Finanzdienstleister in der EMEA-Region zunehmend von Betrugsangriffen im Web betroffen
Veröffentlicht am 20. Mai 2015
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IT-Entscheidungsträger in zehn Ländern weisen auf finanzielle Verluste und regulatorische Bedenken infolge einer Welle von Malware-, Phishing-, Zugangsdaten-Diebstahl- und Session-Hijacking-Angriffen hin
Die wichtigsten Punkte
- Fast die Hälfte der befragten Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Polen, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien erlitt in den vergangenen zwei Jahren erhebliche finanzielle Verluste.
- 73 % betrachten eine Rufschädigung als ihre größte Sorge.
- Das Ausmaß und die Komplexität des Problems steigern die Nachfrage nach mehrstufiger Betrugserkennung und Schutzmaßnahmen für Web- und mobile Anwendungen.
- Wachsende Präferenz für hybride Lösungen in größeren Unternehmen.
EDINBURGH, Schottland, 20. Mai 2015: Finanzdienstleistungsunternehmen in der gesamten EMEA-Region sind zunehmend der wachsenden Bedrohung durch Internetbetrug ausgesetzt und darüber besorgt. Dies geht aus einer neuen, von F5 Networks1 in Auftrag gegebenen Umfrage hervor.
IT-Entscheidungsträger berichteten, dass sie durch Malware, Phishing, den Diebstahl von Zugangsdaten und Session-Hijacking-Angriffe fortwährend erhebliche finanzielle Schäden und Reputationsverluste erleiden. Dies führt zu einer stark steigenden Nachfrage nach mehrschichtigen Lösungen zum Schutz vor Betrug im Web und auf Mobilgeräten.
Die Umfrage ergab, dass 48 % der Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren durch Online-Betrug finanzielle Verluste zwischen 50.000 £ und 500.000 £ erlitten hatten. 9 % verloren mehr als 500.000 £ und 3 % mehr als 1 Mio. £.
73 % nannten Reputationsschäden als größte Sorge bei solchen Angriffen, während 72 % Umsatzeinbußen und den Aufwand durch die vorgeschriebenen umfassenden Sicherheitsprüfungen befürchteten. Weitere erhebliche negative Auswirkungen waren ein Rückgang des Kundenvertrauens und der Kundenbindung (64 %) sowie mögliche Bußgelder durch Aufsichtsbehörden (62 %).
„Ob Phishing-Angriffe, Man-in-the-Middle, Man-in-the-Browser oder andere trojanerbasierte Aktivitäten wie Web-Injections, Formular-Hijacking, Seitenmanipulationen und Transaktionsmanipulationen – die Gefahren durch Webbetrug sind für Unternehmen jeder Art allgegenwärtig und weitreichend“, sagte Gad Elkin, EMEA Security Director bei F5.
„Mehr denn je ist es unerlässlich, die Art der Bedrohungen zu verstehen und Lösungen zu implementieren, die Angriffe abwehren, bevor sie echten Schaden anrichten. Wer dabei richtig vorgeht, wird mit Kundentreue und Gewinn belohnt. Wer dies nicht tut, riskiert genau das, was ihm am meisten Sorgen bereitet: eine Schädigung seines Rufs.“
Über 35 % der Befragten gaben an, durch verschiedene Online-Angriffe finanzielle Verluste infolge von Betrug erlitten zu haben. Hauptursache war Malware (75 %), gefolgt von Phishing (53 %), dem Abgreifen von Zugangsdaten (53 %) und dem Kapern von Sitzungen (35 %).
Bei den Abwehrstrategien gaben 37 % aller befragten Unternehmen an, zur Abwehr von Internetbetrug hybride Lösungen zu bevorzugen, die lokale und externe Dienste kombinieren. Bei Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten lag dieser Anteil sogar bei 59 %.
55 % der Befragten geben an, mehrschichtige Lösungen zur Betrugsprävention eingeführt zu haben. Am beliebtesten waren in Endgeräte integrierte Lösungen (62 %), gefolgt von der Analyse der Seitennavigation zur Erkennung verdächtiger Navigationsmuster (59 %) und der Analyse von Entitätsverknüpfungen zwischen Benutzern, Konten und Geräten zur Erkennung krimineller Aktivitäten und/oder missbräuchlicher Nutzung (59 %). Auch Lösungen zur Analyse des Benutzerverhaltens und zum Vergleich bestimmter Kanäle spielten eine wichtige Rolle (55 %).
Der größte Teil des Budgets wurde für den Schutz vor Betrug im Webkanal (52 %) und für den Schutz vor mobilem Betrug (36 %) aufgewendet.
Vor diesem Hintergrund erläuterte Elkin, dass die Nachfrage nach Lösungen mit clientlosem Schutz vor Online-Betrug wächst. Diese ermöglichen es Unternehmen, jedes Gerät in Echtzeit gegen sämtliche Arten von Online-Bedrohungen zu schützen, ohne dass die Nutzer etwas tun müssen. So lassen sich Gefahren wie schädlicher HTML-Code oder eingeschleuste Skripte abwehren. Dazu zählen auch neuere Bedrohungen wie die Dyre-Malware, die über ein breites Spektrum an Funktionen verfügt und damit zu den derzeit gefährlichsten Banking-Trojanern zählt. „Betrüger entwickeln ihre Methoden ständig weiter und nutzen das schwächste Glied aus: den Endnutzer“, erklärte Elkin.
„Unternehmen verfolgen beim Schutz ihrer Rechenzentren einen fortschrittlichen Ansatz, indem sie eine Multi-Faktor-Authentifizierung implementieren und Anwendungen durch serverseitige Kontrollen schützen. Dennoch ist es vielen nicht gelungen, den Endpunkt, an dem Benutzer mit Webanwendungen interagieren, wirksam abzusichern.“
1Umfrage von IDG Connect (www.idgconnect.com) unter mehr als 100 IT-Entscheidungsträgern in Finanzdienstleistungsunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten. Die Umfrage umfasst Antworten aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Polen, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien.
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