Die digitale Transformation ist für die meisten Unternehmen längst kein Schlagwort mehr, sondern Realität. Laut dem Bericht „2023 State of Application Strategy Report“ verfolgen neun von zehn Unternehmen aktiv ein Programm zur digitalen Transformation.1 Während der Schwerpunkt zunächst auf kundenorientierten Funktionen lag, erstreckt sich die Modernisierung zunehmend auch auf interne Backoffice-Prozesse. Dies führt zur Entwicklung und Bereitstellung zahlreicher neuer Anwendungen für Geschäftsabläufe und Kunden. Derselbe Bericht hatte zuvor ergeben, dass ein erheblicher Anteil (41 %) der Unternehmen zwischen 200 und 1.000 Anwendungen verwaltet.2
Die Realitäten der Bereitstellung cloudnativer Anwendungen erkennen
Diese zunehmende Komplexität bringt Herausforderungen mit sich, insbesondere im Hinblick auf Ressourcenzuweisung, Kompetenzen und Verfügbarkeit. Der anhaltende Fachkräftemangel verschärft sich weiter: Erstaunliche 98 % der IT-Organisationen geben an, dass ihnen die erforderlichen Erkenntnisse fehlen, um die aktuellen Geschäftsziele zu erreichen:3
Solche Erkenntnisse würden sich auf Folgendes konzentrieren:
- Ursache für Leistungseinbußen bei Apps (39 %)
- Möglicher Angriff (38 %)
- Ursache von App-Problemen und Vorfällen (37 %)
- Vergleiche der bisherigen Performance (35 %)
- Geschäftsrelevante Erkenntnisse (32 %)
Tatsache ist, dass Cloud-native-Anwendungen nur so sicher sind wie die Komponenten, auf denen sie basieren, und die Infrastruktur, auf der sie ausgeführt werden.
Die wachsende Bedrohung für die Anwendungssicherheit verstehen
Der Verizon Data Breach Investigations Report (DBIR) 2022 verdeutlicht die zunehmenden Sicherheitsrisiken, die mit dem wachsenden Umfang und der steigenden Komplexität von Anwendungen einhergehen. Bei Sicherheitsverletzungen sind vor allem Server betroffen, insbesondere Webanwendungsserver, auf die 56 % aller kompromittierten Ressourcen entfallen.4
Da diese Webanwendungsserver über das Internet erreichbar sind, bieten sie Angreifern einen attraktiven Einstiegspunkt, um die Schutzmaßnahmen eines Unternehmens zu umgehen. Allein im Jahr 2022 verzeichnete der Verizon DBIR 4.751 Vorfälle, von denen 1.273 nachweislich zur Offenlegung von Daten führten. Betroffen waren personenbezogene Daten (69 %), Zugangsdaten (67 %), sonstige Daten (29 %) und medizinische Unterlagen (15 %).5
Es ist mit einer weiteren Vergrößerung der Angriffsfläche zu rechnen
Die Angriffsfläche einer Anwendung umfasst alle individuellen Punkte – die „Angriffsvektoren“ – im System, an einer Komponente innerhalb oder außerhalb des Systems oder an einer beliebigen Stelle entlang der Grenzen seiner Umgebung. Diese Punkte bieten unbefugten Benutzern Möglichkeiten, das System auszunutzen, um Daten einzuschleusen, Änderungen vorzunehmen, Daten oder das System zu manipulieren oder Daten aus dem System zu extrahieren. Die Angriffsfläche einer Anwendung kann auf verschiedene Weise offengelegt werden. Hier sind nur einige Beispiele:
Missbrauch der Infrastruktur: Cloud-Infrastrukturen können falsch konfiguriert und dadurch anfällig für Datenexfiltration, unbefugte Container-Anmeldungen und den Diebstahl von Zugangsdaten sein.
Ausnutzung von Softwareschwachstellen: Wenn die Anwendung Schwachstellen aufweist, etwa nicht gepatchte Software, Fehler oder Fehlkonfigurationen, können potenzielle Angreifer diese ausnutzen.
Kompromittierung von Drittanbieterkomponenten: Die Verwendung von Bibliotheken oder Diensten von Drittanbietern ohne angemessene Sicherheitsprüfung kann Schwachstellen in die Anwendung einbringen.
Manipulation von Programmierschnittstellen (APIs): Da Anwendungen häufig über APIs kommunizieren, können Sicherheitslücken in diesen APIs (etwa fehlende Ratenbegrenzung, unzureichende Authentifizierung oder mangelnde Verschlüsselung) eine Anwendung Angriffen aussetzen.
Da Unternehmen ihr Anwendungsportfolio weiter modernisieren und Innovationen in der neuen digitalen Wirtschaft vorantreiben, wird die Zahl der APIs bis 2031 voraussichtlich eine Milliarde erreichen.6 Ähnlich wie das allgemeine Wachstum der Anwendungen verschärft auch diese Expansion im API-Bereich die Herausforderungen bei der erfolgreichen Verwaltung der Anwendungssicherheit.
Verschaffen Sie sich einen Vorsprung bei der Anwendungs- und API-Sicherheit
Bei der Bereitstellung von Anwendungen über Amazon Web Services (AWS) können verschiedene spezialisierte und native Sicherheitstools dabei helfen, Angriffe abzuwehren, Ihre Daten zu schützen und die Sicherheit der Daten und Transaktionen Ihrer Kunden zu gewährleisten. Zu diesem Zweck setzen fast 90 % der Unternehmen auf einen Plattformansatz, um ihre Sicherheitsmaßnahmen zu beschleunigen.7
Damit die Plattform jedoch effektiv ist, muss sie mehrere integrierte Schutzebenen unterstützen, um die gesamte oben beschriebene Angriffsfläche angemessen abzudecken. Das umfassende Portfolio an Funktionen von F5 und AWS schützt vor Angriffen, die auf inhärente Schwachstellen cloudnativer Anwendungen und ihrer APIs abzielen:
AWS Web Application Firewall (WAF) auf Amazon CloudFront: Bietet eine native Anwendungsschutzebene, die sich ganz einfach zu Ihrem CDN hinzufügen lässt.
F5 Advanced Web Application Firewall (WAF): Schützt vor den häufigsten Angriffen auf Ihre Anwendungen, ohne dass die Anwendungen selbst aktualisiert werden müssen.
NGINX App Protect WAF: Kombiniert die bewährte Wirksamkeit der fortschrittlichen WAF-Technologie von F5 mit der Agilität und Leistung von NGINX, um durch den Schutz Ihrer Anwendungen und APIs Ausfallzeiten und Sicherheitsverletzungen zu verhindern.
F5 Distributed Cloud WAAP und F5 Distributed Cloud Bot Defense: F5 Distributed Cloud Services bieten eine cloudnative SaaS-Lösung, die über verschiedene Cloud-Plattformen hinweg konsistente Sicherheit und Leistung für Anwendungen, APIs und Bots in großem Maßstab gewährleistet.
F5 Security Threat Intelligence: Ein erstklassiges Forschungsteam untersucht Foren und Ressourcen von Drittanbietern, analysiert Angriffe, führt Reverse Engineering von Malware durch und untersucht Schwachstellen, um wirksame Methoden zur Erkennung und Abwehr zu ermitteln.
Weitere Informationen darüber, wie Sie cloudbasierte Anwendungen mithilfe der nativ integrierten Sicherheitsebenen von F5 und AWS vor komplexen Bedrohungen schützen können, finden Sie unter f5.com/aws.
Quellen:
1,7 Bericht zum Stand der Anwendungsstrategie 2023, F5, März 2023
2,3 Bericht zum Stand der Anwendungsstrategie 2022, F5, April 2022
4,5 Bericht zu Untersuchungen von Datenschutzverletzungen 2022, Verizon, Juni 2022
6 Bericht des Office of the CTO: Kontinuierliche Ausbreitung von APIs, F5, November 2021
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