Seit Beginn dieses Jahres sind einige Schwachstellen auf Infrastrukturebene aufgetreten, die Cloud-native-Organisationen betreffen, darunter Log4j und Pwnkit. Dirty Pipe setzt diesen Trend fort: Diese Schwachstelle befindet sich im Linux-Kernel. Dirty Pipe ermöglicht es, Daten in beliebigen schreibgeschützten Dateien zu überschreiben, was durch das Einschleusen von Code in Root-Prozesse zu einer Ausweitung von Berechtigungen führen kann.
Da böswillige Akteure Dirty Pipe ausnutzen können, um Schäden auf Infrastrukturebene anzurichten, kann dies für viele Unternehmen ein Problem darstellen. Mit einem umfassenden Überblick über die gesamte Umgebung lassen sich Schwachstellen wie diese jedoch angemessen handhaben, sobald sie auftreten.
Das Problem bei der Abwehr von Dirty Pipe
Laut dem State of Application Strategy Report von F5 konzentrieren sich viele Unternehmen im Zuge ihrer digitalen Transformation auf die „Modernisierung“ ihrer zentralen Geschäftsanwendungen. Wir beobachten, dass unsere Kunden zunehmend in eine auf Microservices basierende Infrastruktur für den Betrieb dieser Anwendungen investieren, da sie erhebliche Vorteile wie mehr Agilität und ein höheres Innovationstempo bietet.
Im Zuge dieser Bestrebungen zur Modernisierung von Anwendungen beobachten wir auch einen wachsenden Bedarf an Anwendungsschutz. Im vergangenen Monat hat F5 darauf mit der Einführung von F5 Distributed Cloud WAAP reagiert. Die Lösung bietet Kunden zahlreiche Tools zum Schutz auf Anwendungsebene, darunter Bot Defense und Advanced WAF. Damit können unsere Kunden verhindern, dass Angriffe über den Zugriff auf geschäftskritische Anwendungen das Unternehmen beeinträchtigen.
Das Problem bei Schwachstellen wie Dirty Pipe (und anderen aktuellen Exploits wie Pwnkit oder Log4j) besteht darin, dass es nicht ausreicht, böswillige Akteure mithilfe von Tools wie Distributed Cloud WAAP am Zugriff auf die Anwendungsebene zu hindern, wenn der gezielte Angriff Schwachstellen auf Infrastrukturebene ausnutzt. Anwendungen sind nur so sicher wie die Cloud-native-Infrastruktur, auf der sie ausgeführt werden. Um sich gegen einen Exploit wie Dirty Pipe zu schützen, benötigen Kunden daher Schutz für die Infrastruktur selbst. Durch die Übernahme von Threat Stack ist F5 bestens aufgestellt, um auch diese Funktion bereitzustellen.
Threat Stack überwacht sämtliche Ebenen des Cloud-nativen Infrastruktur-Stacks – von der Cloud-Management-Konsole über Hosts und Container bis hin zur Orchestrierung – auf Verhaltensweisen, die darauf hindeuten, dass Angreifer Zugriff auf die Infrastruktur erlangt haben. Threat Stack bietet Kunden anschließend die erforderliche Transparenz, um proaktiv, schnell und gezielt Maßnahmen zur Abwehr von Bedrohungen auf dieser Ebene zu ergreifen. In Kombination mit F5 können Kunden ihre modernisierten Anwendungen absichern und erhalten dabei einen umfassenden Überblick über Bedrohungen sowohl auf Anwendungs- als auch auf Infrastrukturebene.
Wie Threat Stack bei Dirty Pipe hilft
Speziell im Fall von Dirty Pipe profitierten Threat-Stack-Kunden sofort von Oversight, der Rund-um-die-Uhr-Überwachung und Expertise des Security Operations Center (SOC) von Threat Stack. Wie schon bei Log4j und Pwnkit begann das Team, den gesamten Kundenstamm auf Anzeichen für Dirty Pipe zu untersuchen, um zu ermitteln, wie wir unsere Kunden bestmöglich unterstützen können.
Nach der Durchführung von Threat Hunting und der Auswertung externer Expertenquellen stellten wir fest, dass Threat Stack – ähnlich wie bei Log4j – speziell auf diese Schwachstelle zurückzuführende Aktivitäten nach einer erfolgreichen Ausnutzung erkennt. Die vorkonfigurierten Regeln von Threat Stack überwachen sämtliche Kompromittierungsindikatoren, die auf Dirty-Pipe-Aktivitäten in der Umgebung eines Kunden hindeuten, und lösen entsprechende Warnmeldungen aus.
Wir verfolgen weiterhin, wie sich Dirty Pipe auf unsere Kunden auswirken könnte, so wie wir es auch bei Log4j, Pwnkit und anderen tun. Die übergeordnete Erkenntnis ist jedoch, dass Angriffe gezielt auf Infrastrukturebene erfolgen können. Um moderne Anwendungen zu schützen, müssen Sie Einblick in diese Angriffe haben. Threat Stack und F5 haben es sich zur Aufgabe gemacht, genau das zu ermöglichen.
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