F5 Friday: F5 Infrastructure as Code mit Terraform

F5-Ökosystem | 26. Oktober 2018

Wie wir bereits festgestellt haben, ist „as Code“ eine bedeutende Bewegung in der gesamten Netzwerkbranche, die auf zentralen Prinzipien der DevOps-Bewegung aufbaut, nach denen möglichst alles „as Code“ behandelt werden sollte.

Wir haben außerdem eine wichtige Unterscheidung zwischen „Infrastructure as Code“ und „Configuration as Code“ vorgenommen. Diese ist in der Netzwerkwelt aufgrund der unterschiedlichen traditionellen Bereitstellungsweisen von Netzwerk- und Anwendungsdiensten notwendig. Die meisten Netzwerk- und Anwendungsdienste werden mit Hardware in Verbindung gebracht, tatsächlich befindet sich jedoch zwischen der Hardware und den von ihr bereitgestellten Diensten eine Plattform. Deshalb kann BIG-IP sowohl als virtuelle Maschine in der Cloud und in lokalen Umgebungen als auch auf unserer speziell entwickelten Hardware bereitgestellt werden. Denn BIG-IP ist nicht die Hardware, sondern die Softwareplattform, über die wir eine Vielzahl von Anwendungsdiensten bereitstellen.

Ebenso wie die Anwendungsplattform – der Web- oder Anwendungsserver beziehungsweise die Anwendungs-Engine – zunächst bereitgestellt werden muss, müssen auch die Plattformen für Netzwerk- und Anwendungsdienste bereitgestellt werden, bevor sie konfiguriert werden können.

Zunehmend – insbesondere in Cloud-Umgebungen – wird dieser Bereitstellungs- und Konfigurationsprozess von Systemen wie Terraform von HashiCorp gesteuert.

Falls Sie Terraform noch nicht kennen, möchte ich die eigene Website zitieren:

Terraform ist ein Tool, mit dem sich Infrastrukturen sicher und effizient erstellen, ändern und versionieren lassen. Terraform kann sowohl bestehende und gängige Dienstanbieter als auch individuelle unternehmensinterne Lösungen verwalten.

Konfigurationsdateien beschreiben Terraform die Komponenten, die zum Ausführen einer einzelnen Anwendung oder Ihres gesamten Rechenzentrums erforderlich sind. Terraform erstellt einen Ausführungsplan, der beschreibt, welche Schritte zum Erreichen des gewünschten Zustands durchgeführt werden, und setzt diesen anschließend um, um die beschriebene Infrastruktur aufzubauen.

Aus <https://www.terraform.io/intro/index.html>

Im Grunde ist Terraform ein Tool zur automatisierten Bereitstellung von Infrastruktur. Mithilfe von Plug-ins vollbringt es die schier endlos erscheinende Aufgabe, ein komplettes Rechenzentrum – oder eine Anwendungsarchitektur – bereitzustellen. Denn es ist nahezu unmöglich, von Terraform selbst zu erwarten, alle Integrationen und Erweiterungen zu entwickeln, die zur Unterstützung des äußerst vielfältigen Ökosystems von Infrastruktur- und Anwendungsdienstanbietern erforderlich sind. Davon gibt es viele, unter anderem in den Bereichen Sicherheit und Skalierung, Identitäts- und Zugriffsverwaltung, Leistungsmanagement und Monitoring – und die Liste ließe sich fortsetzen. Kein einzelner Anbieter könnte darauf hoffen, jede mögliche Infrastrukturkonfiguration zu unterstützen, die der heutige Markt bietet. Ganz im Sinne der Erweiterbarkeit verfügt Terraform daher über ein System, über das Anbieter die Unterstützung für ihre Infrastruktur- und Anwendungsdienste per Plug-in integrieren können.

Das bedeutet, dass wir uns als Anbieter von Anwendungsdiensten in Terraform einklinken und ermöglichen können, die BIG-IP-Plattform „als Code“ zu behandeln.

Weitere Informationen zu unserem Terraform-Provider finden Sie hier auf der Terraform-Website, darunter auch Beispiele für die Bereitstellung (und anschließende Konfiguration) Ihres BIG-IP. Außerdem finden Sie in unserer Community hervorragende Ressourcen – DevCentral –, die Ihnen den Einstieg in die Terraform-Automatisierung Ihres BIG-IP erleichtern.

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Über den Autor

Lori Mac Vittie
Lori Mac VittieDistinguished Engineer und Chief Evangelist | F5

Lori MacVittie ist Distinguished Engineer und Chief Evangelist im Office of the CTO von F5 und verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Anwendungsbereitstellung, Automatisierungsstrategie und Infrastruktur. Sie ist dafür bekannt, Komplexität verständlich zu machen – ob sie Leitplanken für KI-Agenten definiert, fragile Multicloud-Architekturen analysiert oder die Grenzen skalierbarer Systeme auslotet. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Branchenerfahrung in der Anwendungsentwicklung, IT-Architektur sowie im Netzwerk- und Systembetrieb. Bevor sie zu F5 kam, war sie als mehrfach ausgezeichnete Technologie-Redakteurin tätig. MacVittie hat einen Masterabschluss in Informatik und ist eine produktive Autorin, deren Veröffentlichungen die Bereiche Sicherheit, Cloud und Unternehmensarchitektur abdecken. Außerdem spielt sie leidenschaftlich gern Brett- und Videospiele und vertritt mit voller Überzeugung klare Ansichten zum Thema Käse.

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