Das Address Resolution Protocol (ARP), das von der Internet Engineering Task Force (IETF) in RFC 826 definiert wurde, ist ein grundlegendes Netzwerkprotokoll, das Internet-Protocol-Adressen (IP-Adressen) den entsprechenden Ethernet-Media-Access-Control-Adressen (MAC-Adressen) zuordnet. Da IP-Adressen auf der Vermittlungsschicht (Schicht 3) des OSI-Modells verwendet werden, können sie nicht direkt auf der Sicherungsschicht (Schicht 2) genutzt werden, die für die Übertragung von Ethernet-Frames stattdessen auf MAC-Adressen zurückgreift.

Um eine Datenkommunikation über Ethernet herzustellen, sendet der initiierende Host eine ARP-Anfrage an alle Knoten im selben Netzwerksegment. Diese Anfrage enthält die IP-Adresse des Zielknotens. Der Knoten mit der angefragten IP-Adresse antwortet direkt mit einer ARP-Antwort, die seine eigene MAC-Adresse enthält. Nach Erhalt dieser Antwort kann der Absender die IP-Pakete in Ethernet-Frames kapseln, die auf Schicht 2 entsprechend adressiert sind.

ARP wird speziell in IPv4-Netzwerken eingesetzt. In IPv6-Netzwerken übernimmt das funktional gleichwertige Neighbor Discovery Protocol (NDP), das in RFC 4861 standardisiert ist, die Zuordnung von IP- zu MAC-Adressen.