Was ist FTP (File Transfer Protocol)?

FTP, kurz für „File Transfer Protocol“ (Dateiübertragungsprotokoll), ist ein Protokoll der Anwendungsschicht, das zur Übertragung von Dateien zwischen zwei Computern verwendet wird. Dabei stellt ein FTP-Client eine Verbindung zu einem FTP-Server her, auf dem sich der Benutzer mit seinen Anmeldedaten authentifiziert. Nach erfolgreicher Authentifizierung können Dateien vom Client auf den Server hochgeladen oder vom Server auf den Client heruntergeladen werden.

FTP verwendet zwei TCP-Verbindungen:

  1. Steuerverbindung: Wird zur Übertragung von Steuerbefehlen und Antworten verwendet. Der Server wartet an Port 21 auf Anfragen zum Aufbau einer Steuerverbindung, die ausschließlich vom Client initiiert werden.
  2. Datenverbindung: Wird zur Übertragung von Dateien verwendet. Diese Verbindung kann entweder vom Client oder vom Server initiiert werden. Wird sie vom Server initiiert, spricht man vom aktiven Modus; vom Client initiierte Verbindungen werden hingegen als passiver Modus bezeichnet.

FTP wurde traditionell für Aufgaben wie das Hochladen von Webseiten und zugehörigen Dateien auf Webserver oder die Verteilung von Software und Dateien von Servern verwendet. Aufgrund seiner langen Geschichte, die bis in die Anfangszeit des Internets zurückreicht, weist FTP jedoch bekanntermaßen Sicherheitslücken auf. Daher haben sich in den letzten Jahren sicherere Alternativen durchgesetzt. Beispielsweise werden HTTP-Downloads inzwischen häufig zur Verteilung von Dateien und Software über Websites genutzt, während Content-Management-Systeme (CMS) für die Aktualisierung von Webinhalten immer beliebter geworden sind.