
Konsistenz ist der Schlüssel, um Multi-Cloud-Herausforderungen souverän zu meistern.
Am Anfang (etwa im Jahr 2007) war die Cloud. Dabei handelte es sich hauptsächlich um SaaS, da Unternehmen bereitwillig sofort einsatzfähige Angebote nutzten, die zuvor gemietete Geschäftsanwendungen durch cloudbasierte Lösungen ersetzten.
Obwohl es zweifellos viele frühe Anwender anderer Cloud-Modelle wie IaaS gab, kam die Migration von Unternehmensanwendungen erst richtig in Gang, als nur noch wenige Anwendungen standardisiert genug waren, um durch ein SaaS-Angebot ersetzt zu werden.
Dieser Trend nimmt gerade erst richtig Fahrt auf. Traditionell umfasste das Anwendungsportfolio eines Unternehmens etwa 300 Anwendungen. Das war, bevor die digitale Transformation zu einem Muss wurde, um in der Anwendungsökonomie wettbewerbsfähig zu bleiben. Inzwischen sind es sicherlich mehr, und der Rückstau ist so lang wie der Berufsverkehr im Silicon Valley auf dem Highway 101. Das bedeutet: Mehr Cloud ist nicht nur wahrscheinlich, sondern so gut wie sicher.
Das bringt jedoch auch mehr Herausforderungen mit sich, denn je mehr Anwendungen in immer mehr Clouds verlagert werden – private und öffentliche, im eigenen Rechenzentrum und extern betriebene –, desto schwieriger wird es, Konsistenz zu gewährleisten. Keine zwei Clouds sind vollkommen gleich. Jede verfügt über eigene APIs und Verwaltungskonsolen sowie ein zunehmend wichtiges Ökosystem. Dafür sind spezielle Kompetenzen, Kenntnisse und Tools erforderlich. Infolgedessen entstehen in Unternehmen immer mehr operative Silos, entsprechend ihren Investitionen in verschiedene Clouds. Jedes Silo hat seine eigene Strategie, seine eigenen Prozesse und Tools. Das allein ist schon anspruchsvoll genug. Zusätzliche Komplexität entsteht durch cloudspezifische Dienste und die daraus resultierenden Richtlinien – eine unbeabsichtigte Folge.
Natürlich werden sich Unternehmen von dieser Herausforderung nicht aufhalten lassen. Sie werden ungeachtet dessen weiter voranschreiten, denn die Vorteile sind die damit verbundenen Wachstumsschmerzen wert.
Eine gute Nachricht für Unternehmen, die den Weg in eine Multi-Cloud-Umgebung einschlagen, ist die Ankündigung, dass VMware Cloud on AWS nun verfügbar ist.
Konsistenz mit VMware Cloud on AWS und F5
Wie Sie sich vielleicht erinnern, wurde VMware Cloud on AWS entwickelt, um diesen Weg zu beschleunigen. Dazu können produktionsbereite VMware-SDDC-Cluster in der globalen AWS-Infrastruktur bereitgestellt werden. Der Schwerpunkt der Veröffentlichung in diesem Monat liegt darauf, Kunden die Entwicklung neuer Anwendungen zu ermöglichen und sie bei der Migration von Anwendungen zu unterstützen.
Unternehmen in die Lage zu versetzen, Anwendungen schneller und nahtlos in die Cloud zu verlagern, ist jedoch nur der erste Schritt. Die meisten Herausforderungen im Zusammenhang mit Multi-Cloud-Umgebungen treten erst auf, nachdem die Anwendung irgendwo in der Cloud reibungslos läuft. Dann rücken ein einheitlicher Betrieb, die Verwaltung und die Einhaltung dieser lästigen SLAs in den Vordergrund. VMware Cloud on AWS begegnet diesen Herausforderungen, indem Unternehmen vorhandene Kompetenzen und Tools weiter nutzen können. So entsteht die nötige betriebliche Konsistenz über verschiedene Umgebungen hinweg, um Stress (und Kosten) in Multi-Cloud-Umgebungen zu reduzieren.
Die Unterstützung des Partner-Ökosystems – einschließlich F5 – ermöglicht es Kunden, mit denselben Diensten, die sie lokal einsetzen, auch in VMware Cloud on AWS eine einheitliche Handhabung von Sicherheit, Identität und Performance sicherzustellen. So lassen sich Investitionen in Kompetenzen, Richtlinienerstellung und Tools auf die Cloud ausweiten.
Die Möglichkeit, in die Cloud migrierende Apps einheitlich zu verwalten und abzusichern, verschafft Unternehmen den nötigen finanziellen und zeitlichen Spielraum, um sich auf den Rückstau an Anwendungen zu konzentrieren, die für den Geschäftserfolg in der digitalen Wirtschaft erforderlich sind. Das ist wichtig, denn laut einem Anfang 2017 veröffentlichten Bericht von OutSystems, für den mehr als 3.200 IT-Fachkräfte befragt wurden, gaben 44 % an, in diesem Jahr mehr als 10 Anwendungen entwickeln zu wollen, und fast jeder Siebte plant die Entwicklung von mehr als 100 Apps. Das bedeutet auch mehr Arbeit für diejenigen, die diese Apps bereitstellen, absichern und deren Leistung verwalten – viele davon werden zweifellos von vornherein für Public Clouds konzipiert sein. Mit der Verfügbarkeit von VMware Cloud on AWS wollen VMware und seine Partner diesen Prozess so reibungslos und erfolgreich wie möglich gestalten.
Weitere Informationen finden Sie hier zu VMware Cloud on AWS, und mehr über F5 und VMware erfahren Sie hier.
Über den Autor

Lori MacVittie ist Distinguished Engineer und Chief Evangelist im Office of the CTO von F5 und verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Anwendungsbereitstellung, Automatisierungsstrategie und Infrastruktur. Sie ist dafür bekannt, Komplexität verständlich zu machen – ob sie Leitplanken für KI-Agenten definiert, fragile Multicloud-Architekturen analysiert oder die Grenzen skalierbarer Systeme auslotet. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Branchenerfahrung in der Anwendungsentwicklung, IT-Architektur sowie im Netzwerk- und Systembetrieb. Bevor sie zu F5 kam, war sie als mehrfach ausgezeichnete Technologie-Redakteurin tätig. MacVittie hat einen Masterabschluss in Informatik und ist eine produktive Autorin, deren Veröffentlichungen die Bereiche Sicherheit, Cloud und Unternehmensarchitektur abdecken. Außerdem spielt sie leidenschaftlich gern Brett- und Videospiele und vertritt mit voller Überzeugung klare Ansichten zum Thema Käse.
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