Zentralisierung der Bedrohungsvisualisierung, Alarmierung und Berichterstellung für BIG-IP Advanced WAF mit Azure Sentinel

F5-Ökosystem | 22. November 2022

Die Nachfrage nach Anwendungen für Unternehmen und Verbraucher zeigt keine Anzeichen einer Abschwächung und hat zu einer rasanten Zunahme von Workloads in verteilten Multi-Cloud-Architekturen geführt. Gleichzeitig treten Cyberbedrohungen immer häufiger auf und werden zunehmend raffinierter, sodass Sicherheitsteams kaum eine andere Wahl bleibt, als umfassend in die neuesten und leistungsfähigsten Technologien zum Schutz ihrer Anwendungsportfolios und Daten zu investieren. Für viele bedeutet dies, eine Vielzahl unterschiedlicher Lösungen – in der Regel von zahlreichen Anbietern – einzusetzen, um sich wirksam gegen ein breites Spektrum von Bedrohungen abzusichern. Daraus folgt, dass jede Lösung wahrscheinlich eigene Funktionen für Ereigniswarnungen und Dashboards bietet, die voneinander isoliert sind. Dadurch wird die Erstellung eines umfassenden, lösungsübergreifenden Bedrohungsbildes mühsam, zeitaufwendig und äußerst ineffektiv. Dieses Szenario wird in Abbildung 1 unten schematisch dargestellt.

Abbildung 1: Beispiel für Multi-Cloud-Architekturen, die die Sicherheitstransparenz und die Alarmierung komplexer machen

Da die Sicherheitsteams der meisten Unternehmen für den Schutz komplexer Architekturen verantwortlich sind, die aus weitaus mehr Sicherheitsgeräten und -umgebungen bestehen als in Abbildung 1 dargestellt, ist dieses Betriebsmodell eindeutig nicht skalierbar und könnte Anwendungen und Daten einem erhöhten Risiko aussetzen. Aus diesem Grund setzen viele auf Security Information & Event Management (SIEM)-Lösungen, um Daten aus mehreren Sicherheitssystemen zu aggregieren, zu analysieren und zu visualisieren. Wenig überraschend ergab eine 2022 durchgeführte SIEM-Umfrage von Cybersecurity Insiders, dass 80 % der Unternehmen bereits eine SIEM-Lösung implementiert haben oder dies in naher Zukunft planen. Die Hauptgründe dafür sind eine schnellere Erkennung von Ereignissen und effizientere Sicherheitsabläufe. Demselben Bericht zufolge folgte der SIEM-Markt zwischen 2021 und 2022 dem allgemeinen Markttrend hin zu Cloud- und SaaS-basierten Angeboten: Weniger Unternehmen entschieden sich für die lokale Bereitstellung hardware- oder softwarebasierter SIEM-Lösungen, während mehr Unternehmen zu cloudbasierten SaaS-Lösungen wie Azure Sentinel und Sumo Logic wechselten. Sofern Sicherheitsanbieter Integrationen mit SIEM-Lösungen anbieten, lässt sich unsere Beispielarchitektur aus Abbildung 1 erheblich vereinfachen, indem alle Bedrohungsereignisse in einem zentralen SIEM-Tool zusammengeführt werden, wie in Abbildung 2 dargestellt.

Abbildung 2: Vereinfachung von Sicherheitswarnungen und Transparenz in Multi-Cloud-Umgebungen durch die Einführung von SIEM-Tools

Nachdem F5 in den vergangenen Jahren eine zunehmende SIEM-Nutzung durch Kunden beobachtet hat, wurde die Validierung der SIEM-Integration in die eigene Produktpalette zu einem zentralen Schwerpunkt. Ob BIG-IP, NGINX oder F5 Distributed Cloud Services – jede Lösung ist mit einer Vielzahl führender SIEM-Plattformen kompatibel, darunter Splunk, Exabeam und Microsoft Azure Sentinel.

Was Letzteres betrifft, so bietet F5s BIG-IP Advanced WAF bereits seit mehreren Jahren eine Integration mit Azure Sentinel, die von einer beträchtlichen Anzahl von Azure-Kunden genutzt wird. Unabhängig davon, wo BIG-IP Advanced WAF-Instanzen bereitgestellt werden – lokal, in einem Colocation-Rechenzentrum, in Azure oder in einer anderen Cloud-Umgebung – ermöglicht diese Integration Sentinel, Echtzeitdaten von jeder Instanz zu erfassen und eine konsolidierte Übersicht über Bedrohungen im gesamten Anwendungsportfolio eines Unternehmens bereitzustellen. Dieses Szenario wird unten in unserem dritten und letzten Diagramm dargestellt.

Abbildung 3: Aggregation verteilter Daten und Warnmeldungen von BIG-IP Advanced WAF in Azure Sentinel

Derzeit gibt es zwei Methoden, um BIG-IP Advanced WAF-Instanzen mit Azure Sentinel zu verbinden. Beide werden empfohlen und sind vollkommen kostenlos. Die erste nutzt F5 Telemetry Streaming. Dabei handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine Erweiterung für BIG-IP, mit der Daten an Analyselösungen von Drittanbietern gestreamt werden können. Die einzige Voraussetzung für diesen Ansatz ist, dass auf jeder Instanz mindestens die Softwareversion v13.1 ausgeführt wird. Alternativ werden auch die gängigeren Branchenverfahren Syslog und CEF (Common Event Format) unterstützt.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihre BIG-IP Advanced WAF-Instanzen mit Azure Sentinel verbinden können, finden Sie in den unten aufgeführten Azure Marketplace-Einträgen weitere Informationen zu den einzelnen Integrationsmethoden:

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Schlagwörter: 2022

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Tom Atkins
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