Falsifizierung
Was ist Dokumentenfälschung? (Digitale Fälschung)
„Fälschung“ bezeichnet die vorsätzliche Veränderung des Inhalts von Dokumenten oder Aufzeichnungen gegenüber ihrem ursprünglichen, authentischen Zustand. Zum Schutz elektronischer Dokumente vor Fälschung werden häufig digitale Signaturen eingesetzt, die auf Public-Key-Kryptografie basieren.
Bei der sicheren Übermittlung elektronischer Dokumente gewährleistet in der Regel das folgende Verfahren den Schutz vor Verfälschung:
Absenderseite
- Aus dem Dokumentinhalt wird mithilfe einer kryptografischen Hashfunktion ein Nachrichten-Hashwert erzeugt.
- Der Absender verschlüsselt diesen Nachrichten-Hash mit seinem privaten Schlüssel und erzeugt so eine digitale Signatur.
- Das Originaldokument und die digitale Signatur werden zusammengeführt und an den Empfänger übermittelt.
Empfängerseite
- Der Empfänger entschlüsselt die digitale Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel des Absenders und erhält so einen Nachrichten-Hash.
- Der Empfänger berechnet außerdem unabhängig den Nachrichten-Hash des empfangenen Dokuments.
- Die beiden Nachrichten-Hashwerte werden miteinander verglichen. Stimmen sie überein, kann der Empfänger sowohl die Authentizität des Absenders als auch die Integrität des Dokuments überprüfen.
Mit diesem Verfahren können Empfänger bestätigen, dass der Absender tatsächlich Inhaber des zugehörigen privaten Schlüssels ist (wodurch die Authentizität des Absenders nachgewiesen wird), und sicherstellen, dass das Dokument nicht verfälscht wurde (wodurch die Datenintegrität geschützt wird). Um die Authentizität zuverlässig zu überprüfen, benötigt der Empfänger den richtigen öffentlichen Schlüssel, der durch ein von einer vertrauenswürdigen Stelle ausgestelltes digitales Zertifikat validiert wurde. Wenn die digitale Signatur einem Siegel entspricht (ähnlich einem physischen Stempel), dient das digitale Zertifikat als offizielle Bestätigung für die Rechtmäßigkeit dieses Siegels.
