Internet Control Message Protocol (ICMP)
Was ist ICMP (Internet Control Message Protocol)?
ICMP, kurz für „Internet Control Message Protocol“, ist ein Protokoll, das in der IP-basierten Kommunikation für Fehlermeldungen, zur Überprüfung der Betriebsbereitschaft von Kommunikationspartnern und zum Austausch von Steuernachrichten verwendet wird. Die Internet Engineering Task Force (IETF) hat ICMP für IPv4 als RFC 792 und für IPv6 als RFC 4443 standardisiert.
Obwohl ICMP wie TCP oder UDP auf einer höheren Schicht arbeitet, wird es häufig als Erweiterung von IP betrachtet. Zu den ICMP-Meldungen gehören Echo-Antworten, Ziel nicht erreichbar, Source Quench (Übertragungsdrosselung), Umleitungsaufforderungen und Echo-Anfragen. Echo-Anfragen und Echo-Antworten werden üblicherweise verwendet, um die Funktionsfähigkeit entfernter TCP/IP-Protokollstapel zu überprüfen, und sind im ping-Befehl implementiert.
ICMP-Echo-Anfragen können jedoch für ICMP-Flood-Angriffe missbraucht werden, eine Form von DoS-/DDoS-Angriffen. Bei dieser Methode sendet das Netzwerk des Angreifers große Mengen an ICMP-Paketen, deren Quell-IP-Adresse so gefälscht ist, dass sie der IP-Adresse des angegriffenen Servers entspricht. Diese Pakete werden im gesamten Netzwerk des Opfers per Broadcast verteilt. Hosts, die die ICMP-Echo-Anfragen empfangen, senden gleichzeitig Echo-Antworten an die gefälschte Quelladresse. Dadurch wird der Zielserver überlastet und die Netzwerkkommunikation verlangsamt. Diese Art von Angriff wird aufgrund der Fälschung der Quelladresse auch als Smurf-Angriff bezeichnet.
F5 BIG-IP-Lösungen bieten integrierten Schutz vor ICMP-Flood-Angriffen, sodass sich diese Bedrohungen ohne umfangreiche Konfigurationsänderungen abwehren lassen.
