Gründe, Zero-Trust-Zugriffssicherheit mit Microsoft Entra ID zu erkunden

F5-Ökosystem | 12. September 2024

Da hybride Cloud-Modelle mittlerweile zum Standard geworden sind, ist es schwieriger, eine einheitliche Zugriffssicherheit über verschiedene Umgebungen hinweg aufrechtzuerhalten. Viele ältere Sicherheitstools sind ohne einen herkömmlichen Netzwerkperimeter nicht mehr wirksam, während Bedrohungen und Angreifer immer raffinierter geworden sind. Auch veraltete Authentifizierungsprotokolle stellen ein Risiko dar und werden zunehmend als Angriffsvektor genutzt. Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, ist ein grundlegender Wandel erforderlich.

Unternehmen auf der ganzen Welt setzen auf Zero-Trust-Prinzipien, um die modernen, verteilten Umgebungen von heute abzusichern. Sollte Ihr Unternehmen das auch tun? In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie und warum Sie die Implementierung von Zero Trust mit F5 und Microsoft Entra ID (ehemals Azure Active Directory) in Betracht ziehen sollten.

Gestiegene Nachfrage nach Zero-Trust-Sicherheit

Zero Trust hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Während 61 % der Unternehmen angeben, bereits strategische Zero-Trust-Initiativen umgesetzt zu haben, planen dies nahezu alle in naher Zukunft.1

Im Gegensatz zu herkömmlichen Sicherheitskonzepten, die davon ausgehen, dass alles innerhalb des Netzwerks vertrauenswürdig ist, folgt Zero Trust dem Grundsatz „Niemals vertrauen, immer überprüfen“. Dieser Ansatz geht davon aus, dass Bedrohungen sowohl außerhalb als auch innerhalb des Netzwerks bestehen, und erfordert daher eine kontinuierliche Überprüfung aller Benutzer, Geräte und Anwendungen, die auf Ressourcen zugreifen möchten.

So schützen Sie den Fernzugriff

Die Arbeit im Homeoffice hat die Einführung von Zero Trust maßgeblich vorangetrieben, da sowohl für moderne Anwendungen als auch für herkömmliche, häufig geschäftskritische Anwendungen ein differenzierterer und sicherer Zugriff erforderlich ist. Trotz Initiativen zur Rückkehr ins Büro arbeiteten im Mai 2024 79 % der US-Beschäftigten, deren Tätigkeit für das Homeoffice geeignet ist, entweder hybrid oder vollständig im Homeoffice.2 Diese Realität vergrößert die Angriffsfläche eines Unternehmens erheblich und erschwert die Authentifizierung von Zugriffsanfragen.

Ein wesentlicher Vorteil des Zero-Trust-Anwendungszugriffs besteht darin, dass Zugriffsanfragen für jede Anwendung einzeln anhand des Kontexts und nicht nur anhand von Anmeldedaten bewertet werden können.

F5 BIG-IP Access Policy Manager (APM) fungiert als identitätsbewusster Proxy und bietet eine zentrale Kontrollinstanz, über die jede Zugriffsanfrage einzeln anhand der Benutzeridentität und des Kontexts überprüft wird. Dadurch wird sichergestellt, dass Benutzer nur auf bestimmte autorisierte Anwendungen und Ressourcen statt auf das gesamte Netzwerk zugreifen können. Dies verhindert laterale Bewegungen von Benutzern und begrenzt so die Angriffsfläche.

“Zero Trust basiert auf dem Prinzip „Niemals vertrauen, immer überprüfen“.”

Kontextinformationen können außerdem dabei helfen, Anmeldeversuche mit gestohlenen Zugangsdaten oder Brute-Force-Angriffe zu erkennen und so eine zusätzliche Schutzebene zu schaffen. BIG-IP APM kann bei Zugriffsentscheidungen auch Verhaltensanalysen von Drittanbietern berücksichtigen, um zusätzlichen Kontext einzubeziehen.

Vereinfachen Sie den sicheren Zugriff durch die Integration von Microsoft Entra ID

Die Verwaltung des Zugriffs auf eine Kombination aus Cloud- und lokalen Anwendungen kann eine Herausforderung darstellen. Microsoft Entra ID bietet Single Sign-On (SSO) und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für Tausende von SaaS-Anwendungen und unterstützt Microsoft Entra Conditional Access, eine Zero-Trust-Richtlinien-Engine. Gemeinsam erweitern BIG-IP APM und Microsoft Entra ID die SSO- und MFA-Funktionen auf jede Anwendung im Portfolio – über hybride Cloud-Umgebungen hinweg – einschließlich moderner, älterer und benutzerdefinierter Anwendungen.

Nicht jede Anwendung ist ohne Weiteres mit herkömmlichen SSO-Lösungen kompatibel; ältere Anwendungen verwenden möglicherweise veraltete Authentifizierungsmethoden. Wiederholte Anmeldungen bei Anwendungen ohne SSO-Unterstützung frustrieren die Benutzer und führen häufig dazu, dass sie unaufmerksam werden und dadurch möglicherweise einem Angreifer zum Opfer fallen. Zudem müssen Benutzer für jede Anwendung ein eigenes Passwort erstellen. Dies kann zur Wiederverwendung von Passwörtern führen und Angreifern die Möglichkeit bieten, einen Satz von Benutzeranmeldedaten zu stehlen und sich damit Zugriff auf eine größere Anzahl von Anwendungen zu verschaffen.

Um dieses Problem zu vermeiden, kann F5 BIG-IP APM als Vermittler fungieren und den SSO-Zugriff auf praktisch jede Anwendung ermöglichen.

Unabhängig davon, ob Ihre Anwendungen in Azure, lokal oder bei einem anderen Cloud-Anbieter gehostet werden, dient F5 als zentraler Front-End-Zugang und sorgt so für eine einheitliche Benutzererfahrung. Die zentrale Verwaltung über verschiedene Umgebungen hinweg reduziert zudem den laufenden Aufwand für Ihr Sicherheitsteam.

Anwendungen vor Exploits schützen

Auch wenn der sichere Zugriff im Mittelpunkt eines Zero-Trust-Sicherheitsmodells steht, sollte die Anwendungssicherheit ebenfalls Teil Ihrer Strategie sein. Gemäß den Zero-Trust-Prinzipien wird davon ausgegangen, dass sich Ihre Anwendungen in nicht vertrauenswürdigen Netzwerken befinden, die anfällig für Angriffe auf Webanwendungen und APIs sind. Daher müssen Sie jede Anwendung und jeden API-Endpunkt absichern, nicht nur das Netzwerk.

F5 bietet eine Web Application Firewall (WAF) zum Schutz aller Anwendungen und Anwendungsbereitstellungen sowie umfassende API-Sicherheit, die in Verbindung mit Microsoft Azure vor Bedrohungen aus den OWASP Web App Top 10 und den API Top 10 schützt.

Bringen Sie die Zero-Trust-Sicherheit von F5 in Azure zum Einsatz

Die umfassenden Sicherheitslösungen von F5 lassen sich nahtlos in Azure und Ihre übrige Hybrid- oder Multicloud-Umgebung integrieren. So können Sie strenge Sicherheitsrichtlinien durchsetzen, die Zugriffsverwaltung optimieren und sensible Daten in allen Anwendungen schützen – unabhängig davon, wo diese ausgeführt werden.

Besuchen Sie f5.com/azure, um mehr zu erfahren.

Quellen

1. Okta, Der Stand der Zero-Trust-Sicherheit 2023, Okt. 2023

2. Gallup, Hybrides Arbeiten, Mai 2024

Teilen

Ähnliche Blogbeiträge

F5 und Equinix bündeln ihre Kräfte, um die sichere Anwendungsbereitstellung in Multicloud-Umgebungen zu vereinfachen
F5-Ökosystem | 05.08.2025

F5 und Equinix bündeln ihre Kräfte, um die sichere Anwendungsbereitstellung in Multicloud-Umgebungen zu vereinfachen

F5 und Equinix ermöglichen es Unternehmen, sich weltweit sicher und zuverlässig mit ihren Partnern zu vernetzen.

API-Sicherheitsrisiken und -herausforderungen
F5-Ökosystem | 21.07.2025

API-Sicherheitsrisiken und -herausforderungen

Erfahren Sie, warum APIs für die moderne App-Entwicklung unverzichtbar sind und wie Sie sie vor den häufigsten Sicherheitslücken schützen. Profitieren Sie von Expertentipps und direkt umsetzbaren Strategien.

Ein Meilenstein für die Community Impact Grants von F5
F5-Ökosystem | 21.01.2025

Ein Meilenstein für die Community Impact Grants von F5

F5 feiert das fünfjährige Bestehen seines innovativen Community Impact Grant-Programms, das gemeinnützige Organisationen, bei denen sich F5-Mitarbeitende ehrenamtlich engagieren, mit Fördermitteln in Höhe von 5.000 US-Dollar unterstützt.

Mit moderner, anpassungsfähiger und sicherer Gesundheits-IT Leben retten
F5-Ökosystem | 22.05.2023

Mit moderner, anpassungsfähiger und sicherer Gesundheits-IT Leben retten

Die IT-Investitionen im Gesundheitswesen tragen dazu bei, die schnellsten Wege zu einer besseren Versorgung zu finden, indem sie die medizinische Betreuung näher an die Patientinnen und Patienten bringen. Viele Gesundheitsunternehmen nutzen riesige Mengen an klinischen und anderen Gesundheitsdaten, um Entwicklungen zu verfolgen und übergreifende Trends in der gesamten Gesundheitslandschaft zu erkennen. Gleichzeitig nähern sie sich einer möglichst präzisen, individuell zugeschnittenen Versorgung an.

Verbesserung der Benutzer- und Administrationserfahrung durch sicheren hybriden Zugriff
F5-Ökosystem | 16.09.2020

Verbesserung der Benutzer- und Administrationserfahrung durch sicheren hybriden Zugriff

Diese Kombination aus BIG-IP Access Policy Manager und Azure Active Directory ermöglicht Identitätsföderation, zentralisierten Benutzerzugriff (über Single Sign-on) und erhöhte Anwendungssicherheit (durch Multi-Faktor-Authentifizierung) für geschäftskritische Anwendungen sowie cloudbasierte und SaaS-Anwendungen. Dieser Ansatz vereinfacht die Einrichtung und Bereitstellung, reduziert den Verwaltungsaufwand und verbessert die gesamte Administration.

Das Internet der Sicherheitsdinge
F5-Ökosystem | 11.05.2015

Das Internet der Sicherheitsdinge

Nein, das ist keine Tirade über die Sicherheit des IoT. Es ist eine Geschichte über Veränderung – genauer gesagt über Veränderung und ihre Auswirkungen auf die Sicherheit. Veränderung ist allgegenwärtig. Es gibt unzählige Axiome und Sprichwörter über Veränderung, also ist es ...