KI hat das Labor verlassen: F5-Bericht zeigt, dass 78 % der Unternehmen KI-Inferenz inzwischen als Kerngeschäft betreiben

Veröffentlicht am 5. Mai 2026
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Der F5 State of Application Strategy Report 2026 zeigt, dass Trends bei produktiv eingesetzten KI-Modellen und agentenbasierter KI die Art und Weise grundlegend verändern, wie Unternehmen Anwendungen in hybriden Multicloud-Umgebungen bereitstellen und absichern.

SEATTLE – F5 (NASDAQ: FFIV), der weltweit führende Anbieter für die Bereitstellung und Absicherung sämtlicher Apps und APIs, hat heute seinen jährlichen State of Application Strategy (SOAS) Report veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass künstliche Intelligenz eine entscheidende Schwelle überschritten hat: Sie ist keine experimentelle Initiative mehr, sondern eine produktive Workload, die dieselbe betriebliche Sorgfalt erfordert wie jedes geschäftskritische System. Die Studie, die auf den Antworten von Hunderten IT- und Sicherheitsverantwortlichen in Unternehmen weltweit basiert, zeigt, dass 78 % der Unternehmen KI-Inferenz inzwischen selbst betreiben – ein klares Zeichen dafür, dass Unternehmen Kontrolle dem Komfort vorziehen, da KI für den Geschäftsbetrieb immer wichtiger wird.

Die Ergebnisse kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Da 93 % der Unternehmen mehrere Clouds nutzen und 86 % ihre Anwendungen über hybride Multicloud-Umgebungen verteilen, hat die Komplexität der Bereitstellung und Absicherung von KI-Workloads einen neuen Wendepunkt erreicht.

„KI hat den Sprung von der Experimentierphase in den operativen Betrieb geschafft. Die Frage ist heute nicht mehr, ob Unternehmen KI einsetzen werden, sondern ob sie sie zuverlässig, sicher und skalierbar betreiben können“, sagte Kunal Anand, Chief Product Officer bei F5. „Die diesjährigen Daten zeigen eine klare Entwicklung: KI-Inferenz wird zu einem zentralen Bestandteil des Geschäfts. Damit wird die Bereitstellung von KI zu einer Herausforderung für das Traffic-Management und die KI-Sicherheit zu einer Herausforderung für Governance und Kontrolle. Unternehmen, die diesen Wandel frühzeitig erkennen, werden schneller und sicherer vorankommen.“

Wichtigste Erkenntnisse aus dem Bericht 2026

KI ist betriebliche Realität, kein Experiment

KI ist längst kein aufsehenerregendes Experiment oder Zukunftsthema mehr, sondern betriebliche Realität und fest in den täglichen Geschäftsergebnissen verankert. Unternehmen koordinieren heute durchschnittlich sieben KI-Modelle im Produktivbetrieb. 77 % geben an, dass Inferenz – die Ausführung trainierter Modelle zur Generierung von Ergebnissen – inzwischen ihre wichtigste KI-Aktivität ist und damit Modellentwicklung und -training überholt hat. Dieser Wandel rückt die operative Governance von KI-Systemen in den Mittelpunkt: Inferenz wird als verwaltete, richtliniengesteuerte Workload behandelt, die in den Anwendungs-Stack integriert ist und denselben Anforderungen an Architektur, Sicherheit und Skalierbarkeit unterliegt wie andere Produktivsysteme.

AI-as-a-Service-Strategien gelten bereits als riskant

AI-as-a-Service-Strategien gelten weithin als riskant und als nicht mit den heutigen Gegebenheiten in Unternehmen vereinbar. Nur 8 % der Unternehmen setzen ausschließlich auf öffentliche KI-Dienste. Die überwältigende Mehrheit baut diversifizierte Modellportfolios auf, die ausgefeilte Routing-, Fallback- und Richtlinienkontrollen erfordern, um Kosten, Genauigkeit und Verfügbarkeit zu steuern.

Hybrid Multicloud ist der neue Bereitstellungsstandard

Dies spiegelt den allgemeinen Trend zu Multicloud- und Multi-Environment-Betriebsmodellen wider: 93 % der Unternehmen nutzen Multicloud-Konfigurationen und 86 % betreiben Anwendungen in On-Premises-, Public-Cloud- und Colocation-Umgebungen. Ebenso erfordern KI-Workloads fortschrittliche Routing-, Fallback- und Richtlinienkontrollen, um Kosten, Genauigkeit und Verfügbarkeit zu optimieren. Eine einheitliche, umgebungsübergreifende Strategie für Bereitstellung, Sicherheit und Governance ist heute unerlässlich, um die Komplexität moderner KI- und Anwendungsbereitstellungen zu bewältigen.

Die Komplexität derart vielfältiger Infrastrukturen zu bewältigen, ist zwar unerlässlich, muss jedoch mit einer präzisen Kontrolle über Umgebungsgrenzen hinweg einhergehen, um eine nahtlose Integration, eine konsistente Durchsetzung von Richtlinien und einheitliche Sicherheitsstrategien zu gewährleisten. Dieses ausgewogene Zusammenspiel baut Silos ab, minimiert Betriebsunterbrechungen und gewährleistet Governance in großem Maßstab. So können Unternehmen Kosten, Genauigkeit und Verfügbarkeit optimieren und zugleich das volle Potenzial hybrider Multicloud-Systeme für KI- und Anwendungsbereitstellungen ausschöpfen.

KI-Sicherheit und -Governance sind heute systemische Anforderungen

Da KI-Systeme nun in vollem Umfang produktiv eingesetzt werden, ist Sicherheit zu einer unternehmensweiten Priorität geworden. Dem Bericht zufolge waren 88 % der Unternehmen bereits mit KI-bezogenen Sicherheitsproblemen konfrontiert, während sich 98 % auf agentische KI vorbereiten – autonome Systeme, die wie menschliche Nutzer Identitäten, Berechtigungen und Schutzmechanismen benötigen. Dadurch verlagert sich der Sicherheitsperimeter auf die Prompt-, Token- und Identitätsebene. Herkömmliche Modelle reichen somit nicht mehr aus, und eine Governance über alle Ebenen hinweg wird unverzichtbar.

Prompt- und Token-Ebenen: Die Kontrollpunkte für die Bereitstellung von KI

Der Bericht zeigt einen deutlichen Wandel beim Management von KI-Workloads: Die Steuerung verlagert sich auf Prompts, Tokens und APIs. Fast 29 % der Unternehmen betrachten Prompt-Ebenen als wichtigsten Bereitstellungsmechanismus, während 23 % Token-Ebenen für die Bereitstellung und Sicherheit priorisieren. Die Governance dieser Ebenen ist entscheidend für die Optimierung von Kosten, Leistung und Sicherheit und verschafft Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber jenen, die sich ausschließlich auf die Infrastruktur konzentrieren.

Warum das wichtig ist

Der Bericht „State of Application Strategy 2026“ bietet einen datengestützten Einblick in die Kräfte, die die Unternehmenstechnologie neu gestalten: die rasche Überführung von KI in den operativen Betrieb, die dauerhafte Etablierung hybrider Multicloud-Umgebungen und eine sich wandelnde Bedrohungslandschaft, die neue Denkansätze für Sicherheit und Kontrolle erfordert.

Der KI-Reifegrad entwickelt sich rasch zu einem messbaren Indikator für operative Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen, die in Observability, Authentifizierung und eine einheitliche Steuerung über alle Umgebungen hinweg investieren, in denen KI eingesetzt wird, werden das Potenzial von KI in nachhaltigen Geschäftswert umwandeln.

Laden Sie den vollständigen Bericht „State of Application Strategy 2026“ herunter und erhalten Sie Zugriff auf alle Ergebnisse, Branchen-Benchmarks und strategischen Empfehlungen.

Weitere Ressourcen

Über F5

F5, Inc. (NASDAQ: FFIV) ist der weltweit führende Anbieter für die Bereitstellung und Absicherung sämtlicher Anwendungen. Gestützt auf drei Jahrzehnte Erfahrung hat F5 die branchenweit führende Plattform entwickelt – die F5 Application Delivery and Security Platform (ADSP) –, um jede Anwendung und jede API überall bereitzustellen und abzusichern: lokal, in der Cloud, am Edge sowie in hybriden Multi-Cloud-Umgebungen. F5 setzt auf Innovation und die Zusammenarbeit mit den weltweit größten und fortschrittlichsten Unternehmen, um schnelle, verfügbare und sichere digitale Erlebnisse zu ermöglichen. Gemeinsam unterstützen wir uns dabei, erfolgreich zu sein und eine bessere digitale Welt zu schaffen.

Weitere Informationen finden Sie unter f5.com
Entdecken Sie die Bedrohungsforschung von F5 Labs unter f5.com/labs
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