Was uns sechs Jahre Daten aus dem „State of Application Services“-Bericht über die Bereitschaft von Unternehmen verraten

F5-Ökosystem | 06. April 2020

Vor etwa einem Monat haben wir unseren sechsten jährlichen Bericht „State of Application Services“ (SOAS) veröffentlicht. Darin vertraten wir von Anfang an die These, dass Anwendungsdienste, da sie zwischen der Anwendung und dem Endnutzer angesiedelt sind, unverzichtbare Bestandteile jeder erfolgreichen Interaktion mit einer Anwendung sind. Anwendungsdienste sorgen für hochwertige Kundenerlebnisse, die die Kundenbindung fördern, optimieren die Kommunikation über Multi-Cloud-Architekturen hinweg und ermöglichen die wirksame Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen, um Vertrauen zu schaffen.

2015 prognostizierten wir, dass Anwendungsdienste noch wichtiger werden würden, da Anwendungen und Daten zunehmend über verschiedene Clouds verteilt waren und die digitale Transformation neue Ökosysteme und Geschäftsmodelle hervorbrachte. Die steigenden Nutzungsraten bei nahezu allen Anwendungsdiensten haben unsere Prognose bestätigt. Einige Beispiele hierfür sind:

  • Der Anteil der WAF-Absicherung liegt 2020 bei 71 %, gegenüber 56 % im Jahr 2015.
  • Die Implementierungen von DDoS-Schutzlösungen sind von 53 % im Jahr 2015 auf 70 % gestiegen
  • Der Einsatz von Lastverteilung, der bereits 2015 weit verbreitet war, ist gegenüber 2015 um 4 Prozentpunkte auf 74 % gestiegen.

Je deutlicher die Auswirkungen von COVID-19 zutage treten, desto klarer wird auch, welch wichtige Rolle Anwendungsdienste spielen. Während Unternehmen ihre weltweit verteilten Beschäftigten in kürzester Zeit für die Arbeit im Homeoffice mobilisieren, rücken Leistung, Verfügbarkeit und Sicherheit ihrer Unternehmensanwendungen in den Fokus. In unseren Gesprächen mit Kunden und Partnern auf der ganzen Welt im vergangenen Monat beobachten wir, dass einige der Anwendungsdienste, die bereits 2015 ganz oben auf der Liste standen, erneut verstärkt in den Mittelpunkt rücken: Lastverteilung, Netzwerk-Firewalls, Virenschutz und vor allem Identitäts- und Zugriffsmanagement.

Die meisten Unternehmen verfügen zwar über die nötige Infrastruktur, damit ein begrenzter Anteil ihrer Beschäftigten jederzeit im Homeoffice arbeiten kann. Nur selten mussten sie jedoch innerhalb von ein oder zwei Wochen ihre Kapazitäten auf Dutzende, Hunderte oder gar Tausende von Beschäftigten ausweiten. Anwendungsdienste führen Benutzeridentitäten zusammen und ermöglichen Single Sign-on, um weltweit eine nahtlose und sichere Benutzererfahrung zu gewährleisten. Unsere Daten aus den vergangenen sechs Jahren zeigen, dass die meisten Unternehmen zumindest über eine grundlegende Architektur verfügten, die eine solche Skalierung ermöglichte. Zu den wichtigsten Indikatoren zählen:

  • SSL-VPN-Bereitstellungen liegen inzwischen bei 83 %, gegenüber 68 % im Jahr 2015
  • Der Einsatz von Identitätsföderation stieg von 38 % im Jahr 2015 auf 55 %.
  • Die Implementierungen von Zugriffskontrollen für Anwendungen sind gegenüber 52 % im Jahr 2015 auf 67 % gestiegen.

Ein Anwendungsdienst, dessen Nutzung stabil blieb, war die virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) mit 38 % im Jahr 2015 und 39 % im Jahr 2020. Wir vermuten, dass diese Werte in diesem Monat kontinuierlich steigen, da VDI den Beschäftigten den Zugriff auf ihre Desktops von einem privaten PC aus ermöglicht und Unternehmen so Zeit verschafft, Laptops und andere benötigte Geräte bereitzustellen. Ebenso ermöglichen Load Balancing, Global Server Load Balancing und DNS eine unverzichtbare Überwachung von Kapazität und Bandbreite, um auch in Zeiten mit Spitzenauslastung eine gleichbleibende Leistung sicherzustellen.

Es wird vermutet, dass eine langfristige Folge der COVID-19-Krise die Beschleunigung von Initiativen zur digitalen Transformation sein wird. Damit dies gelingt, müssen Anwendungsdienste bei der Verwaltung und dem Schutz von Anwendungen auch weiterhin eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Diese Dienste entkoppeln die Anwendungsbereitstellung von den Einschränkungen der physischen Infrastruktur, ermöglichen Erkenntnisse über Anwendungen und Geschäftsprozesse und bieten höchstmögliche Wirksamkeit gegenüber der Bedrohungslandschaft. Sollten sich die Trends der vergangenen sechs Jahre in den kommenden sechs Jahren fortsetzen, liegen diese Prognosen durchaus im Bereich des Möglichen.

Jedes Jahr freuen Lori MacVittie und ich uns darauf, die Ergebnisse zu analysieren. Es ist wirklich ein Geschenk, das uns alljährlich Tausende von Menschen machen, indem sie sich die Zeit nehmen, uns von ihren Implementierungen und ihrer Nutzung von Anwendungsdiensten zu berichten. Dafür sind wir aufrichtig dankbar und wünschen allen Sicherheit und Gesundheit.


Laden Sie den Bericht „State of Application Services 2020“ herunter und verfolgen Sie die Diskussion unter @f5networks und dem Hashtag #AppServices.

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Schlagwörter: 2020

Über den Autor

Cindy Borovick
Cindy BorovickF5 Leiter Markt- und Wettbewerbsstrategie | F5

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