George Pischinas: Wie aus einer persönlichen Tragödie eine Kraft für das Gute wird

F5-Ökosystem | 14. Dezember 2023

Im Rahmen unserer fortlaufenden Reihe, in der wir F5-Mitarbeitende würdigen, die sich für andere engagieren, zeigt die Geschichte des in Großbritannien tätigen Vertriebsvergütungsanalysten George Pischinas, was möglich ist, wenn wir persönlichen Verlust in positives Handeln und eine sinnstiftende Aufgabe verwandeln.

Anfang dieses Jahres verlor George seine 32-jährige Schwester Vera durch eine seltene und sehr aggressive Krebserkrankung. Für ihn und seine Familie war dieser Verlust niederschmetternd. Dennoch hat er sich vorgenommen, seine Trauer in eine Kraft für gesellschaftliches Engagement zu verwandeln.

George Pischinas, Analyst für Vertriebsvergütung bei F5, verbringt den Nachmittag mit seiner Schwester Vera und deren Tochter Stella.
George Pischinas, Analyst für Vertriebsvergütung bei F5, verbringt den Nachmittag mit seiner Schwester Vera und deren Tochter Stella.

Von Anfang an eng verbunden

George hatte schon immer ein enges Verhältnis zu seiner älteren Schwester Vera. Als Kinder spielten sie gemeinsam in Chalkida, einer kleinen griechischen Stadt etwa eine Stunde von Athen entfernt. Beide lernten in der Schule gern Englisch. Später zogen sie beide ins Vereinigte Königreich und erwarben ihre Masterabschlüsse an zwei Universitäten, die nur eine Stunde voneinander entfernt lagen.

Für George schien Vera alles zu haben, was man sich wünschen konnte. Nach Abschluss ihres Studiums zog sie nach Paris, wo sie ihren Traum verwirklichte, Englisch zu unterrichten. Gemeinsam mit ihrem Mann gründete sie eine Familie und zog ihre kleine Tochter Stella groß. Vera entspannte sich gern zu Hause, las ihrer kleinen Tochter Bücher vor und verbrachte Zeit mit ihrer Familie. Außerdem arbeitete sie beim British Council in Paris und unterrichtete Kinder in Englisch als Zweitsprache. „Sie liebte es zu unterrichten“, erinnert sich George. „Sie liebte Menschen, vermittelte gern Wissen und wollte den Kindern auf unterhaltsame und innovative Weise etwas beibringen.“

Mit einer niederschmetternden Diagnose umgehen

Im Dezember 2021 begann sich alles zu verändern. Vera litt zunehmend unter anhaltenden Kopfschmerzen und einer verstopften Nase und beschloss, einen Arzt aufzusuchen. Zunächst vermuteten die Ärzte eine Nasennebenhöhlenentzündung und verschrieben ihr Antibiotika, doch ihre Beschwerden besserten sich dadurch nicht. Schließlich wurde eine CT-Untersuchung durchgeführt, bei der eine Verschattung zwischen ihrer Nase und ihrem rechten Auge festgestellt wurde. Nach einer MRT-Untersuchung und einer anschließenden Biopsie wurde ihr mitgeteilt, dass sie an einer aggressiven Form eines sinonasalen Karzinoms litt. Es dauerte einen weiteren Monat, bis die Ärzte schließlich erkannten, dass Vera ein SMARCB1-defizientes sinonasales Karzinom hatte. SMARCB1-defiziente Krebserkrankungen sind außerordentlich tödlich und aggressiv und betreffen meist junge Erwachsene und Kinder.

George sagt, es habe ihm das Herz gebrochen, als Vera ihm die Nachricht überbrachte. „Krebserkrankungen mit SMARCB1-Defizienz gehören zu den am schwierigsten zu behandelnden überhaupt“, sagt er. „Niemand weiß, wie man sie behandeln soll, und die Überlebenschancen sind sehr gering. Es geht also darum, wie lange jemand sein Leben angesichts der begrenzten Forschungsergebnisse und medizinischen Daten, die uns heute zur Verfügung stehen, verlängern kann.“

“„Ich habe das Gefühl, etwas äußerst Wichtiges zu tun, und das gibt mir inneren Frieden.“ George Pischinas, Analyst für Vertriebsvergütung bei F5”

Als Vera zu SMARCB1-defizienten Krebserkrankungen recherchierte, stieß sie auf SMARCB1 Hope, eine gemeinnützige Organisation, die sich dafür einsetzt, die Forschung zu beschleunigen und wirksame Behandlungsmöglichkeiten für SMARCB1-defiziente Krebserkrankungen zu finden. Vera teilte einen von der Organisation produzierten Podcast, woraufhin George beschloss, deren Gründer Cassie und Jean-Baptiste Toulouse zu kontaktieren – ein französisch-amerikanisches Paar, das kurz zuvor seine Tochter Ella an dieselbe Krebserkrankung verloren hatte.

In den folgenden Monaten brachte SMARCB1 Hope Georges Familie mit führenden Forschenden auf diesem Gebiet in Kontakt und setzte sich dafür ein, dass Vera die Immuntherapie erhielt, von der sie sich eine Verlängerung ihres Lebens versprachen. Die Organisation unterstützte Vera auch persönlich und stand ihr emotional zur Seite, als sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte.

Im Angesicht der Tragödie einen Sinn finden

Vor einem Jahr, während der Weihnachtszeit, lebte Vera noch zu Hause. George reiste nach Paris, um ihr beizustehen, während sie mit den schrecklichen Nebenwirkungen ihrer Behandlungen zurechtkommen musste. Er war erstaunt, dass Vera, als die Nebenwirkungen etwas nachließen, trotz ihrer fortschreitenden Krankheit den Küchentisch schmücken und ein besonderes Essen zubereiten konnte. „Sie wusste, dass es ihr letztes Weihnachten sein würde, und sie wollte, dass wir alle gemeinsam feiern“, sagt George.

F5er George Pischinas verbringt sein letztes Weihnachtsfest mit seiner Schwester Vera, die an einer seltenen Gruppe von SMARCB1-defizienten Krebserkrankungen litt.
F5er George Pischinas verbringt sein letztes Weihnachtsfest mit seiner Schwester Vera, die an einer seltenen Form von SMARCB1-defizienten Krebserkrankungen litt.

Einige Monate später wurde Vera zum letzten Mal ins Krankenhaus eingeliefert. Als George sie eines Tages besuchte, saß ihm ein kleiner Junge im Rollstuhl gegenüber, der geduldig auf seinen Chemotherapietermin wartete. „Ich fühlte mich so hilflos – was sollte ich denn tun?“, erzählt George. „Als ich dieses Kind vor mir sah, sagte ich mir zum ersten Mal: Wenn ich meine Schwester verliere, werde ich alles in meiner Macht Stehende tun, um etwas daran zu ändern.“

In den letzten Tagen von Veras Krankheit erzählte George seiner Schwester von seinem Vorhaben. „Ich habe Vera unter anderem versprochen, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um zur Entwicklung einer Therapie gegen SMARCB1-defiziente Krebserkrankungen beizutragen, damit anderen dieses Schicksal erspart bleibt“, sagt er.

Trauer in Tatkraft verwandeln

George engagiert sich inzwischen ehrenamtlich bei SMARCB1 Hope und arbeitet daran, dieses Versprechen einzulösen. Er hat begonnen, das Bewusstsein für Krebserkrankungen mit SMARCB1-Defizienz zu schärfen, und erhielt kürzlich von F5 einen Community Impact Grant in Höhe von 5.000 US-Dollar, damit SMARCB1 Hope mit seiner Website ein breiteres Publikum erreichen kann. Außerdem leitet er die Social-Media-Strategie der gemeinnützigen Organisation. Dadurch gewinnen die Gründer mehr Zeit, sich auf die Forschung zu konzentrieren und unter anderem Symposien zu veranstalten, bei denen Forschende und medizinische Fachkräfte zusammenkommen, um die Entwicklung wirksamer Behandlungsmethoden voranzutreiben.

Sein ehrenamtliches Engagement hilft George dabei, seine Trauer zu verarbeiten. „Ich habe das Gefühl, etwas äußerst Wichtiges zu tun, und das gibt mir inneren Frieden“, sagt er. „Und im größeren Zusammenhang fühlt es sich gut an, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben.“

Während George sein Leben weiterlebt, möchte er anderen Menschen vermitteln, wie wichtig es ist, Familie und Freunde wertzuschätzen. „Nutzt die Zeit, die ihr mit euren Liebsten habt“, sagt er. „Es ist wichtig, den Menschen, die euch nahestehen, zu sagen: ‚Ich liebe dich.‘ Später könnte es zu spät sein, also tut es jetzt.“

Unseren vorherigen Blogbeitrag in dieser Reihe finden Sie hier.

Besuchen Sie die „Global Good“-Webseite von F5 und erfahren Sie, wie F5 gesellschaftliches Engagement fördert: https://www.f5.com/company/global-good

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Schlagwörter: 2023

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