Was ist der passive Modus (FTP)?

Der passive Modus, auch als „PASV-Modus“ bezeichnet, ist einer der Betriebsmodi von FTP (File Transfer Protocol), das zur Übertragung von Dateien zwischen zwei Computern verwendet wird.

Bei FTP stellt der Client eine Verbindung zum Server her, authentifiziert den Benutzer anhand seiner Anmeldedaten und führt Dateiübertragungen durch, beispielsweise das Hochladen von Dateien auf den Server oder das Herunterladen von Dateien vom Server. FTP verwendet zwei TCP-Verbindungen:

  • Steuerverbindung: Wird zur Übertragung von Steuerbefehlen und Antworten verwendet. Der Server wartet an TCP-Port 21 auf Verbindungsanfragen, die stets vom Client initiiert werden.
  • Datenverbindung: Wird zur Übertragung von Dateien verwendet. Diese Verbindung kann entweder vom Client oder vom Server initiiert werden. Initiiert der Server die Datenverbindung, wird sie im aktiven Modus betrieben; initiiert der Client sie, spricht man vom passiven Modus.

Im aktiven Modus baut der Server von seinem TCP-Port 20 aus eine Datenverbindung zu einem zufällig ausgewählten Port auf der Clientseite auf. Diese Datenverbindung wird anschließend für die Übertragung von Dateidaten verwendet. Im passiven Modus hingegen teilt der Server dem Client über die Steuerverbindung mit, welchen Port er für die Datenverbindung verwenden wird. Anhand dieser Information stellt der Client anschließend die Datenverbindung zum Server her.

Der passive Modus wird häufig beim Hochladen von Dateien auf Webserver von Hosting- oder Cloud-Anbietern verwendet. Die meisten Clients stellen ihre Internetverbindung über Firewalls oder NAT-Systeme her, die vom Server initiierte eingehende Verbindungen blockieren. Der passive Modus löst dieses Problem, indem sichergestellt wird, dass der Client die Datenverbindung initiiert.