F5 Edge Client 7.2.1: Mehr Sicherheit und eine einfachere Benutzererfahrung beim Zugriff auf Netzwerke und Webanwendungen

F5-Ökosystem | 12. Oktober 2020

F5 hat kürzlich eine neue Version des F5 Edge Client (v7.2.1) veröffentlicht. Für alle, die den F5 Edge Client noch nicht kennen: Es handelt sich um einen SSL-VPN-Client, der Mitarbeitern im Homeoffice oder an anderen externen Standorten den Zugriff auf Unternehmensnetzwerke ermöglicht. Er wird zusammen mit BIG-IP Access Policy Manager (APM) eingesetzt, der sicheren, hochskalierbaren Proxy-Lösung von F5 für das Zugriffsmanagement, die eine zentrale Zugriffskontrolle für Anwendungen und APIs bietet und bei entsprechender Konfiguration als identitätsbewusster Proxy (Identity-Aware Proxy, IAP) zudem Zero-Trust-Zugriff auf Anwendungen ermöglicht. Der F5 Edge Client schützt den Fernzugriff für Mitarbeiter im Homeoffice und an anderen externen Standorten. Der F5 Edge Client ist für Apple macOS und Microsoft Windows verfügbar. (F5 bietet außerdem SSL-VPN-Clients – sogenannte F5 Access Clients – für Apple iOS, Google Android und Chrome OS an. Die F5 Access Clients können im Apple App Store, Google Play Store beziehungsweise Chrome Web Store heruntergeladen werden.)

Ältere Versionen des F5 Edge Client unterstützten Datagram Transport Layer Security (DTLS) Version 1.0 für die Remote-Verbindung sowie zur Absicherung und Tunnelung verzögerungsempfindlicher Anwendungen.

F5 Edge Client 7.2.1 unterstützt jetzt DTLS 1.2. Dadurch können Unternehmen, Behörden und Ministerien neue Compliance-Anforderungen erfüllen und auf die Verwendung von DTLS 1.0 verzichten, das eine Reihe von Sicherheitseinschränkungen aufweist. Mit DTLS 1.2 können Client-/Server-Anwendungen kommunizieren, ohne Abhören, Manipulationen oder Nachrichtenfälschungen befürchten zu müssen.

Eine weitere neue Funktion in dieser Version ermöglicht die Verwendung von namensbasierten Split-Tunneling-Konfigurationen mit Diensten, deren Lastverteilung über DNS erfolgt. Dadurch können langlebige Verbindungen – wie sie beispielsweise von Streaming-Diensten verwendet werden – auch dann aufrechterhalten werden, wenn eine spätere Namensauflösung eine andere IP-Adresse ergibt.

Unternehmen setzen BIG-IP APM ein, um ihren Benutzern – Mitarbeitern, Auftragnehmern und anderen – den Remote-Zugriff auf ihre Netzwerke sowie einen sicheren Remote-Zugriff auf Unternehmensanwendungen zu ermöglichen. Um Hürden abzubauen und die Flexibilität ihrer Benutzer zu erhöhen, müssen Unternehmen einen nahtlosen Zugriff sowohl auf Webanwendungen als auch auf ihr Netzwerk ermöglichen, ohne dass sich die Benutzer mehrfach anmelden müssen. Dies ist besonders wichtig angesichts des explosionsartigen Anstiegs der Zahl der Benutzer, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie gezwungen sind, von zu Hause oder einem anderen Ort aus zu arbeiten.

Die spannendste neue Funktion von F5 Edge Client 7.2.1 ist die Möglichkeit, Single Sign-On (SSO) über Webanwendungen und Anwendungen für den Remotezugriff hinweg bereitzustellen.

F5 Edge Client 7.2.1 verwendet den Autorisierungscode-Flow von Open Authentication (OAuth), um ein Zugriffstoken von einem OAuth-Autorisierungsserver abzurufen. Dieses Zugriffstoken wird anschließend zur Authentifizierung bei BIG-IP APM verwendet, um einen sicheren Remotezugriff auf das Unternehmensnetzwerk einer Organisation zu erhalten. F5 Edge Client 7.2.1 funktioniert mit jedem standardkonformen OAuth-Autorisierungsserver und wurde mit den Autorisierungsservern von Azure AD, Okta, Google und Ping Identity validiert.

Durch die Verwendung des OAuth-Autorisierungscode-Flows überträgt diese neue Version von F5 Edge Client die Authentifizierung an den externen Browser des Benutzers. Da die Benutzerauthentifizierung über einen externen Browser erfolgt, unterstützt F5 Edge Client nun alle neuen modernen Authentifizierungsmethoden, die von den Autorisierungsservern eines Unternehmens unterstützt werden, darunter:

  • Kennwortlose Authentifizierung über ein registriertes Microsoft Windows-Gerät mithilfe biometrischer Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung oder mithilfe einer PIN.
  • Zweitfaktor-Authentifikatoren wie YubiKey von Yubico, die der Universal-2nd-Factor-Spezifikation (U2F) entsprechen. U2F-Geräte können über einen webbasierten Registrierungsprozess registriert werden, ohne dass clientseitige Software oder Treiber erforderlich sind.
  • FIDO2-Authentifizierung von jedem Windows- oder macOS-Gerät aus mithilfe von Drittanbieter- oder integrierten Authentifikatoren, ohne dass zusätzliche Treiber oder clientseitige Software zur Aktivierung dieser Authentifikatoren erforderlich sind.

F5 Edge Client 7.2.1 bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile, darunter erhöhte Sicherheit, verbesserte Benutzerfreundlichkeit und mehr Komfort, einen besseren Schutz der Privatsphäre von Endbenutzern sowie Skalierbarkeit durch die Authentifizierung im Browser und die Nutzung der FIDO2-Authentifizierung.

Kryptografische FIDO2-Anmeldeinformationen verlassen niemals das Gerät eines Benutzers und werden niemals auf einem Server gespeichert. Dadurch werden Risiken im Zusammenhang mit Phishing, allen Formen von Passwortdiebstahl und Replay-Angriffen beseitigt.

Benutzer können kryptografische Anmeldeinformationen mit einfachen integrierten Methoden entsperren, beispielsweise mit Fingerabdrucksensoren oder Kameras auf ihren Geräten, oder benutzerfreundliche FIDO-Sicherheitsschlüssel verwenden. Benutzer können das Gerät auswählen, das ihren Anforderungen am besten entspricht und die Richtlinien ihrer Organisation erfüllt. Da der Authentifizierungskontext im Browser beibehalten wird, müssen sich Benutzer außerdem nicht erneut anmelden, wenn sie nach dem Herstellen einer Verbindung mit dem Netzwerk ihrer Organisation über F5 Edge Client auf eine Webanwendung zugreifen möchten.

Da kryptografische FIDO-Schlüssel für jede Website eindeutig sind, können sie nicht dazu verwendet werden, Benutzer websiteübergreifend zu verfolgen, was den Schutz der Privatsphäre verbessert. Zudem verlassen biometrische Daten, sofern sie verwendet werden, niemals das Gerät des Benutzers.

Schließlich können FIDO-2-Authentifikatoren über einen webbasierten Workflow registriert und aktiviert werden. Dadurch lassen sich Bereitstellungen sehr einfach skalieren.

BIG-IP Edge Client ist als eigenständiges Paket verfügbar, das auf BIG-IP APM ab Version 13.1.0 installiert werden kann. Weitere Informationen zur neuesten Version von F5 Edge Client (v7.2.1) finden Sie in den Versionshinweisen, der Kompatibilitätsmatrix und im Administrationshandbuch.

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Schlagwörter: 2020

Über den Autor

Jay Kelley
Jay KelleySenior Manager, Produktmarketing | F5

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