Dynamische Anwendungssicherheitstests (DAST)
DAST, kurz für „Dynamic Application Security Testing“, bezeichnet die dynamische Prüfung der Sicherheit einer Anwendung. Häufig wird DAST „SAST“ (Static Application Security Testing) gegenübergestellt. Während DAST Sicherheitslücken in einer laufenden Anwendung identifiziert, untersucht SAST den Quellcode einer Anwendung im statischen Zustand, um potenzielle Schwachstellen aufzudecken.
Weder DAST noch SAST ist für sich allein ausreichend, da beide Verfahren ihre jeweiligen Stärken und Grenzen haben. DAST eignet sich besonders gut zur Erkennung hochpriorisierter, realer Bedrohungen, indem die Anwendung im laufenden Betrieb geprüft wird. Eine umfassende Testabdeckung erfordert jedoch umfangreiche Tests, und bei einem ungeeignet festgelegten Testumfang besteht die Gefahr, dass kritische Schwachstellen übersehen werden. SAST hingegen ermöglicht durch die Analyse der gesamten Codebasis umfassendere Tests, doch die dabei erkannten Schwachstellen stellen nicht zwangsläufig hochpriorisierte, reale Bedrohungen dar.
Um die Anwendungssicherheit zu erhöhen, ist eine kombinierte Strategie unerlässlich. DAST hilft dabei, akute Schwachstellen mit hoher Priorität zu beheben, während SAST eine gründliche statische Analyse des Anwendungscodes gewährleistet. So entsteht ein robusterer, stärker auf Sicherheit ausgerichteter Entwicklungszyklus.

