Was ist ein Forward-Proxy?

Ein Forward-Proxy ist ein Gerät oder eine Software, das bzw. die zwischen einem internen Netzwerk (beispielsweise einem Unternehmensnetzwerk) und dem Internet eingesetzt wird. Er fungiert als Vermittler für interne Computer (Clients), die aus Sicherheitsgründen keinen direkten Zugriff auf das Internet haben sollen. Die Clients im internen Netzwerk stellen über den Forward-Proxy Verbindungen zu Servern im Internet her. Aus Sicht des Internets erscheint der Forward-Proxy als Client.

Forward-Proxys werden nicht nur für die sichere Kommunikation mit dem Internet eingesetzt, sondern auch, um beispielsweise den Zugriff auf unerwünschte Websites zu sperren (Filterung) und durch das Zwischenspeichern von Inhalten einen schnelleren Zugriff zu ermöglichen. Von externen Servern abgerufene Inhalte können im Cache des Forward-Proxys gespeichert werden, sodass spätere Anfragen nach denselben Inhalten schneller beantwortet werden können.

Im Gegensatz dazu ist ein „Reverse-Proxy“ eine Art Proxy, der Anfragen aus externen Netzwerken an Server innerhalb eines internen Netzwerks weiterleitet. Reverse-Proxys werden unter anderem eingesetzt, um die Sicherheit zu gewährleisten und eine Lastverteilung zu ermöglichen. Im Allgemeinen sind mit dem Begriff „Proxys“ üblicherweise Forward-Proxys gemeint.

Während typische Forward-Proxys für Clients innerhalb eines internen Netzwerks vorgesehen sind, gibt es auch im Internet bereitgestellte Forward-Proxys, die öffentlich zugänglich sind. Diese werden als „öffentliche Proxys“ bezeichnet.