Während weltweit der Internationale Frauentag gefeiert wird, hat die Technologiebranche noch einen weiten Weg vor sich. Weltweit machen Frauen laut WomenTech Network nur 28 % der Beschäftigten in der Technologiebranche aus. Darüber hinaus bleibt die Mitarbeiterbindung ein ernstes Problem: Zwei Drittel der Frauen geben an, dass ihnen in ihrem derzeitigen Unternehmen ein klar definierter Karriereweg fehlt.
In der Hoffnung, dies zu ändern, gründete eine kleine Gruppe von Frauen im Jahr 2012 F5 Connects Women, um mehr Ingenieurinnen für das Unternehmen zu gewinnen und ihnen nach der Einstellung die nötige Unterstützung zu bieten, damit sie langfristig im Unternehmen bleiben. Es war die erste Employee Inclusion Group (EIG) von F5 und arbeitete in den folgenden Jahren zunächst informell.
2017 wurde die Gruppe gemeinsam mit anderen unterrepräsentierten Gruppen innerhalb des Unternehmens offiziell als EIG anerkannt. Heute ist sie mit mehr als 1.000 Mitgliedern und Unterstützenden weltweit die größte EIG von F5. Mit vier regionalen Gruppen und Mitgliedern in 12 Ländern konzentriert sich die EIG darauf, Frauen bei F5 durch Lernen, Vernetzung, Zusammenarbeit und Kommunikation bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung zu unterstützen.
„Es ist wichtig, eine Gruppe von Menschen zu haben, die ähnlich denken, sich gegenseitig unterstützen und dieselben Ziele verfolgen“, sagt Linda Caudle, die seit 2022 den globalen Vorsitz von F5 Connects Women innehat. „Wir alle haben das Gefühl, von einer Gemeinschaft unterstützt zu werden. Ohne sie wäre es für uns schwieriger, Kontakte zu knüpfen und unsere Erfahrungen auszutauschen.“
Ein positives Arbeitsumfeld für Frauen schaffen
Unter der Leitung von Caudle hat F5 Connects Women eine Reihe von Aktivitäten organisiert, die F5-Mitarbeiterinnen dabei unterstützen, ihre Karriere voranzutreiben. Viele davon standen im Zeichen des Internationalen Frauentags und des Women’s History Month.
In diesem Jahr stellt die EIG beispielsweise das Motto des Internationalen Frauentags „Inspire Inclusion“ mit einer einmonatigen Veranstaltungsreihe für Mitglieder und Verbündete im gesamten Unternehmen in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit einer weiteren EIG, F5 Appreciates Blackness, hat die Gruppe Shelmina Abji, Autorin von Show Your Worth, eingeladen, um über Führungsstrategien für Frauen zu sprechen. Sie organisiert zwei Podiumsdiskussionen mit Frauen aus dem Bereich Cybersicherheit sowie Frauen, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Außerdem veranstaltet sie eine Reihe virtueller Networking-Events, die Frauen bei F5 zusammenbringen sollen. Darüber hinaus organisiert sie Möglichkeiten, sich ehrenamtlich bei Mary’s Place zu engagieren, einem Verbund von Familienunterkünften im Großraum Seattle.
“„Die meisten Mitarbeitenden sind zufriedener und engagierter, wenn sie sich am Arbeitsplatz mit anderen verbunden fühlen – und EIGs vermitteln ein Gefühl von Gemeinschaft und Verbundenheit.“ – Linda Caudle, Global Chair, F5 Connects Women”
Zusätzlich zu diesen Veranstaltungen organisieren die einzelnen Ortsgruppen Vorträge und praxisorientierte Workshops zu Themen, die von der Stärkung der persönlichen Marke bis hin zur Entwicklung einer leistungsorientierten Denkweise reichen. Darüber hinaus treffen sie sich das ganze Jahr über, um Kontakte zu knüpfen und sich über Karrierethemen auszutauschen.
„Die meisten Mitarbeitenden sind zufriedener und engagierter, wenn sie sich mit anderen am Arbeitsplatz verbunden fühlen – und EIGs vermitteln ein Gefühl von Gemeinschaft und Verbundenheit“, sagt Caudle. „Projektarbeit, Problemlösung, Karriereplanung und die alltäglichen Herausforderungen des Unternehmenslebens lassen sich mit starken Beziehungen wesentlich leichter bewältigen.“
Herausforderungen am Arbeitsplatz meistern
Die Teilnehmerinnen berichten, dass die Frauen-EIG ihnen die nötigen Kompetenzen vermittelt hat, um ihre Arbeit effektiver zu erledigen und zugleich die Herausforderungen in einem von Männern dominierten Berufsfeld zu meistern.
Yamuna Raveendran Pillai, Projektmanagerin im indischen Büro von F5, berichtet, dass es zu Beginn ihrer Karriere in Indien vor 15 Jahren nur wenige weibliche Führungskräfte in der Technologiebranche gab, wodurch ihre Möglichkeiten für Mentoring und berufliche Weiterentwicklung eingeschränkt waren. Zu Beginn ihrer Laufbahn war sie zudem mit geschlechtsspezifischer Benachteiligung konfrontiert, insbesondere bei der Vergütung und bei Beförderungen. Pillai hat sich stets als „Wegbereiterin“ für andere Frauen verstanden. Als sie 2021 zu F5 kam, fühlte sie sich daher sofort von F5 Connects Women angesprochen: „Ich dachte mir einfach: Warum sollte ich dieses Forum nicht nutzen, um für meine Werte einzustehen und das Unterstützungsnetzwerk mitzugestalten, das ich mir für Frauen am Arbeitsplatz vorgestellt hatte?“

Als Leiterin des indischen Chapters der EIG hat Pillai miterlebt, wie ihre Kolleginnen „mehr Selbstbewusstsein entwickelten, ihr Hochstapler-Syndrom überwanden und sich in neue Bereiche vorwagten“. Gleichzeitig ist sie selbst zu einer stärkeren Führungspersönlichkeit geworden. „Ich bin widerstandsfähiger geworden und kann Veränderungen, die auf mich zukommen, besser annehmen“, sagt sie. „Außerdem habe ich erkannt, dass es in Ordnung ist, anders zu sein als die Masse. Die Frauen-EIG hat mir die Kraft gegeben, mich so zu akzeptieren, wie ich bin.“
Charissa Upcroft, die das nordamerikanische Chapter der EIG leitet, sagt, F5 Connects Women habe ihr die Unterstützung und den Zusammenhalt gegeben, die sie brauche, um mit Situationen umzugehen, in denen sie sich in eine Schublade gesteckt oder nicht ernst genommen fühle.
Als Ingenieurin in einem von Männern dominierten Beruf hat sich Upcroft oft gefragt, ob sie aufgrund ihres Geschlechts beurteilt wird. Es gab auch Situationen, in denen sie überlegte, ob sie Mikroaggressionen ansprechen sollte. „Ich glaube, viele Menschen zweifeln in solchen Momenten an ihren eigenen Gefühlen“, sagt sie. „Man denkt vielleicht: ‚Das gefällt mir nicht, aber vielleicht liege ich falsch.‘ Deshalb kann es sehr bestärkend sein, ein Netzwerk von Menschen zu haben, die einem sagen: ‚Es ist wirklich nicht in Ordnung, so etwas zu sagen.‘“
Ähnlich erging es Caudle: Eine ihrer größten Herausforderungen bestand darin, Anerkennung für ihre Beiträge zu erhalten, insbesondere wenn sie die einzige Frau in einem Raum voller Männer war. „Ich konnte zum Beispiel in einer Besprechung etwas sagen und bekam zustimmendes Nicken. Äußerte ein Mann jedoch denselben Gedanken, reagierten die Anwesenden begeistert“, sagt sie.
Caudle sagt, dass die inspirierenden Geschichten ihrer Kolleginnen ihr Selbstvertrauen gestärkt hätten, was ihr wiederum geholfen habe, solche Situationen souveräner zu meistern. „Zu hören, wie andere Mitglieder schwierige Situationen bewältigt haben, hat mich dazu inspiriert, darauf zu achten, dass meine Stimme gehört wird und ich sie auch nutze“, sagt Caudle. „Wir lernen von anderen, und das hilft uns, vorbereitet zu sein, falls uns in Zukunft das Gleiche passiert.“
Mitarbeiterinnen langfristig binden
In der gesamten Technologiebranche ist die Bindung weiblicher Beschäftigter gering, und viele Frauen verlassen das Unternehmen in der Mitte ihrer beruflichen Laufbahn. Die Mitglieder sind überzeugt, dass F5 Connects Women diesem Trend entgegenwirkt, indem die Gruppe Frauen das unterstützende Umfeld und das Zugehörigkeitsgefühl bietet, das sie brauchen, um sich zu entfalten. „EIGs wie F5 Connects Women, die deutlich machen, dass wir Frauen unterstützen, über ihre Herausforderungen sprechen, ihre Fähigkeiten ausbauen, ihnen Chancen eröffnen und ihnen zur Seite stehen wollen, sind enorm wichtig“, sagt Upcroft. „Und es ist ein klares Bekenntnis unserer Führungskräfte zu der Kultur, die wir hier bei F5 leben.“

Caudle stimmt dem zu und fügt hinzu, dass die Unterstützung, die die EIG von der Führungsebene bei F5 erhält, entscheidend für den Erfolg der Gruppe gewesen sei. Mit der Unterstützung ihrer Executive Sponsorin, Chief Product Officer Kara Sprague, hat Caudle beispielsweise daran gearbeitet, die Struktur der globalen EIG zu vereinfachen. Dank der finanziellen Unterstützung des Unternehmens konnten die Ortsgruppen weltweit zudem das ganze Jahr über Referentinnen und Referenten einladen und Aktivitäten organisieren. „Ohne unseren CEO und das gesamte Führungsteam würden wir nicht sehr weit kommen“, sagt sie. „Die Unterstützung von ganz oben ist entscheidend und zeigt, dass F5 wirklich ein Unternehmen ist, bei dem der Mensch an erster Stelle steht.“
Auch wenn die Unterstützung durch das Unternehmen entscheidend ist, ermutigt Caudle Frauen dazu, selbst aktiv zu werden. „Es geht nicht nur darum, was Ihr Unternehmen für Sie tut, sondern auch darum, was Sie selbst tun“, sagt sie. „Der beste Weg, sich Chancen zu eröffnen, besteht darin, nicht nur im Arbeitsalltag hervorragende Arbeit zu leisten, sondern sich auch anderweitig zu engagieren. Wenn Sie sich in einer EIG einbringen, werden Sie sichtbarer – und Sie wissen nie, woher sich der nächste Kontakt, das nächste Projekt oder die nächste Karrierechance ergibt.“
Weitere Informationen zu den EIGs von F5 finden Sie auf unserer Webseite „Allyship bei F5“.
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