F5 Application Study Tool: Überwachung von F5 BIG-IP-Umgebungen mit OpenTelemetry

F5-Ökosystem | 15. April 2025

Während seiner Keynote auf der AppWorld-Konferenz im Februar in Las Vegas stellte Kunal Anand, Chief Innovation Officer bei F5, das F5 Application Study Tool (AST) vor. Dieses schlanke, modulare Tool lässt sich nahtlos in bestehende F5 BIG-IP-Ökosysteme integrieren, um Daten zu erfassen und zu visualisieren und eine Grundlage für aussagekräftige, individuell anpassbare Erkenntnisse zu schaffen.

„AST gewährt einen tiefen Einblick darin, wie Sie BIG-IP nutzen“, sagte Anand. „Es liefert nicht nur oberflächliche Kennzahlen, sondern tiefgreifende, aussagekräftige Erkenntnisse … Mit diesem Tool wird aus einer unscharfen Momentaufnahme gewissermaßen ein hochauflösendes Echtzeitvideo Ihrer BIG-IP-Umgebung.“

AST nutzt moderne Open-Source-Tools wie OpenTelemetry, Prometheus, Grafana und Docker, um Daten in vorkonfigurierten, aber anpassbaren Dashboards zu visualisieren. So erhalten Benutzer mehr Informationen über ihre BIG-IP-Bereitstellungen, ohne umfangreich in neue Infrastruktur investieren zu müssen. „Das Besondere an AST sind nicht nur seine Funktionen, sondern auch seine DNA. Es nutzt erstklassige Open-Source-Telemetrie-Tools und kann überall ausgeführt werden“, so Anand.

Detaillierte Einblicke in BIG-IP-Bereitstellungen

Angesichts der zentralen Rolle, die BIG-IP bei der Bereitstellung von Anwendungen und Daten in vielen Unternehmen spielt, ist es entscheidend, den Überblick über die Vorgänge im BIG-IP-Ökosystem zu behalten. Umfangreiche Betriebsdaten tragen wesentlich dazu bei, technische und geschäftliche Fragen zu beantworten, die sowohl im Normalbetrieb als auch bei Störungen auftreten können. Herkömmliche Telemetrie-Tools bieten jedoch häufig weder tiefgehende, anpassbare Analysen noch eine vollständige Visualisierung dessen, was im Hintergrund von BIG-IP geschieht.

“AST ermöglicht es Betriebsteams, von einer reaktiven zu einer proaktiven Arbeitsweise überzugehen. Das ist nicht nur für den Betrieb, sondern auch für das gesamte Unternehmen ein bedeutender Wandel, da es die Geschäftsleitung dabei unterstützen kann, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.”

AST bietet umfassende Einblicke in BIG-IP-Bereitstellungen und reduziert dadurch erheblich die Komplexität und den Aufwand, die erforderlich sind, um Metriken und Erkenntnisse in großem Maßstab bereitzustellen und eine solide Grundlage für eine kontinuierliche Beobachtung und Überwachung zu schaffen. Vorkonfigurierte Dashboards und anpassbare Diagramme in AST stellen BIG-IP-Telemetriedaten übersichtlich dar und helfen so, Engpässe schnell zu erkennen, Leistungskennzahlen zu verfolgen und Ausfälle in der gesamten Infrastruktur zu analysieren. Das Tool analysiert das Anwendungsverhalten, Nutzungsmuster und weitere Daten, um eine fundierte Fehlerbehebung zu ermöglichen und die Ursache von Anwendungsproblemen zu ermitteln, bevor diese eskalieren.

Eine solide Grundlage für Observability

AST wurde entwickelt, um technische Teams und Administratoren dabei zu unterstützen, mithilfe von Open-Source-Tools für Telemetrie und Visualisierung ihre Arbeitsabläufe in den Bereichen Überwachung, Diagnose und Analyse zu verbessern. Darüber hinaus bietet AST Unternehmen zahlreiche geschäftliche Vorteile.

Wir baten Mike Waechter, Senior Manager of Solutions Engineering bei F5, und Chris Hain, Distinguished Technologist bei F5, einige der Funktionen von AST zu erläutern und zu beschreiben, wie das Tool eine solide Grundlage für die Beobachtbarkeit und Überwachung von BIG-IP-Umgebungen schafft.

„AST verwandelt Rohdaten in verwertbare Erkenntnisse“, so Waechter. „Es liefert Informationen über die Leistung, Sicherheit und Zuverlässigkeit der gesamten BIG-IP-Infrastruktur.“ Dies ist natürlich für Technik- und Infrastrukturteams von entscheidender Bedeutung, aber auch für Führungskräfte im Unternehmen wichtig. AST schafft im Zeitverlauf klare Transparenz über technische Details und ermöglicht es Anwendungsverantwortlichen, effektiver mit Infrastruktur- und Sicherheitsteams zusammenzuarbeiten und diese Gespräche in einen nachvollziehbaren Arbeitsablauf einzubetten.

Eine zentrale Informationsquelle

AST bietet eine zentrale, verlässliche Informationsquelle für mehrere Teams und verschiedene Verantwortungsebenen. Die Daten werden in übersichtlichen, leicht verständlichen Dashboards visualisiert, sodass auch Zielgruppen ohne tiefgehendes technisches Fachwissen technische Details problemlos erfassen können.

„Man muss kein Experte sein, um von AST zu profitieren“, so Hain. „Daten lassen sich einfach auf einer Skala von Grün bis Rot darstellen, und Anwendungsverantwortliche können sich selbst informieren und herausfinden, wie gut BIG-IP funktioniert.“ AST verkürzt außerdem die Lösungszeit bei Problemen. Da das Tool den Leistungsverlauf darstellt, können Benutzer frühere Berichte und Kennzahlen einsehen, um festzustellen, wo und wann Probleme aufgetreten sind.

Da die Daten so übersichtlich dargestellt werden, eignet sich das Tool auch hervorragend, um Führungskräften, die die Rohdaten möglicherweise nicht verstehen würden, die Ergebnisse von Untersuchungen oder nachträglichen Analysen zu präsentieren.

AST ist auch für die nachgelagerte Konfigurationsanalyse an Tag 2 sehr nützlich. Dabei wird die Konfiguration eines Systems nach der erstmaligen Bereitstellung und Einrichtung (die in der Phase „Tag 1“ erfolgt) überprüft, optimiert und validiert.

Diese Analyse ist wichtig, um sicherzustellen, dass das System wie erwartet funktioniert, sicher bleibt und die betrieblichen Anforderungen erfüllt. Da AST Daten und Metriken aus der gesamten BIG-IP-Umgebung bereitstellt, können Plattformteams zudem proaktiver Probleme vorhersehen, die die Systemleistung und Verfügbarkeit beeinträchtigen können.

„Sowohl historische Daten als auch Echtzeitdaten sind für die Überwachung und Fehlerbehebung im laufenden Betrieb wichtig“, so Hain. „Dadurch können wir wesentlich proaktiver handeln, denn dank leicht nachzuverfolgender Kennzahlen werden wir nicht überrascht, wenn etwas ausfällt oder langsamer wird. Wenn sich ein Teil des Systems seiner maximalen Bandbreite nähert, lässt sich das wesentlich einfacher beheben, wenn die Daten klar einsehbar sind.“

Da alle Betriebs- und Leistungsdaten von BIG-IP in einer kleinen Anzahl von Dashboards zusammengeführt werden, verbessert AST auch die Effizienz und Effektivität der Überwachung. „Mitarbeitern in einem Security Operations Center kann AST erweiterte Analysen zur Untersuchung potenzieller Probleme oder Anomalien bereitstellen“, so Waechter. Wenn bestimmte Leistungskennzahlen plötzlich abweichen – etwa wenn Anwendungen auf BIG-IP plötzlich deutlich mehr Ressourcen beanspruchen –, stehen historische Daten zur bisherigen Leistung der Anwendung zur Verfügung, die Sicherheitsteams für ihre Analyse nutzen können.

„Und obwohl all diese Messwerte schon immer verfügbar waren, musste man früher ein ziemlich verrücktes Skript schreiben, um die Daten aus diesen Systemen herauszuholen“, ergänzte Hain. Mit AST werden die Daten nun in einer praktischen, übersichtlichen Datenbank angezeigt. „Man geht einfach zu einer zentralen Stelle und findet dort alle Informationen“, sagte er.

Ein vollständig anpassbares Tool

AST lässt sich außerdem vollständig anpassen und konfigurieren. Vergessen Sie statische, unflexible Monitoring-Tools: Benutzer können die Open-Source-Dashboards und Integrationen von AST an ihre individuellen Anforderungen anpassen. Dabei können sie nicht nur das Dashboard selbst bearbeiten, sondern auch Panels ändern und Farben innerhalb des Dashboards anpassen oder die Daten aus AST in ihre bereits vorhandenen Monitoring-Tools für den Produktionsbetrieb exportieren.

„Nichts ist wirklich in Stein gemeißelt“, so Waechter. „Das ist enorm leistungsfähig, weil man nicht auf die Art und Weise festgelegt ist, wie ein proprietärer Anbieter Daten darstellt. Das System ist wirklich offen, und Sie können Ihre Kennzahlen mit den grafischen Lösungen Ihrer Wahl visualisieren, um die Zusammenhänge in den Daten für jede Ihrer Zielgruppen leichter verständlich zu machen.“

Benutzer können die Dashboards außerdem so anpassen, dass sie sich auf bestimmte Kennzahlen konzentrieren, die für eine Rolle oder eine bestimmte Zielgruppe relevant sind, ohne diese mit irrelevanten Informationen zu überfordern.

„Jeder hat seine eigene Meinung dazu, wie Daten dargestellt werden sollten, und sie alle haben ihre Berechtigung“, so Hain. „Mit AST können die Nutzer selbstständig auf die Daten zugreifen und sie so darstellen, wie es zu ihren betrieblichen Abläufen und Prioritäten passt. Also lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.“

AST ermöglicht es operativen Teams, von einer reaktiven zu einer proaktiven Arbeitsweise überzugehen. Das ist nicht nur für den operativen Bereich, sondern auch für das gesamte Unternehmen ein bedeutender Wandel, da das Management dadurch potenzielle Probleme frühzeitig erkennen kann. „Der einfache Zugriff auf historische Daten, die veranschaulichen, wie sich Systeme im Laufe der Zeit entwickelt haben, ermöglicht es Unternehmen, prädiktive Analysen zu erstellen und sich frühzeitig auf bevorstehende Probleme vorzubereiten“, so Waechter.

Weitere Informationen und das F5 Application Study Tool zum kostenlosen Download finden Sie auf GitHub.

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Schlagwörter: OpenTelemetry (OTel), 2025

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