Was ist RADIUS?

RADIUS, kurz für Remote Authentication Dial-In User Service, ist ein Protokoll zur Authentifizierung, Autorisierung und Abrechnung (AAA) in Netzwerksystemen. Es wurde 1992 von Livingston Enterprises entwickelt und war ursprünglich für die Verwaltung von Authentifizierungsinformationen bei Internet-Einwahlverbindungen und Fernzugriffen über Telefonleitungen vorgesehen. 1997 wurde RADIUS von der Internet Engineering Task Force (IETF) als RFC 2058 standardisiert; nachfolgende RFC-Dokumente haben seine Spezifikationen weiter präzisiert.

RADIUS basiert auf einem Client-Server-Modell und nutzt UDP/IP für die Kommunikation. Bei RADIUS bezeichnet der Client ein Gerät, das Benutzern Netzwerkzugriff oder andere Dienste bereitstellt und beim RADIUS-Server Authentifizierung und Abrechnung anfordert. Der RADIUS-Server verarbeitet diese Anfragen und übermittelt die Ergebnisse an den Client.

Obwohl RADIUS auch heute noch weit verbreitet ist, weist es mehrere Einschränkungen auf. Dazu gehören die begrenzte Datenmenge, die in Paketen enthalten sein kann, das Fehlen einer Funktion zur Signalisierung reservierter Bandbreite für Dienste wie Sprach- und Videoübertragung sowie fehlende Verschlüsselungsstandards. Um diese Probleme zu beheben, wurde 2003 mit RFC 3588 das Diameter-Protokoll als erweiterte Version von RADIUS eingeführt. Diameter wird zunehmend von großen Dienstanbietern eingesetzt, insbesondere im Mobilfunkbereich.

Die BIG-IP-Plattform von F5 unterstützt verschiedene Authentifizierungsmethoden, darunter RADIUS. Darüber hinaus hat F5 Lösungen für das Diameter-Protokoll entwickelt und damit umfassende Fachkompetenz in diesem Bereich bewiesen.