Was ist ein Hypervisor?

Ein Hypervisor ist eine Steuerungssoftware, die die Virtualisierung eines Computers ermöglicht, sodass mehrere virtuelle Computer auf einem einzigen physischen Server ausgeführt werden können. Diese in einer virtuellen Umgebung betriebenen Computer werden als „virtuelle Maschinen“ bezeichnet.

Es gibt zwei Hauptarten von Virtualisierungsmethoden:

  1. Hostbasierte Virtualisierung:
    Bei dieser Methode wird die Virtualisierungssoftware auf einem Betriebssystem (Hostbetriebssystem) ausgeführt, auf dem wiederum virtuelle Maschinen (Gastbetriebssysteme) betrieben werden. Dieser Ansatz ermöglicht die einfache Einrichtung von Virtualisierungsumgebungen – ähnlich wie bei der Ausführung einer Anwendung – und erlaubt es, das Host- und das Gastbetriebssystem auf demselben Bildschirm anzuzeigen. Allerdings beansprucht diese Methode Ressourcen für das Hostbetriebssystem, das nicht immer für die Virtualisierung optimiert ist. Daher eignet sie sich weniger für den Betrieb mehrerer virtueller Maschinen auf einem einzigen physischen Server. Typischerweise wird sie beispielsweise eingesetzt, um Windows unter macOS auszuführen und plattformübergreifende Funktionen zu nutzen.
  2. Hypervisor-basierte Virtualisierung:
    Bei dieser Methode wird der Hypervisor direkt auf der Hardware ausgeführt, auf der wiederum die virtuellen Maschinen betrieben werden. Dieser Ansatz ist besser für die Virtualisierung optimiert und eignet sich daher besser für den Betrieb zahlreicher virtueller Maschinen auf einem einzigen physischen Server. Er wird häufig für die Servervirtualisierung eingesetzt und ist auch bei Virtual Desktop Infrastructure (VDI) üblich. Dabei werden Desktop-Umgebungen virtualisiert und auf Servern ausgeführt, während lediglich die Bildschirmausgabe an die Client-Terminals übertragen wird.

Zu den gängigen Hypervisoren gehören vSphere ESXi von VMware, XenServer von Citrix, Hyper-V von Microsoft und die Linux-basierte Kernel-based Virtual Machine (KVM).