Die Anwendungsbereitstellung ist der Schlüssel zur Bewältigung der KI-Disruption

F5-Ökosystem | 04. Juni 2024

KI entwickelt sich schneller als jede technologische Welle zuvor.

Es dauerte 14 Jahre, bis das Internet im Mainstream ankam. Cloud-Computing? Etwa 12 Jahre. Generative KI? Gerade einmal sechs. Das ist keine Prognose – das ist bereits Vergangenheit. KI ist längst im Mainstream angekommen.

Warum diese Beschleunigung? KI brauchte weder eine eigene Infrastruktur noch ein Umdenken. Sie nutzt, was bereits vorhanden ist: APIs, Open Source und Rechenleistung. Sie verbreitete sich rasant, weil die Voraussetzungen dafür gegeben waren.

Die Folge dieser rasanten Verbreitung sind Umwälzungen – überall und gleichzeitig. Ein Bereich, den es besonders hart trifft? Ihre Webanwendungen. Genau die, auf die Ihr Unternehmen angewiesen ist, um Produkte zu verkaufen, Dienstleistungen zu erbringen und mit Kunden zu interagieren.

Ja, das gute alte Web. Doch die Spielregeln ändern sich.

Alter Vibe: SEO-Plackerei. Neuer Style: JSON Flex

Jeder im Marketing kennt das SEO-Playbook: Inhalte strukturieren, die richtigen Keywords wiederholen, Meta-Tags optimieren. Alles für den Googlebot. Das funktioniert – denn für den Googlebot zählen Formatierung, Seitenladezeit, Absprungraten und andere Interaktionssignale.

Doch im Web gibt es einen neuen Akteur: GPT-Bots. Und all das ist ihnen völlig egal.

Laut einem Bericht von DesignRush erzeugen GPT-Bots inzwischen mehr Web-Traffic (13 %) als der Googlebot (8 %). Das ist keine geringfügige Verschiebung, sondern eine neue Realität.

Was wollen GPT-Bots also?

Sie wollen unverarbeitete, strukturierte Informationen. Keine hübschen Bilder. Kein ausgeklügeltes Layout. Sie suchen nach Inhalten in maschinenlesbaren Formaten – etwa als Klartext oder stark strukturiertes JSON.

Was das für Sie bedeutet

Wenn Ihre Webpräsenz nur für herkömmliche Suchmaschinen-Bots optimiert ist, sind Sie bereits im Hintertreffen.

GPT-Bots und zunehmend auch KI-Agenten wollen dieselben Daten, nur anders bereitgestellt. Sie benötigen keine vollständigen HTML-Seiten mit Branding und Navigation. Sie wollen schlanke Endpunkte, die schnell strukturierte Zusammenfassungen liefern. Und sie indexieren Ihre Inhalte bereits – ob Sie darauf vorbereitet sind oder nicht.

Was ist die Lösung? Anwendungsbereitstellung.

Individuelle Anwendungsanforderungen treffen auf KI

Die meisten Unternehmen können ihre Anwendungen nicht einfach umschreiben, um KI-spezifische Inhalte bereitzustellen. Deshalb ist ADC09 Teil der Top 10 der Anwendungsbereitstellung: Manchmal muss man ein Problem lösen, ohne die Anwendung zu ändern.

Hier kommt die moderne Anwendungsbereitstellung ins Spiel. Sie kann:

  • Eingehende Anfragen abfangen und überprüfen (z. B. von GPTBot oder Claude)
  • Auf Grundlage der erkannten Inhalte Maßnahmen ergreifen
  • Je nach Bedarf weiterleiten, ablehnen oder umschreiben

Manchmal bedeutet das, Nutzer an verschiedene Dienste weiterzuleiten (Lastverteilung). Manchmal bedeutet es, Inhalte einzufügen oder zu entfernen (Bereitstellung und Sicherheit). In diesem Fall bedeutet es, den Bots, die sie benötigen, maschinenlesbare JSON-Daten bereitzustellen.

Der Ansatz: Lassen Sie Ihre Apps die Sprache der Bots sprechen

Nutzen Sie Traffic-Steuerung zur Weiterleitung von GPT-Bots und KI-Agenten an eine schlanke, strukturierte Version Ihrer Inhalte. Wenn Sie keinen neuen Endpunkt einrichten können, nutzen Sie die Programmierbarkeit Ihres Application Delivery Controllers (ADC), um dynamisch vereinfachte Antworten zurückzugeben.

Das Ziel? Ihre Webanwendungen sollen „die Sprache“ der KI sprechen – ohne dass Sie sie neu schreiben müssen.

Denn die KI-Disruption kommt nicht erst noch. Sie ist bereits da.

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Über den Autor

Lori Mac Vittie
Lori Mac VittieDistinguished Engineer und Chief Evangelist | F5

Lori MacVittie ist Distinguished Engineer und Chief Evangelist im Office of the CTO von F5 und verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Anwendungsbereitstellung, Automatisierungsstrategie und Infrastruktur. Sie ist dafür bekannt, Komplexität verständlich zu machen – ob sie Leitplanken für KI-Agenten definiert, fragile Multicloud-Architekturen analysiert oder die Grenzen skalierbarer Systeme auslotet. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Branchenerfahrung in der Anwendungsentwicklung, IT-Architektur sowie im Netzwerk- und Systembetrieb. Bevor sie zu F5 kam, war sie als mehrfach ausgezeichnete Technologie-Redakteurin tätig. MacVittie hat einen Masterabschluss in Informatik und ist eine produktive Autorin, deren Veröffentlichungen die Bereiche Sicherheit, Cloud und Unternehmensarchitektur abdecken. Außerdem spielt sie leidenschaftlich gern Brett- und Videospiele und vertritt mit voller Überzeugung klare Ansichten zum Thema Käse.

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