Ein SSL-Load-Balancer ist ein Load-Balancer, der zusätzlich Daten verschlüsselt und entschlüsselt, die über HTTPS übertragen werden. HTTPS verwendet das Secure-Sockets-Layer-Protokoll (SSL) beziehungsweise dessen Nachfolger, das Transport-Layer-Security-Protokoll (TLS), um HTTP-Daten bei der Übertragung über das Netzwerk zu schützen. Der Load-Balancer fängt eingehende Clientanfragen ab und verteilt sie auf eine Gruppe von Backend-Servern. Dadurch werden Leistung, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit der Website verbessert.

Allgemeine Informationen zu Load Balancern finden Sie unter 80 % Ersparnis gegenüber Hardware-Load-Balancern.

SSL und TLS sind die Standardprotokolle zur Verschlüsselung von HTTP-Daten, bevor diese über ein Netzwerk gesendet werden. Dadurch wird verhindert, dass unbefugte Dritte, die die Daten abfangen, sie lesen können. Dies ist für den Schutz sensibler Daten wie Kreditkartennummern und Sozialversicherungsnummern, die über ein öffentliches Netzwerk wie das Internet übertragen werden, unerlässlich.

Ein SSL-Load-Balancer fungiert bei Verbindungen mit Clients als serverseitiger SSL-Endpunkt. Das bedeutet, dass er die Entschlüsselung von Anfragen und die Verschlüsselung von Antworten übernimmt, die andernfalls der Web- oder Anwendungsserver durchführen müsste. Der Prozess unterscheidet sich je nach Sicherheitsniveau des Netzwerks zwischen Load-Balancer und Server geringfügig:

  • Wenn sich der Load Balancer und der Server im selben gesicherten Netzwerk befinden (was in der Regel bedeutet, dass sie sich hinter einer Firewall befinden), ist der SSL-Load-Balancer üblicherweise so konfiguriert, dass er die Anfrage entschlüsselt, die für den Lastenausgleich benötigten Informationen extrahiert und die Anfrage unverschlüsselt an den Server weiterleitet. Die Antwort des Servers verschlüsselt er, bevor er sie an den Client zurücksendet.
  • Wenn das Netzwerk zwischen dem Load Balancer und dem Server nicht sicher ist, wird der SSL-Load-Balancer in der Regel so konfiguriert, dass er die Anfrage entschlüsselt, die für den Lastenausgleich erforderlichen Informationen extrahiert und die Anfrage erneut verschlüsselt, bevor er sie an den Server weiterleitet. Bei der Antwort vom Server an den Client läuft dieser Vorgang in umgekehrter Reihenfolge ab.

Durch die Auslagerung der rechenintensiven Ent- und Verschlüsselung werden Web- und Anwendungsserver entlastet und können sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Dadurch werden Inhalte schneller bereitgestellt und die Benutzerfreundlichkeit insgesamt verbessert. Wenn das Netzwerk zwischen dem Load Balancer und den Servern sicher ist, müssen Sie die SSL-Zertifikate nur auf dem Load Balancer installieren und verwalten, anstatt auf jedem einzelnen Web- und Anwendungsserver. Bei einer großen Servergruppe reduziert dies den Verwaltungsaufwand erheblich.

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Als Software-Load-Balancer und Lösung für die SSL-Terminierung ist NGINX Plus deutlich kostengünstiger als Hardwarelösungen mit vergleichbaren Funktionen. Die Lösung nutzt OpenSSL und die Leistung handelsüblicher Prozessorchips, um eine kosteneffiziente Lösung bereitzustellen, die die meisten SSL-Anforderungen erfüllt. Eine ausführliche Erläuterung finden Sie unter SSL-Offloading, Verschlüsselung und Zertifikate mit NGINX.

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