierung unterscheiden kann – und dennoch profitieren sowohl die Server- als auch die Desktopvirtualisierung von einer hochgradig optimierten Infrastruktur.
Natürlich wird sich der VDI-Markt mit zunehmender Reife verändern: Neue Anbieter werden hinzukommen, etablierte Anbieter werden sich weiterentwickeln, und neue Betriebssysteme könnten sogar einige Funktionen, die derzeit nur von VDI-Anbietern angeboten werden, auf Betriebssystemebene integrieren. Die ADCs von F5 sind herstellerunabhängig und werden führende VDI-Anbieter wie Microsoft, VMware und Citrix auch weiterhin mit Geräten unterstützen, die das gesamte Netzwerk- und Anwendungsökosystem berücksichtigen. Und selbst wenn sich der Markt verändert und wächst, wird F5 weiterhin die Features und Funktionen unterstützen, die für die Optimierung der Inhaltsbereitstellung für führende VDI-Anbieter am wichtigsten sind.
Sobald F5 ADCs in einer VDI-Bereitstellung implementiert sind, bieten sie der IT-Organisation zahlreiche weitere Vorteile, darunter Skalierbarkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit.
Skalierbarkeit
So wie die Servervirtualisierung unweigerlich zu einer unkontrollierten Ausbreitung virtueller Systeme geführt hat, kann dies auch bei der Desktopvirtualisierung geschehen. Wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, wird nicht mehr automatisch davon ausgegangen, dass sein Computer gelöscht werden muss. Der virtuelle Desktop kann unbegrenzt gespeichert werden und bleibt in der Regel erhalten, sofern kein zwingender Grund für seine Löschung besteht. Manche Mitarbeiter benötigen mehrere virtuelle Desktops. Da hierfür keine Hardwarekosten anfallen, wird der Druck auf die IT-Abteilung groß sein, diese bereitzustellen. Schließlich sind Fusionen und Übernahmen im modernen Geschäftsumfeld an der Tagesordnung. IT-Organisationen, die ausreichend Kapazitäten für eine Skalierung und die Integration übernommener Unternehmen schaffen können, verschaffen ihrem Unternehmen einen Vorteil.
VDI ist skalierbar, doch für eine erfolgreiche Skalierung müssen erhebliche Herausforderungen bewältigt werden – von der Netzwerkauslastung bis hin zum Systemmanagement. Zudem muss der ROI geprüft werden. Sinken die Preise bei zunehmender Skalierung oder bleiben die Kosten über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg konstant? Und sind die Kosten niedrig genug?
Die für eine VDI-Bereitstellung erforderliche Gesamtarchitektur ist komplex, doch F5 ADCs vereinfachen sie, indem sie die Anzahl der bei einigen Anbietern benötigten Server erheblich reduzieren. Diese Reduzierung führt zu Einsparungen bei den Investitionsausgaben (CapEx), während Netzwerkoptimierungen, die den für den Netzwerkbetrieb erforderlichen Personalaufwand verringern, Einsparungen bei den Betriebsausgaben (OpEx) ermöglichen.
Mit einem F5 ADC erhöht sich die VM-Dichte pro Server und die Netzwerkkommunikation wird optimiert. Die Skalierung stellt ein deutlich geringeres Hindernis dar. Wenn neue Server oder Cluster benötigt werden, ermöglicht das BIG-IP System der IT, wichtige ADC-Funktionen einfach von vorhandenen Servern zu kopieren und auf die neuen VDI-Server zu übertragen. Das spart Zeit und minimiert Fehler. Tatsächlich beschleunigen F5 ADCs die Anwendungsbereitstellung um das 10- bis 100-Fache und reduzieren Konfigurationsfehler um 95 Prozent. Indem sie die Zuweisung von Netzwerkressourcen vereinfachen und das Netzwerk aus der Anwendungsperspektive betrachten, gestalten F5 ADCs den IT-Betrieb und die Bereitstellung wesentlich effizienter.
Und im Falle einer Fusion, bei der jedes Unternehmen einen anderen VDI-Anbieter nutzt, ermöglicht F5 der IT-Abteilung, Benutzerpools zu erstellen, über die Benutzer der für sie passenden VDI-Lösung zugeordnet werden können – unabhängig davon, von welchem Punkt im Netzwerk sie zugreifen oder in welchem Rechenzentrum sich ihre VDI-Server befinden.
Diese Art von Flexibilität verschafft dem Management eine bessere Verhandlungsposition gegenüber bestehenden Anbietern. Ein Wechsel des VDI-Anbieters ist zwar nie einfach, doch eine Architektur, die nicht nur die heutige Infrastruktur, sondern auch jede künftig gewählte Lösung optimiert, erleichtert es der IT-Leitung oder den Einkaufsverantwortlichen, gegebenenfalls zu einem neuen VDI-Anbieter zu wechseln.
Sicherheit
Wenn ein Unternehmen VDI mit einer externen Client-Komponente bereitstellt, beispielsweise um den Zugriff auf Anwendungen von zu Hause oder unterwegs zu ermöglichen, ist der Sicherheitsmechanismus über das öffentliche Internet erreichbar. Dies kann schwerwiegende Folgen für den Fernzugriff haben, wenn der Authentifizierungsserver Ziel eines DDoS-Angriffs wird. Zudem liegt VDI dadurch außerhalb des üblichen Geltungsbereichs von Sicherheitsrichtlinien und -protokollen. So entsteht ein Szenario, in dem Desktop-Images und physische Desktops nicht unbedingt überwacht werden.
Die Verlagerung großer Teile der Netzwerk- und Anwendungssicherheit auf einen ADC ermöglicht es, Sicherheitsrichtlinien systemübergreifend zu zentralisieren – unabhängig davon, ob es sich um virtuelle oder physische Systeme handelt. Die Möglichkeit, die Verschlüsselung von Verbindungen über das öffentliche Internet auszulagern, ist eine der vielen Maßnahmen, mit denen F5-Produkte die VM-Dichte erhöhen.
BIG-IP LTM ist eine robuste Plattform zur Abwehr von DDoS-Angriffen. Während der Anonymous-Angriffe im Jahr 2010 schützte sie einige der am heftigsten attackierten Websites.
Vor allem aber sollte VDI Bestandteil der zentralen Zugriffs- und Sicherheitsrichtlinien eines Unternehmens sein. F5 ADCs tragen dazu bei, indem sie Sicherheitsfragen zentral handhaben. Von der Zwei-Faktor-Authentifizierung bis hin zu Geräten mit Einmalkennwörtern wie Smartcards erhöhen F5 ADCs die Sicherheit einer VDI-Bereitstellung und nutzen dabei die AAA-Infrastruktur des Rechenzentrums. BIG-IP Access Policy Manager (APM) ermöglicht eine präzise Zugriffssteuerung bis hin zur Frage: „Darf dieser Benutzer auf diesem Clientgerät auf diese Ressource zugreifen?“ Dadurch erhält die IT eine beispiellose Flexibilität, um die Anforderungen und Erwartungen der Benutzer zu erfüllen und gleichzeitig Angreifer abzuwehren.
Verfügbarkeit
Die meisten VDI-Lösungen ermöglichen nach Ausfällen einzelner Rechner eine wesentlich bessere Wiederherstellung als herkömmliche Desktop-Systeme. Das liegt daran, dass die VM verworfen (oder bei Bedarf gelöscht und durch eine Kopie ersetzt) und anschließend neu gestartet werden kann. Dies geht deutlich schneller, als einen Techniker zur Fehlerbehebung zu schicken oder eine Stunde lang am Telefon zu versuchen, eine Ferndiagnose durchzuführen.
Selbst wenn ein Unternehmen über einen Notfallwiederherstellungsplan (Disaster Recovery, DR) verfügt, reicht eine lokale Notfallwiederherstellung nicht aus. In einer VDI-Umgebung ist es wichtiger als in einer herkömmlichen Umgebung, auf den Ausfall eines gesamten Racks oder sogar eines ganzen Rechenzentrums reagieren zu können.
Die Möglichkeit, Benutzer nahtlos von Rechenzentrum X zu Rechenzentrum Y oder schnell von Server X zu Server Y zu verschieben, ist entscheidend für die Produktivität bei Ausfällen. Die meisten VDI-Lösungen bieten hierfür nur eingeschränkte Möglichkeiten.
F5 ADCs hingegen können Benutzer nahezu nahtlos und in Sekundenschnelle von einem Server auf einen anderen oder von einem Rechenzentrum in ein anderes umschalten. Wenn BIG-IP LTM mit BIG-IP Global Traffic Manager (GTM) kombiniert wird, bemerken Benutzer bei der Umleitung nur eine kurze Unterbrechung – unabhängig davon, ob sie innerhalb des Rechenzentrums oder an einen anderen Ort auf der Welt erfolgt. Für VMware-Kunden haben F5 und VMware im Rahmen ihrer Partnerschaft eine Reihe von Tools entwickelt, mit denen sich Live-Migrationen zwischen Rechenzentren beschleunigen und absichern lassen, sodass Administratoren VMs während des laufenden Betriebs verschieben können.
VDI ist Ressourcenkonsolidierung
VDI ist im Kern ein Protokoll der Anwendungsschicht (oder eine Kombination mehrerer Protokolle der Anwendungsschicht), das E/A-Daten zwischen Benutzern und Desktops an einem entfernten Standort überträgt. Wenn die Desktop-Verarbeitung zentralisiert wird, übernehmen Netzwerkprotokolle die Übertragung der E/A-Daten. F5 verfügt über langjährige Erfahrung in der Optimierung von Netzwerkprotokollen, um sie zuverlässig und effizient zu gestalten. Da der gesamte VDI-Datenverkehr die Netzwerklast zusätzlich erhöht – Anwendungen müssen weiterhin alle bisherigen Netzwerkaufrufe durchführen, deren Ergebnisse nun jedoch zusätzlich an den Client übertragen werden müssen –, ist Effizienz von entscheidender Bedeutung.
Unabhängig davon, für welchen VDI-Anbieter sich ein Unternehmen entscheidet, bietet F5 diese einzigartigen Stärken für virtuelle Desktop-Infrastrukturen:
- Benutzerdefinierte Anwendungsvorlagen für alle führenden VDI-Lösungen mit spezifischen, für jeden Anbieter getesteten Konfigurationen, die so vorkonfiguriert sind, dass VDI-Bereitstellungen schnell einsatzbereit sind.
- SSL-Offloading zur Erhöhung der VM-Dichte bei VDI-Bereitstellungen.
- Unterstützung heterogener Umgebungen, sodass Unternehmen mit derselben Hardware unterschiedliche Anbieter für die Desktop- und Servervirtualisierung einsetzen können.
- Unterstützung für weitere Anwendungen, da ein einmal bereitgestellter F5 Application Delivery Controller jede im Netzwerk ausgeführte Anwendung optimieren, ihre Last verteilen und sie absichern kann. Mit speziellen F5 iApps für alle wichtigen Unternehmenssoftwareprodukte von Exchange bis Oracle DBMS, die eine schnelle Konfiguration aus Anwendungssicht ermöglichen, reicht der Einsatzbereich des BIG-IP Systems weit über VDI hinaus.
- Schutz des externen Authentifizierungsportals, damit die VDI-Authentifizierung nicht zum Angriffsvektor wird
- Die Benutzerbasis von mehr als 80.000 Gleichgesinnten auf F5s DevCentral (devcentral.f5.com). DevCentral bietet Tools, Techniken und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, die der F5-Benutzergemeinschaft helfen, Lösungen zu entwickeln und weiter auszubauen.
- SSL-VPN-Unterstützung mit 500 im Basisprodukt enthaltenen Benutzerlizenzen sowie integrierter Unterstützung für iPad-, iPhone- und Android-Geräte
Fazit
Die Bereitstellung einer VDI ist ein lohnendes Vorhaben, um den Ressourcenbedarf von Desktop-Systemen zu reduzieren, die Anwendungsverwaltung zu zentralisieren und Lizenzierungsanforderungen abzudecken. Allerdings handelt es sich dabei um ein komplexes System, das viele Eigenschaften mit der Servervirtualisierung gemeinsam hat. VDI erhöht die Netzwerklast, und die Weiterleitung der Benutzer an den richtigen Server oder das passende Rechenzentrum erfordert einen Konfigurationsaufwand, der über den normaler Workloads hinausgeht. F5 bietet eine heterogene Architektur, die sämtliche Virtualisierungsanforderungen eines Unternehmens erfüllt und zugleich dazu beiträgt, die VDI-Bereitstellung sicher, schnell und hochverfügbar zu gestalten. Mit Tools, die Bereitstellung und Netzwerkverwaltung vereinfachen, zahlreichen Sicherheitsfunktionen und der preisgekrönten ADC-Funktionalität von F5 lässt sich eine VDI-Umgebung einfacher bereitstellen und flexibler anpassen.
Und mit einer herstellerunabhängigen Infrastruktur anstelle einer Lösung, die von einem bestimmten VDI-Anbieter vertrieben wird, versetzt F5 IT-Organisationen in die Lage, ihre Zukunftschancen optimal zu nutzen – sei es bei Fusionen, einem Wechsel des VDI-Anbieters oder der Unterstützung verschiedener Anbieter von VDI- und Servervirtualisierungslösungen.
VERÖFFENTLICHT AM 22. JANUAR 2012
