Europas politische Entscheidungsträger sind zunehmend besorgt über Cyberangriffe auf die kritische digitale Infrastruktur der Region.
Damit der Finanzsektor besser auf sich wandelnde Bedrohungen reagieren kann, hat die EU die Verordnung über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor (DORA) ausgearbeitet, die ab Januar 2025 gelten wird.
Der Geltungsbereich von DORA ist weitreichend und umfasst mehr als 22.000 in der EU tätige Finanzunternehmen und deren IKT-Dienstleister. Die Verordnung betrifft auch Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU, die mit diesen Organisationen interagieren.
Im Wesentlichen bildet die Einhaltung von DORA die Grundlage, auf der Finanzdienstleister eine robustere und ganzheitlichere Sicherheitsstrategie aufbauen können, die den Risiken Rechnung trägt, mit denen sie konfrontiert sind.
Während die meisten Banken bereits seit Langem über strenge Sicherheitsmaßnahmen verfügen, soll DORA die Abwehrmaßnahmen im gesamten Finanzökosystem stärken, indem weitere spezialisierte Akteure einbezogen werden, darunter Kredit- und Zahlungsinstitute, Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen, Zentralverwahrer und Ratingagenturen. DORA verpflichtet Finanzunternehmen dazu, das Risiko einer Beschädigung oder eines Verlusts von Daten zu minimieren, unbefugte Zugriffe und technische Mängel zu verhindern, die den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen könnten, und die Verfügbarkeit ihrer IKT-Systeme sicherzustellen.
Compliance sicherstellen
Für Finanzunternehmen und die meisten anderen Unternehmen sind Anwendungen und Daten heute geschäftskritisch. Der umfassende Schutz dieser Ressourcen durch Technologien wie eine robuste Web Application Firewall (WAF) ist unerlässlich, um sowohl die DORA-Anforderungen zu erfüllen als auch den kontinuierlichen Betrieb während eines Distributed-Denial-of-Service-Angriffs (DDoS) und anderer Angriffe sicherzustellen.
DORA verpflichtet Finanzunternehmen außerdem dazu, ungewöhnliche Aktivitäten unverzüglich zu erkennen. Dazu zählen Probleme mit der Leistung von IKT-Netzwerken und damit verbundene Vorfälle sowie die Identifizierung potenziell wesentlicher einzelner Ausfallpunkte. Im Falle eines schwerwiegenden Vorfalls muss das Finanzunternehmen die Aufsichtsbehörden sowie betroffene Kunden und Partner benachrichtigen. Anschließend muss es über die Fortschritte bei der Behebung des Vorfalls berichten und einen Abschlussbericht mit einer Analyse der Ursachen erstellen.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, benötigen Finanzunternehmen vollständige Transparenz über die Performance und den Sicherheitsstatus ihrer Anwendungen. Hier kann die F5 Distributed Cloud Console eine wichtige Rolle spielen. Sie wurde entwickelt, um eine konsolidierte End-to-End-Übersicht über die gesamte Anwendungslandschaft zu bieten, und erfüllt damit die meisten Anforderungen von DORA an die digitale Resilienz.
Die F5 Distributed Cloud Console unterstützt auch bei einigen der differenzierteren Anforderungen von DORA. So müssen Finanzunternehmen ihre IKT-Tools, -Systeme und -Prozesse mindestens alle drei Jahre mithilfe von Penetrationstests überprüfen.
Bis vor Kurzem war diese Art von Tätigkeit erfahrenen und oft kostspieligen „White-Hat“-Hackern vorbehalten. Das ist inzwischen nicht mehr der Fall, und mittlerweile lässt sich der gesamte Prozess automatisieren.
Anfang dieses Jahres brachte F5 seine Lösung Distributed Cloud Web App Scanning auf den Markt. Sie ermöglicht es Unternehmen, das Internet, öffentliche Repositorys, exponierte Server und andere Quellen kontinuierlich zu überwachen, um extern zugängliche Anwendungsdienste, Daten und Schwachstellen zentral zu erfassen. Darüber hinaus können sie automatisierte Penetrationstests durchführen, potenzielle Schwachstellen identifizieren, Nachweise für Probleme erhalten und Empfehlungen zur Behebung bekommen, um die Sicherheit zu verbessern und die Compliance zu gewährleisten.
Durch einen höheren Automatisierungsgrad ist es wesentlich kostengünstiger, kontinuierliche Penetrationstests durchzuführen, anstatt sie projektweise vorzunehmen. So lässt sich die rechtzeitige Einführung neuer Produkte und Services sicherstellen.
Sicherheit von Anfang an in die IKT-Landschaft integrieren
Alle Unternehmen sollten einen ganzheitlichen Ansatz für die digitale Sicherheit anstreben, anstatt zu versuchen, einzelne punktuelle Lösungen einzusetzen, um die DORA-Anforderungen zu erfüllen. Die zunehmende Automatisierung, die durch Fortschritte bei der KI ermöglicht wird, erleichtert es erheblich, Sicherheit bereits bei der Konzeption, Entwicklung und Bereitstellung von IKT-Infrastrukturen, Komponenten, Apps und den zugehörigen Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) zu berücksichtigen.
APIs, die heute im Wesentlichen das zentrale Nervensystem der digitalen Wirtschaft bilden, sind besonders wichtig. Unternehmen sollten alle Hebel in Bewegung setzen, um die Erkennung von Schwachstellen in die Anwendungsentwicklungsprozesse zu integrieren und sicherzustellen, dass Risiken erkannt und Richtlinien umgesetzt werden, bevor APIs in den Produktivbetrieb gehen.
Als direkte Antwort auf diesen wachsenden Bedarf bietet F5 Distributed Cloud Services die branchenweit umfassendste, KI-fähige API-Sicherheitslösung. Die Zeiten, in denen Unternehmen gezwungen waren, unterschiedliche Toolsets und Funktionen einzusetzen, um ihre APIs während der Entwicklung und zur Laufzeit abzusichern, sind vorbei. F5 ermöglicht die Erkennung von Schwachstellen und die Beobachtbarkeit im Anwendungsentwicklungsprozess und stellt so sicher, dass Risiken erkannt und Richtlinien implementiert werden, bevor APIs in die Produktion gehen. In einer Zeit, in der API-Sicherheit wichtiger und komplexer ist als je zuvor, macht F5 es überflüssig, dass Kunden für separate API-Sicherheitslösungen bezahlen und diese verwalten müssen. API-Erkennung, Tests, Sicherheitsstatusmanagement und Laufzeitschutz – alles auf einer einzigen Plattform – können einen großen Vorteil bieten, um sich auf die bevorstehenden komplexen Anforderungen von DORA vorzubereiten.
Letztlich sollte DORA nicht als lästige Belastung betrachtet werden. Vielmehr bietet die Verordnung eine große Chance, wesentliche Sicherheitsmaßnahmen unternehmensweit zu optimieren und zu stärken. Dennoch ist dies ein Prozess, und einige werden ihre Vorstellung davon, was Sicherheit tatsächlich bedeutet und wie sie vermittelt wird, wahrscheinlich ändern müssen.
Zum Glück für alle, die sich mit den bevorstehenden Herausforderungen auseinandersetzen müssen, bietet F5 viele der erforderlichen Tools, um sowohl die Überwachungs- und Meldeanforderungen von DORA zu erfüllen als auch die Risiken verheerender Cyberangriffe erheblich zu senken.
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