Unternehmen räumen heute digitalen Erlebnissen für Kunden und Mitarbeitende hohe Priorität ein. Dadurch entsteht die Notwendigkeit, ihre Anwendungen zu transformieren und zu modernisieren. Dies trägt zwar zu besseren digitalen Erlebnissen bei, erschwert jedoch zugleich die Aufrechterhaltung einer wirksamen Anwendungssicherheit.
Die Modernisierung von Anwendungen umfasst häufig die Nutzung neuer Microservices sowie die Ausweitung auf die Cloud und/oder den Edge-Bereich. Mit diesen Veränderungen gehen oft die Einführung von APIs und eine Zunahme der API-basierten Kommunikation einher, was schnelle Innovationen ermöglichen kann. Diese Transformationselemente können jedoch auch Ressourcen – insbesondere Sicherheitsteams – stark beanspruchen und bestehende Komponenten der Anwendungssicherheit unter Druck setzen. Die zunehmende Komplexität von Anwendungsbereitstellungen im Zuge der Modernisierung und der Ansatz eines Unternehmens (häufig eine isolierte, lückenhafte Zusammenstellung von Sicherheitskontrollen) können sich auf vielfältige Weise bemerkbar machen und die allgemeine Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen beeinträchtigen:
- Eine wachsende Angriffsfläche für Anwendungen – Durch die Modernisierung können neue Sicherheitslücken und Angriffsvektoren entstehen, die opportunistische Cyberkriminelle ausnutzen können. Daher ist ein erweitertes Toolset für die Anwendungssicherheit erforderlich (z. B. API-Erkennung und -Sicherheit, Kontrollen für Bots und Automatisierung, DoS-Schutz auf Layer 7 usw.).
- Eingeschränkte Transparenz – Da sich durch wachsende Anwendungsportfolios und Angriffsflächen die blinden Flecken in der Sicherheitsüberwachung vervielfachen, werden diese möglicherweise nur durch eine unzureichende, fragmentierte Sicherheitsimplementierung geschützt
- Komplexität – Die Integration neuer Cloud- und/oder Edge-Technologien, -Dienste und -Workflows in bestehende Systeme bringt Herausforderungen bei Verwaltung und Integration mit sich und erschwert es, eine einheitliche Sicherheitskontrolle aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Wachstums- und Innovationsziele zu erreichen
- Steigende Gesamtbetriebskosten – Durch eine Vielzahl isolierter Einzellösungen können die Betriebs- und Wartungskosten steigen, was ineffiziente Verwaltungsprozesse verstetigt und die Behebung von Vorfällen erschweren kann
- Schritt halten – Die Notwendigkeit schneller Entwicklungszyklen kann zur Bildung von Silos führen, die sichere Entwicklungspraktiken behindern und die effektive Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen für Apps und APIs einschränken.
Unternehmen benötigen eine skalierbare App- und API-Sicherheit, die mit dem Tempo der modernen App-Entwicklung Schritt hält und umfassende Sicherheitskontrollen bietet, die sich überall implementieren lassen. Der Versuch, dies durch die Erweiterung bestehender WAF-Hardware-/Softwareumgebungen oder durch deren Ergänzung um einen Flickenteppich aus Einzellösungen verschiedener Anbieter zu erreichen, um sämtliche Aspekte der App- und API-Sicherheit abzudecken und mit der Weiterentwicklung von Angriffen Schritt zu halten, ist nicht unbedingt die richtige Antwort. Da sich der Fachkräftemangel im Bereich Cybersicherheit weiter verschärft, sind die Möglichkeiten der meisten Unternehmen, Sicherheitskontrollen zu implementieren, zunehmend eingeschränkt – sowohl hinsichtlich ihres Umfangs als auch ihrer Ausgestaltung. Dadurch können sie auf vielfältige Weise angreifbar werden. Die Verwaltung von WAFs und anderen Technologien für die App- und API-Sicherheit erfordert Fachkenntnisse, Vertrautheit mit Angriffstechniken sowie Kenntnisse bestimmter Plattformen und Technologien, einschließlich derjenigen der jeweiligen nativen Cloud-Anbieter. Die meisten Unternehmen können keine spezialisierten Sicherheitsexperten einstellen – oder zumindest nicht genügend –, da dies zu kostspielig ist oder geeignete Fachkräfte zu schwer zu finden sind. Ohne die erforderlichen Kompetenzen fällt es vielen Unternehmen schwer, eine wirksame App- und API-Sicherheit in großem Maßstab zu implementieren und mit dem Entwicklungstempo Schritt zu halten.
Die oben genannten Herausforderungen werden dadurch verschärft, dass WAFs und andere eigenständige Technologien für die App- und API-Sicherheit bereits für sich genommen schwierig zu verwalten, abzustimmen und zu warten sein können – ganz zu schweigen von ihrem gemeinsamen Einsatz. Noch anspruchsvoller wird dies bei dem Versuch, die Lösung so zu skalieren, dass sie sich weiterentwickelnde App-Portfolios mit Legacy- und modernen Apps sowie komplexe, wachsende App-Architekturen unterstützt und zugleich an veränderte App-Anforderungen angepasst werden kann.
Da Unternehmen weiterhin mit diesen modernen Herausforderungen bei der App-Sicherheit zu kämpfen haben und Angreifer ihre Methoden weiterentwickeln, setzen viele auf Lösungen zum Schutz von Webanwendungen und APIs (WAAP). WAAP-Lösungen ermöglichen die optimierte Bereitstellung und Verwaltung fortschrittlicher Sicherheitskontrollen für Apps, häufig zusammen mit neuen KI- und Machine-Learning-basierten Tools in einem einzigen Paket. Damit bieten sie Unternehmen einen Schutz, der über herkömmliche WAFs hinausgeht. WAAP-Lösungen werden in der Regel über ein Software-as-a-Service-Modell (SaaS) bereitgestellt und lassen sich effizient skalieren. Dadurch verringert sich der Wartungsaufwand, während bei wachsenden App-Umgebungen standortübergreifend eine einheitliche Leistung und Funktionalität gewährleistet wird. Mit einer WAAP-Lösung profitieren Unternehmen überall von einer einheitlichen Leistung und Funktionalität – unabhängig vom Standort einer App –, während der Lösungsanbieter für die Pflege von Signaturen, Software und Hardware (Plattform) verantwortlich ist.
Bei der Implementierung einer WAAP-Lösung profitieren Unternehmen von einer besseren zentralen Transparenz und Kontrolle über ihre verteilten App-Endpunkte, Sicherheitsrichtlinien und ihre wachsende Angriffsfläche, wodurch sich die Zeit bis zur Behebung von Vorfällen verkürzt. Dies erfolgt in der Regel über eine einheitliche SaaS-Verwaltungskonsole, über die die zuständigen Teams bei der Bereitstellung, Überwachung und Verwaltung von Diensten und Richtlinien in verteilten App- und API-Umgebungen problemlos zusammenarbeiten können. Diese zentrale Steuerung kann Abläufe optimieren, indem sie den Zeitaufwand für das Erkennen und Beheben potenzieller Probleme reduziert und so letztlich die Gesamteffektivität jeder modernen App-Sicherheitsstrategie verbessert. Durch den Einsatz einer umfassenden WAAP-Lösung wie F5 Distributed Cloud WAAP können Unternehmen problemlos eine integrierte, durch KI und maschinelles Lernen unterstützte Sicherheitsarchitektur für Apps und APIs bereitstellen, um bestehende App-Sicherheitsimplementierungen zu ergänzen. So können sie ein einheitliches App-Sicherheitsframework bereitstellen, das sich nahtlos und überall erweitern lässt – von ihren Rechenzentren bis in die Cloud, über mehrere Clouds hinweg und bis an den Edge.
Wenn Sie sich mit einem F5-Lösungsspezialisten austauschen und mehr über F5 Distributed Cloud WAAP sowie über Demo- und Testmöglichkeiten erfahren möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
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