Sichere Programmierung
Was ist sichere Programmierung?
Sichere Programmierung bezeichnet die Entwicklung robuster Programme, die Angriffen durch böswillige Akteure oder Schadsoftware standhalten können. Im Internet werden Schwachstellen in Software häufig für Angriffe ausgenutzt oder von Schadsoftware als Einfallstore genutzt. Viele dieser Schwachstellen entstehen durch nachlässiges Design oder Programmierfehler. Sichere Programmierung ist ein Oberbegriff für Programmierpraktiken, die darauf abzielen, solche Schwachstellen zu verhindern.
Beispielsweise sollten in Webanwendungen über Formulare empfangene Eingaben stets bereinigt werden, das heißt, schädliche Zeichen, die für Angriffe verwendet werden könnten, sollten entfernt werden. Beim sicheren Programmieren ist der Grundsatz „Vertraue niemals irgendwelchen Eingaben“ von größter Bedeutung. Selbst wenn Daten empfangen werden, die das Programm nicht erwartet, sorgt sicheres Programmieren durch eine konsequente Eingabevalidierung dafür, dass die Anwendung vorhersehbar und sicher reagiert. Dies ist der erste Schritt zum sicheren Programmieren.
Darüber hinaus kann die Nutzung der von OWASP (The Open Web Application Security Project) bereitgestellten Tools, Frameworks und Richtlinien die Sicherheit von Webanwendungen erheblich verbessern. OWASP ist eine globale, offene Community, die sich mit den Herausforderungen der Sicherheit von Webanwendungen befasst.
Die umfassende Anwendung sicherer Programmierpraktiken auf jede Webanwendung ist jedoch keine leichte Aufgabe. Eine praktische Lösung für diese Herausforderung ist der Einsatz einer Web Application Firewall (WAF). Eine WAF überwacht die Kommunikation auf Anwendungsebene und kann als bösartig oder verdächtig eingestuften Datenverkehr blockieren. Ein bekanntes Beispiel für eine solche Lösung ist F5 BIG-IP, das einen zuverlässigen Schutz vor Angriffen auf Webanwendungen bietet.

