Es ist wieder an der Zeit, einen genaueren Blick auf die Anwendungsdienste zu werfen, die Unternehmen tatsächlich nutzen, um Apps schneller und sicherer zu machen.
Bemerkenswert ist auch in diesem Quartal der anhaltende Anstieg bei der Nutzung von Diensten zur Bot-Abwehr. Anwendungsdienste für Sicherheit und Performance blieben stabil und verzeichneten weder Rückgänge noch Zuwächse.
Besorgniserregend ist die Anzahl der für den Zugriff konfigurierten administrativen Ports. Anhand der verfügbaren Daten lässt sich zwar nicht feststellen, ob diese Ports über das Internet erreichbar sind, doch die Zahl der virtuellen Server, die für administrative Zugriffe und Protokolle konfiguriert sind, ist beträchtlich und geht in die Tausende. Dazu gehören auch Konsolen, die privilegierte Aufgaben über das Web ermöglichen, wie etwa webmin. Da Vorfälle mit frei zugänglichen Webkonsolen zunehmen, sollte der Netzwerkbetrieb die Anwendungsdienste regelmäßig überprüfen und sicherstellen, dass der Zugriff gerechtfertigt und bei Bedarf abgesichert ist.

VERTEIDIGEN
BOT-ABWEHR NIMMT WEITER ZU
Der Einsatz von Bot-Abwehrlösungen stieg gegenüber dem Vorquartal erneut um 2 Prozentpunkte: Der Anteil der Unternehmen, die damit schädlichen, nicht menschlichen Datenverkehr abwehren, erhöhte sich von 19 % auf 21 %.
Untersuchungen von F5 Labs zufolge stammt die Hälfte des gesamten Internetverkehrs von Bots. Fast ein Drittel (30 %) davon ist bösartig.
KONTROLLIEREN & SCHÜTZEN
SICHERHEIT, DIE STANDHÄLT
Die Nutzung von Diensten für den Anwendungszugriff und Web-Single-Sign-on blieb im Vergleich zum Vorquartal ebenso stabil wie die Nutzung von Web-Sicherheitsdiensten.
Analysen von F5 Labs ergaben, dass Anwendungen und Identitäten bei 86 % der Sicherheitsverletzungen die ersten Angriffsziele waren, weshalb diese Anwendungsdienste von entscheidender Bedeutung sind.
BESCHLEUNIGEN
DAUERHAFT HOHES TEMPO
Webbeschleunigungs- und HTTP-Komprimierungsdienste konnten ihre bisherigen Zuwächse jeweils halten und blieben stabil bei 39 % bzw. 44 %.
Die Nutzung von clientseitigem SSL (82 %) ist nach wie vor unverhältnismäßig hoch im Vergleich zur serverseitigen Implementierung (70 %). Dies deutet darauf hin, dass die SSL-Terminierung eher der Geschwindigkeitssteigerung als der Ende-zu-Ende-Sicherheit dient.

Über den Autor

Lori MacVittie ist Distinguished Engineer und Chief Evangelist im Office of the CTO von F5 und verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Anwendungsbereitstellung, Automatisierungsstrategie und Infrastruktur. Sie ist dafür bekannt, Komplexität verständlich zu machen – ob sie Leitplanken für KI-Agenten definiert, fragile Multicloud-Architekturen analysiert oder die Grenzen skalierbarer Systeme auslotet. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Branchenerfahrung in der Anwendungsentwicklung, IT-Architektur sowie im Netzwerk- und Systembetrieb. Bevor sie zu F5 kam, war sie als mehrfach ausgezeichnete Technologie-Redakteurin tätig. MacVittie hat einen Masterabschluss in Informatik und ist eine produktive Autorin, deren Veröffentlichungen die Bereiche Sicherheit, Cloud und Unternehmensarchitektur abdecken. Außerdem spielt sie leidenschaftlich gern Brett- und Videospiele und vertritt mit voller Überzeugung klare Ansichten zum Thema Käse.
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