Den ADC neu erfinden, um den Anforderungen einer sich wandelnden Anwendungsinfrastruktur gerecht zu werden

F5-Ökosystem | 12. Februar 2025

Blog 1 von 3

Die Anwendungsbereitstellung hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Mit der Weiterentwicklung der Unternehmens-IT ist auch der Bedarf in Unternehmen gestiegen: mehr Anwendungen, mehr Infrastrukturunterstützung, höhere Verfügbarkeit und mehr Flexibilität. Doch all dieses „Mehr“ hat seinen Preis. Da sich Infrastrukturen kontinuierlich weiterentwickeln, um den wachsenden Anforderungen der Unternehmen gerecht zu werden, sind sie enorm komplex geworden. Dies wiederum hat neue Risiken mit sich gebracht und erschwert es Unternehmen, schnell genug zu agieren, um die innovativen digitalen Erlebnisse bereitzustellen, die ihre Kunden erwarten.

Mit dem Eintritt in das KI-Zeitalter nimmt die Größe und Komplexität der unterstützenden Anwendungsinfrastruktur weiter zu, da immer mehr KI-gestützte Anwendungen unterstützt und KI-Fabriken entwickelt werden müssen. Um die für die Absicherung und Bereitstellung dieser verteilten Anwendungen erforderlichen kritischen Dienste zu realisieren, ist eine Vereinfachung unerlässlich.

Kurz gesagt: Genau das bietet F5. Seit der Gründung von F5 vor fast 30 Jahren sind wir Marktführer im Bereich Application Delivery Controller (ADCs). Im Laufe der Jahre haben wir ADCs kontinuierlich neu erfunden, um den Anforderungen der sich stetig weiterentwickelnden zugrunde liegenden Anwendungsinfrastruktur gerecht zu werden. Und da KI die zugrunde liegende Landschaft erneut verändert, entwickelt F5 innovative Lösungen für die aktuellen Anforderungen und vereinfacht so das Komplexe für unsere Kunden.

In den kommenden Wochen werden wir untersuchen, wie sich ADCs weiterentwickelt haben, um den Veränderungen in der Infrastruktur-, Anwendungs- und Sicherheitslandschaft gerecht zu werden. Dieser erste Blogbeitrag der Reihe beleuchtet, wie sich ADCs an eine sich wandelnde Anwendungsinfrastruktur angepasst haben.

Wie hat sich diese Entwicklung in den vergangenen drei Jahrzehnten vollzogen?

Infrastruktur 1.0: Lokale Rechenzentren der 1990er-Jahre

In den Anfängen der Unternehmens-IT war eine lokale Infrastruktur der Standard. Unternehmen betrieben ihre Anwendungen, Daten und Systeme auf physischen Servern und Hardware, die in einem Serverraum im eigenen Gebäude untergebracht waren – und stellten sie den Benutzern zur Verfügung, die innerhalb derselben Unternehmensgebäude an ihren Schreibtischen saßen. Diese lokalen Rechenzentren erforderten erhebliche Investitionen in Hardware und Software. Zudem waren qualifizierte IT-Teams erforderlich, um die Rechenzentren zu warten sowie Sicherheits- und Softwareupdates durchzuführen.

Infrastrukturgrafik zur Entwicklung von ADCs.

Da sich die Anwendungsinfrastruktur vom Rechenzentrum über die Cloud bis hin zur heutigen hybriden Multicloud-Umgebung weiterentwickelt hat, muss sich auch der ADC neu erfinden, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden.

Diese lokalen Rechenzentren boten vollständige Kontrolle über Daten und Systeme. Da die Infrastruktur an einem zentralen Standort untergebracht war, ließen sich Anwendungen relativ einfach absichern – ein Vorteil für Unternehmen, die strenge Compliance- und Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen. Der Aufbau und Betrieb von Rechenzentren war jedoch kostspielig, und die Skalierbarkeit war begrenzt. Zudem erforderte die Expansion in neue geografische Regionen den Bau weiterer Rechenzentren, was sowohl teuer als auch betrieblich komplex war.

In dieser Zeit kamen die ersten Application Delivery Controller in Form von Hardware- oder virtuellen Appliances auf den Markt, die IT-Teams dabei unterstützten, ihre Anforderungen an die Anwendungsbereitstellung, etwa den Lastausgleich, zu erfüllen. F5 etablierte sich schnell als Marktführer für hardwarebasierte ADCs und führte schließlich den ersten On-Demand-ADC ein, der Leistung und Skalierbarkeit neu definierte.

Infrastruktur 2.0: Cloud-Disruption in den 2000er-Jahren

Das Aufkommen des Cloud-Computings veränderte die Landschaft der Anwendungsinfrastruktur grundlegend. Rechenressourcen wurden aus den unternehmenseigenen Räumlichkeiten in große, von Drittanbietern betriebene Serverfarmen verlagert. Cloud-Service-Anbieter wie Microsoft Azure, Amazon Web Services (AWS) und Google Cloud Platform (GCP) begannen, Rechenressourcen nach einem nutzungsabhängigen Abrechnungsmodell anzubieten, wodurch Unternehmen bei Bedarf flexibel darauf zugreifen konnten.

Das Cloud-Zeitalter brachte Unternehmen enorme Vorteile. Es machte die Einrichtung neuer Rechenzentren überflüssig, die den Kauf teurer Hardware und deren kostenintensive Wartung erfordert hätten, und ermöglichte es zugleich, nur für die tatsächlich genutzten Ressourcen zu bezahlen. Anwendungen konnten schneller bereitgestellt und die Kapazitäten bei schwankendem Rechenbedarf problemlos nach oben oder unten skaliert werden. Zudem erhielten Unternehmen Zugang zu einem globalen Netzwerk von Rechenzentren, wodurch sie ihre weltweite Präsenz ausbauen konnten.

Mit dem Aufkommen des Cloud-Computings begann die zweite Ära der ADCs, in der sich der Schwerpunkt von Appliances hin zu ADCs als Service verlagerte. Dies bot Kunden eine bessere Skalierbarkeit, höhere Anwendungssicherheit und ein einheitliches Richtlinienmanagement. Auch hier behauptete F5 seine Position als Marktführer im ADC-Bereich und erfüllte die Anforderungen des Cloud-Zeitalters, indem wir unsere Services an die Public Cloud anpassten.

Infrastruktur 3.0: Die heutige Welt der Hybrid- und Multi-Cloud

Früher ging man davon aus, dass künftig eine einzige Cloud dominieren würde, doch dazu ist es nicht gekommen. Unternehmen verteilen ihre Anwendungen und APIs heute auf mehr Umgebungen als je zuvor.

Einige betreiben ihre Anwendungen in mehreren Clouds, um die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu vermeiden und durch die Nutzung der besten Services verschiedener Anbieter ihre Kosten zu optimieren. Andere verwalten ihre Anwendungen in einer hybriden Landschaft, die lokale Rechenzentren, mehrere Public Clouds und Edge-Umgebungen miteinander verbindet. Tatsächlich zeigen Untersuchungen von F5, dass 88 % der Unternehmen hybride Bereitstellungsmodelle nutzen, während mehr als ein Drittel (38 %) Anwendungen betreibt, die in sechs verschiedenen Modellen bereitgestellt werden.

Hybride Multicloud-Umgebungen sind zur neuen Normalität geworden – dank der enormen Flexibilität, für jede Anwendung oder Arbeitslast die optimale Umgebung auswählen zu können. Gleichzeitig ist dadurch jedoch eine untragbare Situation im Hinblick auf Effizienz und Sicherheit entstanden. Mit dem weiteren Vormarsch der KI wird die zugrunde liegende Infrastruktur noch stärker verteilt sein, da KI-Arbeitslasten möglichst nah an den benötigten Daten bereitgestellt werden.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss sich der ADC erneut neu erfinden. ADC 3.0 erfordert einen einheitlichen Plattformansatz für Anwendungssicherheit und -bereitstellung, der es Unternehmen ermöglicht, die Flexibilität einer hybriden Multicloud-Umgebung zu nutzen, ohne durch Komplexität ausgebremst zu werden.

Es heißt, Einfachheit sei gelöste Komplexität. Indem ADC 3.0 Unternehmen dabei unterstützt, jede App und API in ihren Hybrid- und Multicloud-Umgebungen zu schützen, bereitzustellen und zu optimieren, verspricht es, Komplexität zu bewältigen – und so die entscheidende Einfachheit zu schaffen, die für den Erfolg im KI-Zeitalter erforderlich ist.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Blogbeitrag „Eine neue Generation von ADCs für das KI-Zeitalter“. Schauen Sie außerdem bald wieder vorbei, um den nächsten Blogbeitrag unserer Reihe über ADCs und die Entwicklung von Anwendungen zu lesen.


Setzen Sie die Diskussion aus der Blogreihe zu ADC 3.0 fort: Von monolithisch zu verteilt: Die Auswirkungen der Anwendungsentwicklung auf ADCs

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Über den Autor

Greg Maudsley
Greg MaudsleySenior Director, Produktmarketing | F5

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