Sollte die Cloud nicht eigentlich einfach sein?
Bei der Nutzung einer einzelnen Cloud lautet die Antwort in der Regel eindeutig: Ja. Allerdings nutzen die meisten Unternehmen heutzutage nicht nur eine einzige Cloud (wie aus dem SOAS-Bericht 2019 von F5 hervorgeht), sondern vielmehr eine Kombination aus mehreren öffentlichen und privaten Anbietern. Die Nutzung mehrerer Clouds erhöht die betriebliche Komplexität, da jede davon eigene Infrastrukturen, Dienste und Tools sowie unterschiedliche Schnittstellen und Begrifflichkeiten mit sich bringt. Der Schlüssel zur Vereinfachung von Multi-Cloud-Architekturen liegt darin, Elemente wo immer möglich zu standardisieren. Durch den Einsatz von Tools, die umgebungsübergreifend verwendet werden können, wird ein Großteil dieser Komplexität abstrahiert, während sich das Serviceportfolio von einem cloudspezifischen zu einem cloudunabhängigen Ansatz entwickelt.
Einer der vielen Vorteile des Einsatzes von F5 in einer Multi-Cloud-Architektur besteht darin, dass sich Richtlinien für Anwendungsdienste dank der einheitlichen Ausgestaltung der F5-Dienste in verschiedenen Umgebungen problemlos plattformübergreifend wiederverwenden und replizieren lassen. Sehen wir uns einige Situationen genauer an, in denen Ihr Unternehmen von einheitlichen Richtlinien über mehrere Clouds hinweg profitieren kann.
1) Multi-Cloud-Sicherheitslücken schnell schließen
Stellen Sie sich ein Szenario vor, in dem Anwendungen, die gängige Frameworks und Bibliotheken verwenden, über AWS, Azure und Ihr lokales Rechenzentrum verteilt ausgeführt werden. Da Sicherheit für Ihr Unternehmen wichtig ist, haben Sie vor jeder Anwendung Web Application Firewalls (WAFs) eingerichtet. Wenn Sie eine Kombination aus cloudnativen Diensten und den Lösungen Ihres gewählten Rechenzentrumsanbieters verwenden, wird nun jeder Standort durch eine andere Web Application Firewall mit jeweils eigenen Richtlinienimplementierungen, Tools und Prozessen geschützt. Und wenn in einer der Komponenten unweigerlich eine Schwachstelle entdeckt wird: Was tun Sie?
Da Sie sich für einen cloudspezifischen Ansatz zur Multi-Cloud-Sicherheit entschieden haben, müssten Sie zur Behebung des Problems wahrscheinlich jede WAF-Richtlinie einzeln prüfen und für jede einen eigenen Patch entwickeln – was nicht gerade die schnellste oder einfachste Aufgabe ist. Hätten Sie sich hingegen für einen cloudunabhängigen Ansatz entschieden und in jeder Umgebung eine F5 WAF bereitgestellt, hätten Sie lediglich eine einzige Richtlinie ändern müssen, die für alle WAF-Instanzen gilt. Außerdem könnten Sie diese aktualisierte Richtlinie über eine zentrale Konsole per API-Aufruf oder Mausklick automatisch an jede Instanz verteilen und so eine beträchtliche Menge jener kostbaren Ressource sparen, die wir Zeit nennen.
Sobald diese Richtlinie von Ihrem Sicherheitsteam zur Verwendung freigegeben wurde, kann sie außerdem als Vorlage in einem BIG-IQ-Richtlinienkatalog gespeichert werden. Von dort aus können DevOps- oder Anwendungsteams diese vorab genehmigte Richtlinie per API-Aufruf schnell in ihre CI/CD-Pipelines übernehmen und so die gesamte Anwendungsbereitstellung optimieren. Auf diese Weise kann SecOps beruhigt sein, da für alle Anwendungen (neue wie bestehende) stets die aktuellsten Sicherheitsrichtlinien durchgesetzt werden und zugleich die Anwendungsbereitstellung beschleunigt wird.
2) Nahtlos weiterentwickeln
Fragt man Unternehmen nach ihrer langfristigen Cloud-Strategie, sind die Antworten meist von Unsicherheit geprägt, da das hohe Innovationstempo im Cloud-Bereich verlässliche Prognosen erschwert. Die meisten haben eine recht klare Vorstellung davon, welche Cloud(s) sie nutzen oder künftig nutzen möchten. Doch angesichts der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Plattformen und Diensten kann niemand garantieren, dass die beste Cloud für ihre Anwendung von heute auch morgen noch die beste sein wird. Vielleicht macht ein innovativer neuer Cloud-Dienst die Migration von Anwendungen erforderlich, oder eine Kostenanalyse zeigt, dass sich die Ausgaben mit einem anderen Anbieter drastisch senken ließen. Möglicherweise führt auch ein Wechsel in der IT-Leitung zu einer Kehrtwende bei der Cloud-Strategie. Angesichts all dieser Unsicherheiten ist es wichtig, Ihre Investitionen zukunftssicher zu gestalten, um die Risiken bei der Einführung neuer Clouds oder Infrastrukturen zu minimieren.
Wie bei unserem Sicherheitsszenario kann auch hier Konsistenz hilfreich sein. Die Anwendungsdienste von F5 sind plattformübergreifend im Wesentlichen identisch. Das ist entscheidend, wenn Sie von einer Cloud zu einer anderen oder von Ihrem Rechenzentrum in die Cloud migrieren, da Sie praktisch alle vorhandenen Servicerichtlinien, iRules und Instanzkonfigurationen in verschiedenen Umgebungen replizieren und wiederverwenden können. Dadurch können Sie wahrscheinlich viel Zeit sparen und Ihre Migration erheblich vereinfachen. Doch verlassen Sie sich nicht nur auf unser Wort: Sowohl Gold Digest Online als auch die Alberta Motor Association profitierten enorm davon, da sie ihren Umstieg auf AWS vereinfachten, indem sie ihre bestehenden F5-Dienste und -Richtlinien übernahmen.
3) Verbesserung der Notfallwiederherstellung
Sowohl private Rechenzentren als auch kommerzielle Cloud-Anbieter fallen gelegentlich aus, wobei Hardwaredefekte, Stromausfälle und Sicherheitsverletzungen die häufigsten Ursachen sind. Daher richten viele Unternehmen zusätzliche Notfallwiederherstellungsstandorte ein – nicht nur an anderen Standorten, sondern auch bei anderen Anbietern –, um sicherzustellen, dass ihre unternehmens- und geschäftskritischen Anwendungen verfügbar bleiben. Wenn diese Notfallwiederherstellungsstandorte zum Einsatz kommen, darf die Benutzererfahrung der Anwendungsnutzer keinesfalls beeinträchtigt werden.
Mit F5 können Anwendungsanfragen mithilfe einer Aktiv/Standby-HA-Konfiguration nicht nur nahtlos vom primären Standort auf den DR-Standort umgeleitet werden, sondern dank fortschrittlicher und konsistenter Services in allen Umgebungen bleibt auch die Benutzererfahrung unverändert. Die Konfigurationssynchronisierung von F5 stellt sicher, dass alle Änderungen an den primären BIG-IP-Geräten fortlaufend an die gesamte Gerätegruppe übertragen werden können, einschließlich der Geräte in der DR-Region. Von iRules und Profilen bis hin zu SSL-Zertifikaten und virtuellen IP-Adressen lässt sich alles umgebungsübergreifend synchronisieren, um die Geschäftskontinuität trotz Systemausfällen sicherzustellen.
Erfahren Sie mehr darüber, wie F5 Sie bei der Verwaltung einheitlicher Richtlinien unterstützen kann, hier.
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