Was ist Spoofing?

Spoofing bezeichnet das Vortäuschen einer falschen Identität. Im Zusammenhang mit dem Internet gibt es zwei Hauptszenarien, in denen Spoofing auftreten kann:

  1. Vortäuschen der Identität eines anderen Benutzers:
    Dabei werden unter der Identität einer anderen Person Systeme aufgerufen, Dokumente versendet oder Kommunikationsinhalte verschlüsselt. Beispielsweise können E-Mails ohne Authentifizierung versendet werden, sodass Angreifer problemlos Nachrichten unter dem Namen oder der E-Mail-Adresse einer anderen Person verschicken können. Um ein solches Spoofing zu verhindern, können Absender ihre digitalen Zertifikate verwenden, mit dem privaten Schlüssel, der dem öffentlichen Schlüssel im Zertifikat zugeordnet ist, eine digitale Signatur erzeugen und diese ihrer Nachricht beifügen. Der Empfänger kann die Identität des Absenders überprüfen, indem er die Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel aus dem Zertifikat entschlüsselt. Damit das digitale Zertifikat selbst jedoch als legitim gilt, muss es von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle ausgestellt worden sein, die von einer unabhängigen, für ihre Zuverlässigkeit anerkannten Institution betrieben wird.
  2. Fälschen der Quell-IP-Adresse:
    Diese Methode wird häufig bei Angriffen wie DoS/DDoS eingesetzt. Bei einem DNS-Reflection-Angriff beispielsweise fälschen Angreifer die Quell-IP-Adresse, sodass sie der des Zielsystems entspricht, und senden zahlreiche Anfragen an DNS-Server. Der DNS-Server sendet daraufhin verstärkte Antworten (die größer als die ursprünglichen Anfragen sind) an das Zielsystem zurück. Dadurch werden dessen Netzwerkbandbreite und Serverressourcen beansprucht, bis es schließlich nicht mehr erreichbar ist (Denial of Service).