Public-Key-Infrastruktur (PKI)
Was ist PKI?
PKI, kurz für Public Key Infrastructure (Public-Key-Infrastruktur), ist eine Sicherheitsinfrastruktur, die auf Public-Key-Kryptografie basiert. Sie dient der Ausstellung und Verwaltung digitaler Zertifikate, die im Internet als Identitätsnachweise fungieren.
Eine PKI besteht aus drei Hauptkomponenten:
- Zertifikate:
Diese bestätigen die Identität der Person oder Organisation, die das Zertifikat besitzt. Beispiele hierfür sind:- SSL-Zertifikate: Sie authentifizieren Organisationen, die Websites betreiben, und dienen der Gewährleistung einer sicheren Webkommunikation.
- Client-Zertifikate: Authentifizieren einzelne Benutzer oder Organisationen und werden für den sicheren Systemzugriff oder Informationsaustausch verwendet.
Personen oder Organisationen mit einem digitalen Zertifikat verfügen über zwei kryptografische Schlüssel:
- Der öffentliche Schlüssel, der im Zertifikat enthalten und frei zugänglich ist.
- Der private Schlüssel, der nur dem Zertifikatsinhaber bekannt ist.
Öffentliche und private Schlüssel bilden ein Schlüsselpaar. Daten, die mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt wurden, können nur mit dem privaten Schlüssel entschlüsselt werden und umgekehrt (üblicherweise unter Verwendung des RSA-Algorithmus). Diese Eigenschaft ermöglicht beispielsweise die Identitätsauthentifizierung durch digitale Signaturen und die Absicherung verschlüsselter Kommunikation.
- Zertifizierungsstellen (Certificate Authorities, CAs):
Dies sind Stellen, die digitale Zertifikate ausstellen. Wenn eine Person oder Organisation ein digitales Zertifikat von einer anderen Stelle erhält, wird dessen Echtheit anhand der Ausstellung durch eine vertrauenswürdige CA überprüft. Ein von einer vertrauenswürdigen CA ausgestelltes Zertifikat gilt als zuverlässig. - Zertifikatsspeicher:
Diese Systeme verwalten die von Zertifizierungsstellen ausgestellten Zertifikate zentral und stellen sie den Benutzern zur Überprüfung und Verwendung bereit.
