Security Assertion Markup Language (SAML)
Was ist SAML?
SAML, kurz für Security Assertion Markup Language, ist ein Standardprotokoll für den Austausch von Informationen zur Benutzerauthentifizierung zwischen verschiedenen Internetdomänen. Mithilfe von SAML können Benutzer per Single Sign-on (SSO) auf mehrere Dienste in unterschiedlichen Domänen zugreifen. So können sich Benutzer beispielsweise über SAML bei einem internen Unternehmenssystem anmelden und auf Cloud-Dienste zugreifen, ohne zusätzliche Anmeldedaten eingeben zu müssen. SAML basiert auf einem XML-Framework und wurde erstmals 2002 entwickelt; Version 2.0 wurde 2005 veröffentlicht.
SSO zwischen verschiedenen Internetdomänen erfordert den Austausch von Authentifizierungsinformationen. SAML ermöglicht dies durch:
- Identitätsanbieter (IdP): Entitäten, die Authentifizierungsinformationen bereitstellen.
- Dienstanbieter (SP): Entitäten, die Authentifizierungsinformationen nutzen, um Dienste bereitzustellen.
Wenn ein Benutzer auf einen SP zugreift, um einen Dienst zu nutzen, leitet der SP die Anfrage zusammen mit einer SAML-Authentifizierungsanfrage an den IdP weiter. Der IdP verarbeitet die Authentifizierungsanfrage, interagiert mit dem Benutzer und führt die Authentifizierung durch. Nach erfolgreicher Authentifizierung des Benutzers stellt der IdP dem SP eine Assertion mit Authentifizierungsdetails, Benutzerattributen und Zugriffsberechtigungen aus. Auf Grundlage dieser Assertion setzt der SP die Zugriffskontrolle durch, ohne die Authentifizierungsdaten des Benutzers direkt zu verarbeiten. Dadurch wird nahtloses SSO für mehrere Dienste ermöglicht.
Der BIG-IP Access Policy Manager (APM) von F5 unterstützt Single Sign-On (SSO) und ist vollständig mit SAML (SAML 2.0) kompatibel. Er kann als IdP fungieren, der Benutzer authentifiziert und Assertions ausstellt, oder als SP, der Assertions empfängt, um den Zugriff auf Anwendungen zu steuern.

