Multi-Cloud-Networking bietet Telekommunikationsunternehmen eine große Chance.
In nicht allzu ferner Zukunft wird dies eine der wichtigsten Möglichkeiten sein, mit denen Telekommunikationsunternehmen andere Unternehmen dabei unterstützen, Workloads auf verschiedene Umgebungen zu verteilen und ihre organisatorische Effizienz und Agilität zu steigern.
Doch wie lässt sich Multi-Cloud-Networking am besten implementieren?
Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie zunächst das eigentliche Ziel betrachten. Bei den meisten Unternehmen wird eine Bereitstellung durch die Notwendigkeit bestimmt, Anwendungen in unterschiedlichen Umgebungen miteinander zu verbinden. Für die Anwendungskonnektivität benötigen Sie jedoch weit mehr als nur Netzwerktechnik. Sie brauchen außerdem Sicherheitsfunktionen und Lastverteilung, damit Ihre Anwendungen jederzeit verfügbar und geschützt sind.
Mehrere Unternehmen bieten verschiedene Komponenten für eine netzwerkzentrierte Multi-Cloud-Vernetzung an. Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um alle entscheidenden Teile des Puzzles zusammenzufügen. Dazu gehört eine vollständig integrierte Lösung, die Netzwerkfunktionen, einen verteilten Application Delivery Controller (ADC) sowie ein umfassendes Paket an Sicherheitsfunktionen für Netzwerke und Anwendungen vereint. All das stellen wir in einem einheitlichen horizontalen Stack bereit, der über verschiedene Cloud-Plattformen hinweg funktioniert. Darüber hinaus lässt sich die Lösung ganz einfach über ein SaaS-basiertes Modell nutzen. In vielen Fällen können wir auch direkt mit Telekommunikationsanbietern zusammenarbeiten, um Unternehmen eine vollständige Multi-Cloud-Lösung bereitzustellen.
Multi-Cloud-Networking wird unverzichtbar
Die Zeit ist reif für Multi-Cloud-Netzwerke. In vielerlei Hinsicht sind sie der logische nächste Schritt für die Unternehmens-IT.
In der Vergangenheit nutzte ein Unternehmen mehrere Clouds, wobei jeder Workload in einer eigenen Umgebung ausgeführt und die verschiedenen Clouds separat verwaltet wurden.
Unternehmen setzen heute auf Cloud-native-Technologien, um deutlich agiler und skalierbarer zu werden. Da Anwendungen zunehmend aus Microservices bestehen, bewegen wir uns auf eine Welt zu, in der eine Anwendung üblicherweise über verschiedene Umgebungen verteilt ist. Mit anderen Worten: Anwendungen werden sowohl verteilt als auch in einzelne Komponenten zerlegt. Mit dem Aufkommen von Edge Computing wird der Bedarf an einer robusten Multi-Cloud-Netzwerklösung noch dringlicher. Beim Einsatz von Edge Computing müssen wesentlich mehr Standorte miteinander verbunden werden, was die Komplexität und die Kosten des Betriebs erhöht.
In Europa haben Vorschriften zu Datenschutz und Datensouveränität viele Unternehmen dazu veranlasst, das Backend einer Anwendung, das den Zugriff auf sensible Daten ermöglicht, in ihrer eigenen lokalen Infrastruktur (On-Premises) zu betreiben. Das Frontend der Anwendung, das für die Kundeninteraktion zuständig ist, kann hingegen in einer Public Cloud ausgeführt werden, um je nach Bedarf nach oben oder unten zu skalieren. Dadurch verteilen sich Unternehmensanwendungen und die zugehörigen Microservices zunehmend auf verschiedene Umgebungen mit unterschiedlichen Netzwerkansätzen. Dennoch müssen diese Anwendungen und Microservices weiterhin sicher und durchgängig miteinander verbunden sein.
CTOs von Telekommunikationsunternehmen stehen vor derselben Herausforderung. So bestand beispielsweise ein mobiles GGSN-Gateway früher aus einem monolithischen Codeblock, der auf dedizierter, speziell dafür entwickelter Hardware ausgeführt wurde. Dieser Code ist heute auf mehrere virtuelle Netzwerkfunktionen (VNFs) oder cloudnative Netzwerkfunktionen (CNFs) verteilt. Die Funktionen der Steuerungs- und Datenebene sind voneinander getrennt und verteilt. Mit dem Umstieg auf eigenständige 5G-Netze werden Telekommunikationsunternehmen zunehmend versuchen, an verschiedenen Standorten bereitgestellte VNFs und CNFs miteinander zu verbinden.
Die manuelle Alternative – zeitaufwendig und kostspielig
Apps in verschiedenen Umgebungen können manuell miteinander verbunden werden. Wir haben erlebt, dass Unternehmen virtuelle Router-Instanzen in mehreren Clouds bereitstellen, um die IP-Netzwerkkonnektivität und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen Clouds zu gewährleisten. Die Betriebsteams verbinden die virtuellen Router anschließend manuell mit den Anwendungen in diesen Umgebungen. Da die Anwendungen jedoch weiterhin Lastausgleich und Anwendungssicherheit benötigen, müssen weitere virtuelle Instanzen aktiviert und bereitgestellt werden.
Dieser Ansatz ist nicht skalierbar. Diese Schritte an mehreren Standorten durchzuführen, ist sowohl arbeitsintensiv als auch kostspielig. Darüber hinaus erfordert die manuelle Konfiguration umfassende Kenntnisse der verschiedenen Umgebungen. Kurz gesagt: Der betriebliche Aufwand ist sehr hoch.
Glücklicherweise lassen sich solche Probleme lindern, indem die zugrunde liegende Komplexität von Cloud-Netzwerken abstrahiert wird. Unsere Lösung, die auf Public-Cloud-, Private-Cloud- und Edge-Plattformen aufsetzt, schafft wirksam Abhilfe. APIs kommunizieren mit den zugrunde liegenden Umgebungen, und die Lösung erkennt Anwendungen in diesen Umgebungen automatisch. Plötzlich lassen sich einige der Einrichtungsschritte, die zuvor Wochen dauerten, innerhalb von Minuten erledigen.
Wir bieten außerdem eine zentrale Benutzeroberfläche für die zentrale Verwaltung durchgängiger Netzwerk- und Sicherheitsrichtlinien. So können Sie genau festlegen, wie jede Anwendung eine sichere Verbindung zu anderen Anwendungen in anderen Umgebungen herstellen soll. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Firewall-Regeln und Netzwerkkonfiguration werden vollständig für Sie eingerichtet. Ein einziges Dashboard bietet umfassende Transparenz über Ihre Netzwerk-, Anwendungs- und Sicherheitslandschaft. All dies können wir anschließend in das private Backbone-Netz eines Telekommunikationsanbieters integrieren. Alternativ können wir unser eigenes Netzwerk nutzen. Sie haben die Wahl.
Die Vorteile dieser Art von Technologie werden schnell deutlich. Fällt eine Instanz aus, wird der Datenverkehr zu einer anderen Anwendung umgeleitet. Hochverfügbarkeit ist bereits integriert. Bei einer Störung können Sie dank der durchgängigen Transparenz die Ursache des Problems schnell ermitteln.
Das Ergebnis: bessere Entscheidungen in kürzerer Zeit. Darüber hinaus steigt die Zuverlässigkeit, die Investitions- und Betriebskosten sinken und Ihre Anwendungen erzielen eine bessere Leistung. Sowohl für Telekommunikationsanbieter als auch für deren Unternehmenskunden sollte Multi-Cloud-Networking stets nur Vorteile und keinerlei Nachteile mit sich bringen.
Weitere Informationen zu den SP-Lösungen von F5 finden Sie unter: https://www.f5.com/solutions/service-providers
F5 wird außerdem vom 5. bis 7. April auf dem MPLS, SD & AI Net World Congress über Multi-Cloud-Netzwerke für Telekommunikationsanbieter sprechen. Weitere Informationen zu unserer Präsenz auf der Messe finden Sie hier: https://www.f5.com/company/events/mpls-sd-ai-net-world-congress-paris-2022
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