F5 NGINX setzt sich für einen sicheren Softwarelebenszyklus ein, der Design, Entwicklung und Tests umfasst, die darauf optimiert sind, Sicherheitsprobleme bereits vor der Veröffentlichung zu erkennen. Obwohl Bedrohungsmodellierung, sichere Programmierung, Schulungen und Tests für uns höchste Priorität haben, können gelegentlich dennoch Schwachstellen auftreten.
Letzten Monat meldete ein Mitglied der NGINX Open Source-Community zwei Fehler im HTTP/3-Modul, die zum Absturz von NGINX Open Source führten. Wir stellten fest, dass ein Angreifer durch das Senden speziell präparierter HTTP/3-Anfragen einen Denial-of-Service-Angriff auf NGINX-Instanzen auslösen könnte. Aus diesem Grund hat NGINX soeben zwei Sicherheitslücken bekannt gegeben: CVE-2024-24989 und CVE-2024-24990.
Die Schwachstellen wurden in der Common-Vulnerabilities-and-Exposures-Datenbank (CVE) registriert und das F5 Security Incident Response Team (F5 SIRT) hat sie anhand der Skala des Common Vulnerability Scoring System (CVSS v3.1) bewertet.
Bei ihrer Veröffentlichung galten die QUIC- und HTTP/3-Funktionen in NGINX als experimentell. In der Vergangenheit haben wir für experimentelle Funktionen keine CVEs veröffentlicht, sondern stattdessen den betreffenden Code korrigiert und die Korrektur im Rahmen einer regulären Version bereitgestellt. Für kommerzielle Kunden von NGINX Plus wurden jeweils die beiden vorherigen Versionen korrigiert und den Kunden zur Verfügung gestellt. Wir waren der Ansicht, dass es unserer Community gegenüber unfair wäre, keinen vergleichbaren Patch für NGINX Open Source bereitzustellen. Zudem hätte eine Behebung des Problems im Open-Source-Zweig die Benutzer auf die Schwachstelle aufmerksam gemacht, ohne ihnen eine Binärdatei zur Verfügung zu stellen.
Unsere Entscheidung, einen Patch sowohl für NGINX Open Source als auch für NGINX Plus zu veröffentlichen, beruht auf unserem Anspruch, das Richtige zu tun – nämlich unseren Kunden und der Community hochsichere Software bereitzustellen. Darüber hinaus verpflichten wir uns, klare Richtlinien zu dokumentieren und zu veröffentlichen, die festlegen, wie künftige Sicherheitslücken zeitnah und transparent behoben werden.
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