Cloud-Chroniken, Teil 3: Die Reichweite vergrößern – die Wurzeln stärken

F5-Ökosystem | 02. Oktober 2024

Betrachten wir einmal folgende Idee: einen cloudbasierten DNS-Dienst, der die Bereitstellung von Anwendungen über ein weltweit verteiltes Netzwerk unterstützt. Wie könnte ein solcher Dienst aussehen? Es liegt auf der Hand, dass Benutzer einen schnellen, sicheren und dauerhaften Zugriff auf ihre Anwendungen erwarten und dass die für die Bereitstellung dieser Anwendungen zuständigen Teams alles daransetzen, einen solchen Zugriff zu ermöglichen. Oberflächlich betrachtet klingt das nach einem einfachen Konzept – insbesondere bei einer so grundlegenden Komponente wie einer DNS-Lösung. Doch wenn man alle Faktoren berücksichtigt, die für die Bereitstellung von Anwendungen auf diese Weise erforderlich sind, wird es sehr schnell äußerst komplex.

Für Teams, die Anwendungen betreuen, ist der Druck, diese Anforderungen zu erfüllen, sehr real. Nutzer haben bekanntermaßen eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne, wenn es um die Ladezeiten von Anwendungen geht, und verlassen eine Website oder Anwendung wahrscheinlich wieder, wenn das Laden länger als drei Sekunden dauert. Daher muss unbedingt berücksichtigt werden, wie sich die Leistung eines autoritativen DNS-Servers direkt auf die Nutzererfahrung auswirken kann. Nehmen wir etwa die Startseite einer beliebten Website wie cnn.com oder mlb.com. Damit alle Inhalte auf diesen Websites korrekt angezeigt werden, sind Dutzende von DNS-Anfragen erforderlich. Wenn diese Anfragen 5–10 % langsamer als üblich sind, wird die Nutzererfahrung spürbar beeinträchtigt, was Nutzer möglicherweise dazu veranlasst, zu anderen Angeboten zu wechseln. Deshalb müssen die für die Bereitstellung dieser Anwendungen erforderlichen Tools funktionieren – und zwar zuverlässig.

Doch was ist die Lösung, wenn die Ressourcen für die Verwaltung einer lokalen, hardwarebasierten DNS-Lösung fehlen? Oder wenn diese Anwendung zwar eine entscheidende Einnahmequelle ist, ihr aktuelles Datenverkehrsaufkommen jedoch nicht den Aufbau eines vollwertigen Rechenzentrums für ihre Bereitstellung rechtfertigt? Die Nutzung eines Cloud-Anbieters ist eine Option, doch es gibt genügend schlechte Erfahrungen mit unerwartet hohen Rechnungen infolge von Lastspitzen, sodass jeder mit begrenztem Budget zweimal überlegen sollte, bevor er sich ohne vorherige sorgfältige Prüfung für eine Cloud-Lösung entscheidet.

Dies stellt eine interessante Herausforderung dar: Wie kann eine cloudbasierte DNS-Lösung die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistung einer App verbessern, ohne das Budget zu sprengen – und das in einer Zeit, in der die Sicherheitsrisiken und die Nachfrage der Nutzer so hoch sind wie nie zuvor? Zunächst gilt es, einige Anforderungen zu erfüllen.

Verfügbarkeit erfordert DNS-Skalierbarkeit

Anwendungsverfügbarkeit bedeutet, dass eine Anwendung bereit und in der Lage ist, Datenverkehr zu empfangen. Benutzer müssen sich also keine Gedanken darüber machen, ob sie die benötigte Anwendung oder Website erreichen können, und wenn sie dort angekommen sind, müssen sie nicht unverhältnismäßig lange auf eine Antwort der Anwendung oder Website warten.

Ob der Zugriff auf eine Anwendung, das Senden einer E-Mail oder das Starten eines Videoanrufs – all das beginnt mit einer DNS-Anfrage. Wenn Dutzende, Hunderte oder sogar Tausende von Benutzern gleichzeitig auf dieselbe Anwendung zugreifen möchten, kann es schwierig sein, diese online und verfügbar zu halten. Dafür benötigen die für diese Anwendungen zuständigen Teams Tools, die sich entsprechend der Nachfrage skalieren lassen und verhindern, dass die Anwendung durch hohe Zugriffszahlen unerreichbar wird. Angesichts von Faktoren wie Hardwarebeschränkungen, Ressourcennutzung und Kostenspitzen, die mit einem sprunghaften Anstieg des Datenverkehrs einhergehen, ist das jedoch nicht immer einfach. Eine zuverlässige Lösung, die sich mit dem Anwendungsdatenverkehr skalieren lässt, sollte auf der Wunschliste jedes NetOps- oder DevOps-Teams stehen. So besteht nie Zweifel daran, ob eine Anwendung einem plötzlichen Ansturm gewachsen ist.

Ausfallsicherheit und Präsenz

Es ist allgemein anerkannt, dass Teams nicht nur die Verfügbarkeit einer App sicherstellen müssen, sondern auch gewährleisten sollten, dass diese Apps Angriffen, Ausfällen und anderen Ereignissen standhalten, die einen wichtigen Dienst außer Betrieb setzen könnten. Dazu muss eine Strategie für die App-Bereitstellung entwickelt werden, die einzelne Ausfallpunkte vermeidet. Wenn Teams ein diversifiziertes, weltweit verteiltes Netzwerk mit Dutzenden von Points of Presence nutzen, sollten Benutzer bei der Verwendung ihrer Anwendungen kaum einen Unterschied bemerken – selbst wenn die ursprünglich angeforderte App-Instanz ausfällt.

Bei einem Single Point of Failure könnte jedes Problem mit dem zentralen Server zu einem vollständigen Ausfall des Dienstes führen. Eine Anwendung, der ein Cloud-Dienst mit mehreren Points of Presence vorgeschaltet ist, bietet hingegen eine höhere Ausfallsicherheit. Fällt ein Knoten aus, wird der Datenverkehr zum nächstgelegenen betriebsbereiten Knoten im Netzwerk umgeleitet, sodass der Anwendungsdienst durchgehend verfügbar bleibt. Diese Fähigkeit ist besonders für die Notfallwiederherstellung und Geschäftskontinuität entscheidend, da sie sicherstellt, dass regionale Ausfälle nicht den gesamten Dienst beeinträchtigen.

Bei dieser Konfiguration ist zudem ein wichtiger Sicherheitsaspekt zu berücksichtigen. Ein Netzwerk aus verteilten, dezentralen Knoten kann volumetrische Angriffe besser abfangen und abschwächen, indem es den Angriffsverkehr verteilt und so die zentrale Infrastruktur schützt. Jeder Knoten kann außerdem regionsspezifische Sicherheitsmaßnahmen umsetzen, um lokale Bedrohungen wirksamer zu bekämpfen und regionale Compliance-Anforderungen einzuhalten.

Auf einem soliden Fundament aufgebaut

Auch die Infrastruktur, auf der ein Anwendungsnetzwerk basiert, sollte auf einem Fundament aufbauen, das höchstmögliche Qualität, Leistung und Sicherheit bietet. Ein Haus ist nur so stabil wie sein Fundament – bei einer Strategie zur Anwendungsbereitstellung ist das nicht anders. Wer eine geschäftskritische Anwendung entwickelt und hostet, sie aber über ein unzuverlässiges, leistungsschwaches Netzwerk bereitstellt, sorgt dafür, dass sie bereits vor ihrer Veröffentlichung ins Hintertreffen gerät.

Teams, die diese kritischen Anwendungen betreuen, verdienen eine Infrastruktur, die der Aufgabe gewachsen ist, Datenverkehr jeglicher Art zu bewältigen – ob gutartig, bösartig oder anderweitig. Sie verdienen eine Infrastruktur, die ihre Anwendungen nicht nur unterstützt, sondern ihnen auch einen Mehrwert bietet, indem sie Einblick in wichtige Datenverkehrsmetriken gewährt und die Möglichkeit bietet, entsprechend der Nachfrage zu skalieren.

Der Unterschied mit F5

Zur Unterstützung seines cloudbasierten DNS-Angebots bietet F5 Kunden von Distributed Cloud Services Zugang zu einem privaten, weltweit verteilten Netzwerk. Die verteilte Struktur dieses Netzwerks ermöglicht standardmäßig eine enorme Skalierbarkeit. Dabei erreicht der Datenverkehr sein Ziel über ein Backbone aus 26 regionalen Edge-Standorten, das mehr als 15 Terabyte an Datenverkehr bewältigen und Kapazitäten zur Abfederung von Lastspitzen bereitstellen kann.

Diese regionalen Edge-Standorte ermöglichen es der Distributed-Cloud-DNS-Lösung von F5, Anwendungen so nah wie möglich an den anfragenden Clients bereitzustellen, sodass Benutzer mit minimaler Latenz auf Inhalte zugreifen können. Darüber hinaus werden auch Sicherheitsdienste an diesen Standorten bereitgestellt, sodass jede von einem Benutzer eingesetzte Sicherheitslösung an allen regionalen Edge-Standorten aktiviert wird. Mithilfe von Regional Edge Pinning können Teams bei Bedarf bestimmte regionale Edge-Standorte für die Bereitstellung auswählen, um Datenschutzbestimmungen oder behördliche Vorschriften einzuhalten.

Mit der Distributed Cloud DNS-Lösung von F5 können Teams die Kerntechnologie, die F5-Produkte seit Jahren antreibt, nun auf einer globalen Plattform nutzen, ohne sich Gedanken über übermäßigen Ressourcenverbrauch oder unangenehme Überraschungen durch Lastspitzen machen zu müssen. Wenn Sie erfahren möchten, wie Ihr Team und Ihre Kunden von einem robusten, verteilten, globalen Anwendungsnetzwerk profitieren können, kontaktieren Sie uns noch heute.

Erfahren Sie mehr über das globale Netzwerk von F5.

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Schlagwörter: 2024

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