Was sind SSL-Flood- und SSL-Neuaushandlungsangriffe?
Das Anfordern einer sicheren Verbindung von einem Server ist für einen Client eine einfache Aufgabe. Der Server, der diese sichere Verbindung bereitstellt, benötigt dafür jedoch viel Rechenleistung. Ein SSL-Flood- oder Renegotiation-Angriff nutzt diese asymmetrische Arbeitslast aus, indem zunächst eine sichere Verbindung angefordert und diese anschließend neu ausgehandelt wird. Für den Client sind dies zwei einfache Vorgänge, die auf Serverseite jedoch viel Rechenleistung erfordern.
Ein F5-Kunde war das ursprüngliche Ziel dieser Art von Angriff. Das Außendienstteam von F5 konnte den groß angelegten und koordinierten Angriff mithilfe des BIG-IP Systems und der Skriptsprache F5 iRules abwehren.
Diese iRule ist jetzt über die F5 DevCentral Online-Community verfügbar und legt fest, dass die Verbindung ohne Benachrichtigung getrennt wird, wenn ein Gerät innerhalb eines beliebigen Zeitraums von 60 Sekunden mehr als fünf Neuverhandlungen versucht.
Der größte Vorteil dieses Ansatzes besteht darin, dass der Angreifer glaubt, der Angriff funktioniere weiterhin und sei noch aktiv, während der Server die Anfrage in Wirklichkeit ignoriert hat und stattdessen mit der Verarbeitung gültiger Benutzeranfragen fortfährt.
