In Kombination mit der Next-Gen BIG-IP Software schlägt die neue F5-Hardwarelinie die Brücke zu einer Welt verteilter Clouds

F5-Ökosystem | 24. Februar 2022

Es überrascht nicht, dass Unternehmen ihre Anwendungen kontinuierlich modernisieren, um ihren Kunden nahtlose digitale Erlebnisse zu bieten. Da die Digitalisierung branchenübergreifend immer schneller voranschreitet, betreiben mehr Unternehmen als je zuvor – schätzungsweise 88 % – eine gemischte Anwendungslandschaft aus modernen (d. h. containerbasierten bzw. Cloud-nativen) und traditionellen (d. h. monolithischen, dreischichtigen und Client-Server-)Anwendungen. Da traditionelle Anwendungen in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt wurden, um die IT-Anforderungen des Unternehmens zu erfüllen, unterstützen sie in der Regel die geschäftskritischsten Prozesse innerhalb eines Unternehmens. Obwohl sie häufig unflexibel und aus Sicherheitssicht veraltet sind, müssen sie nicht länger darauf beschränkt bleiben, die Vorteile moderner Architekturen nur eingeschränkt bereitzustellen. Indem diese Anwendungen durch robuste Lösungen für Anwendungssicherheit und -bereitstellung vorgeschaltet abgesichert und optimiert werden, können Technologieverantwortliche Leistungs- und Sicherheitslücken mit minimalem Refactoring ausgleichen.

Eine zukunftsorientierte Technologielandschaft aufbauen

Obwohl sich die Cloud-Nutzung in den letzten Jahren zweifellos beschleunigt hat, verdecken die übergeordneten Zahlen neue Entwicklungen, die auf eine hybride Zukunft hindeuten. Vorausschauende Entscheidungsträger setzen zunehmend auf eine Kombination aus Cloud- und selbstverwalteten Umgebungen, um ihren Endnutzern ein individuelleres und zuverlässigeres Nutzungserlebnis zu bieten. In einigen Fällen verlagern Technologiedienstleister Anwendungen bei Bedarf aus der Public Cloud zurück in selbstverwaltete Umgebungen.

Im Zuge der Modernisierung herkömmlicher Anwendungen und ihrer Migration zwischen verschiedenen Standorten sind Unternehmen jeder Art und Größe sowie aus allen Regionen am besten aufgestellt, wenn sie Lösungen für Anwendungssicherheit und -bereitstellung einsetzen, die bei der Transformation ihrer Anwendungen maximale Flexibilität bieten. Flexibilität sollte dabei in mehreren Dimensionen berücksichtigt werden – sei es hinsichtlich der Bereitstellungsformen (z. B. Systeme, virtuelle Appliances, container-native Funktionen, SaaS), der Bereitstellungsmodelle (z. B. On-Premises, Public Clouds, Edge) oder der Nutzungsmodelle (z. B. unbefristete Lizenzierung, Abonnement, nutzungsbasierte Abrechnung). Moderne IT-Strategien müssen aktuelle Muster des Anwendungsdatenverkehrs und Sicherheitsanforderungen berücksichtigen und zugleich künftige Anwendungsmigrationen und Modernisierungen ermöglichen.

Neben dem Aufbau flexibler Anwendungsarchitekturen hat die jüngste Pandemie allen Unternehmen vor Augen geführt, dass sie vorbereitet sein müssen auf steigende Anforderungen an Anwendungen und Infrastruktur in einem beispiellosen und oft unvorhersehbaren Ausmaß. In den vergangenen zwei Jahren mussten die meisten Unternehmen eine Kombination aus unvorhergesehenen kritischen Sicherheitsbedrohungen, beispiellosen Spitzen beim Anwendungszugriff und geschäftlichen Anforderungen bewältigen, die verlangten, kundenorientierte digitale Dienste in kürzester Zeit bereitzustellen. Führungskräfte in Unternehmen und IT können es sich nicht länger leisten, Technologiestrategien zu entwickeln, die lediglich Versäumtes nachholen oder auch nur den Status quo aufrechterhalten. Sie müssen adaptive Architekturen und Anwendungsportfolios aufbauen, die schnell und angemessen auf alle künftigen Entwicklungen reagieren können. Dieser adaptive Lösungsansatz sollte auch für ältere Anwendungsarchitekturen geeignet sein.

Die Systeme der nächsten Generation von F5 und die BIG-IP Software ermöglichen es herkömmlichen Anwendungen, auch künftig digitale Erlebnisse bereitzustellen.

Ankündigung einer neuen Produktreihe von F5-Systemen

Da Unternehmenskunden zunehmend auf Hybrid-Cloud-, Multi-Cloud- und Distributed-Cloud-Umgebungen setzen, werden hardwarebasierte Lösungen für bestimmte Anwendungsklassen weiterhin eine entscheidende Rolle dabei spielen, App-Bereitstellungen in großem Maßstab zu automatisieren sowie eine zuverlässige Leistung und robuste Sicherheitskontrollen zu gewährleisten. Hardwarebereitstellungen werden so schnell nicht verschwinden, sondern ein wichtiger Bestandteil der Technologielandschaft der meisten großen Unternehmen bleiben. Seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützen die Hardwaresysteme von F5 geschäftskritische Anwendungen großer Unternehmenskunden, Serviceprovider und Behörden weltweit. Die Anforderungen an diese geschäftskritischen Anwendungen nehmen nicht ab – und sind in vielen Fällen höher als je zuvor.

Um eine Zukunft mit verteilten Clouds bestmöglich zu unterstützen, haben wir eine neue Generation von Hardwareplattformen konzipiert und entwickelt, die Cloud-ähnliche Architekturparadigmen nativ integrieren. Für unsere Produktteams bedeutete dies, die Hardware von F5 grundlegend neu zu konzipieren und auf vollständig automatisierte Bereitstellungen sowie programmgesteuerte Reaktionen auf veränderte Bedingungen auszurichten – von neuen Cyberangriffen über Nutzungsspitzen bis hin zu Leistungseinbußen bei Anwendungen und allem, was dazwischenliegt. Noch wichtiger war dabei das Ziel, bei Bedarf nahtlose Übergänge zwischen physischen, virtuellen, Cloud- und Edge-Umgebungen zu ermöglichen.

Vor diesem Hintergrund haben wir letzte Woche auf der jährlichen Kunden- und Partnerkonferenz von F5, Agility 2022, die Einführung der vollständig neu konzipierten Hardwareplattformen von F5 angekündigt: F5 VELOS Chassis und F5 rSeries Appliances.

Diese modernen Plattformen der nächsten Generation sind weit mehr als eine herkömmliche Hardwareaktualisierung. Bei unseren ersten Kunden stoßen nicht nur die höhere Leistung und die einfache Bereitstellung, sondern vor allem auch die erweiterten Automatisierungsfunktionen auf große Resonanz. Unsere Systeme wurden mit einer vollständig automatisierbaren API-First-Architektur neu konzipiert, um Bereitstellungen erheblich zu beschleunigen, Kapazitäten schnell an den wachsenden Anwendungsbedarf anzupassen und Sicherheitsfunktionen bei Veränderungen der Bedrohungslage unverzüglich auszurollen. So hatte beispielsweise ein großer Telekommunikationsanbieter in Österreich Leistungsprobleme mit einer Lösung, die seine rund 1.800 Dienste unterstützte, darunter Abrechnung, Einkauf und TV-Dienste. Fiel die Lösung aus, konnten Kunden weder ein Telefon kaufen noch ihre Rechnung bezahlen oder fernsehen. Dies führte zu einer schlechten Kundenerfahrung und Umsatzeinbußen für das Unternehmen. Der Anbieter benötigte eine höhere Leistung und eine flexible Umgebung, um seine Dienste bedarfsgerecht zu skalieren. F5 VELOS konnte sowohl die aktuellen als auch die künftigen Wachstumsanforderungen erfüllen, da sich die Kapazität flexibel nach oben und unten skalieren lässt. So musste sich der Anbieter keine Sorgen mehr über Spitzenlastzeiten oder Dienstausfälle machen.

Dank einer neuen Kubernetes-basierten Plattformebene verfügen die Systeme der nächsten Generation von F5 nun über integrierte Mandantenfähigkeit. Kunden können führende BIG-IP-Dienste für Anwendungssicherheit und -bereitstellung skalierbar nutzen und dabei aktuelle und zukünftige Versionen der BIG-IP-Software als „Mandanten“ auf demselben physischen System ausführen. Da neue und bestehende Softwarearchitekturen nun auf VELOS und im weiteren Jahresverlauf auch auf rSeries parallel betrieben werden können, lassen sich die Risiken bei Upgrades reduzieren: Kunden können neuere Versionen der BIG-IP-Software parallel zu den aktuellen Versionen bereitstellen und Anwendungsinstanzen schrittweise migrieren – bei minimalen Ausfallzeiten der Anwendungen.

Das ist erst der Anfang. Wir haben unsere Systeme der nächsten Generation als zukunftsfähige Plattformen konzipiert, die kontinuierliche Innovationen und die Bereitstellung neuer Funktionen ermöglichen, die auf die Vorteile von adaptiven Anwendungen abgestimmt sind.

Ankündigung des Early Access für BIG-IP Next, unsere BIG-IP Software der nächsten Generation

Die Innovation beschränkt sich jedoch nicht auf die Hardware- oder Plattformsoftwareebene, sondern erstreckt sich auch auf unsere BIG-IP Software der nächsten Generation. Letzte Woche haben wir den Early Access für diese BIG-IP Software der nächsten Generation angekündigt: BIG-IP Next, eine moderne, modularisierte Version der bewährten Software für Anwendungssicherheit und -bereitstellung, auf die sich unsere Kunden verlassen. Wir wissen, dass sich die Anforderungen an Anwendungen und die Sicherheitsbedrohungen auch weiterhin rasant entwickeln werden. Unser Ansatz besteht darin, den betrieblichen Aufwand für unsere Kunden zu reduzieren, damit sie auf diesen ständigen Wandel reagieren und ihm einen Schritt voraus bleiben können. Dazu überarbeiten wir die monolithische Softwarearchitektur von BIG-IP und zerlegen sie in containerisierte Dienste, die sich unabhängig voneinander integrieren, nutzen und skalieren lassen.

BIG-IP Next umfasst viele BIG-IP Funktionen, die Kunden kennen und schätzen gelernt haben, darunter eine leistungsstarke Datenebene, hochverfügbare Bereitstellungsmodi, umfassende Protokollunterstützung, fortschrittliche Sicherheitsfunktionen und natürlich iRules. Darüber hinaus werden Kunden mit unserem modernen Softwareangebot voraussichtlich deutliche Verbesserungen feststellen.

Erstens vereinfacht BIG-IP Next Automatisierungsaufgaben durch deklarative APIs erheblich. Die äußerst leistungsfähigen deklarativen APIs vereinfachen und beschleunigen die Bereitstellung von Anwendungen sowie die Einbindung von Anwendungsdiensten in dynamischen Umgebungen. Zweitens ermöglicht die neu konzipierte Steuerungsebene mit anpassbarer Ressourcenzuweisung deutliche Verbesserungen bei der Skalierbarkeit und der Unterstützung ressourcenintensiver Workloads sowie einer wachsenden Zahl von Konfigurationsobjekten. Drittens lassen sich dank der modularen Architektur Aktualisierungen und Rollbacks nun schneller und einfacher für einzelne Komponenten durchführen. Dadurch können Ausfallzeiten beim Patchen von Komponenten, die sich nicht im Datenpfad befinden, drastisch reduziert oder sogar vollständig vermieden werden.

Neben diesen unmittelbaren Vorteilen ist unsere Software der nächsten Generation für die Wiederverwendung in F5-Systemen, branchenführenden Hypervisoren und nativen Kubernetes-Clustern konzipiert. Dieses Design stellt sicher, dass unsere Kunden zwischen physischen und virtuellen Appliances wählen können und zugleich von einer konsistenten Benutzererfahrung profitieren, wenn sie von einem Formfaktor zu einem anderen wechseln – ohne ihre Tools oder ihr Betriebsmodell überarbeiten zu müssen. Da die Funktionen von BIG-IP Next als container-native Funktionen neu konzipiert wurden, eignen sie sich im Zuge der Weiterentwicklung unserer Roadmap hervorragend für die Bereitstellung als SaaS. Viele Kunden profitieren bereits von wiederverwendbaren Elementen der neuen Architektur. So bildet beispielsweise unsere signaturbasierte WAF-Engine von F5 die Grundlage für BIG-IP Advanced WAF, NGINX App Protect, Silverline WAF und die WAF, die zusammen mit Volterra-Systemen verfügbar ist. Dabei handelt es sich stets um dieselbe WAF-Engine. Ein weiteres Beispiel: Wir überarbeiten einige der kritischen Sicherheitsfunktionen der BIG-IP-Software, darunter CGNAT und Advanced Firewall Manager, und wandeln sie in Cloud-Native Network Functions (CNFs) um. Dabei handelt es sich um echte cloud-native Formfaktoren, die von Serviceprovidern in nativen Kubernetes-Umgebungen bereitgestellt werden können.

Dank der Mandantenfähigkeit unserer Systeme der nächsten Generation können unsere Kunden BIG-IP Next jetzt testen, indem sie es parallel zur aktuellen Generation bereitstellen und Anwendungen in ihrem eigenen Tempo migrieren.

Der Weg in die Zukunft: Lösungen entwickeln, die adaptive Anwendungen zum Leben erwecken

Geleitet von unserer Vision für adaptive Anwendungen setzen wir uns mehr denn je dafür ein, sowohl traditionelle als auch moderne Anwendungen zu unterstützen. Dazu vereinheitlichen wir unser F5-Produktportfolio und schaffen konsistente, integrierte Nutzungserlebnisse für unsere Kunden. Diese neuen F5-Systeme und BIG-IP Softwareangebote sind ein weiterer Beleg für diese Vision. Wir investieren in die Entwicklung von Lösungen, mit denen Kunden ihre Anwendungen verwalten, modernisieren, schützen, automatisieren und bereitstellen können – ob traditionell oder modern und in jeder Umgebung. Wie wir letzte Woche auf unserer Agility-Konferenz erläutert haben, werden wir dies auch weiterhin anhand der vier Leitprinzipien der Technologie-Roadmap von F5 umsetzen:

  • Erstens bauen wir ein erstklassiges Portfolio an SaaS-Angeboten für Anwendungssicherheit und -bereitstellung auf, die über eine gemeinsame Plattform für SaaS und Managed Services bereitgestellt werden. Die container-nativen Funktionen von BIG-IP Next können in jeder Umgebung bereitgestellt und schließlich als SaaS auf der F5 Distributed Cloud Plattform genutzt werden. Unser F5 Distributed Cloud WAAP-Angebot, das letzte Woche angekündigt wurde, ist das erste Beispiel dafür, wie wir unsere besten Funktionen als SaaS verfügbar machen, um unseren Kunden ein einheitliches Spektrum an Funktionen für Anwendungssicherheit und -bereitstellung zu bieten – unabhängig davon, wie sie diese nutzen möchten.
  • Zweitens nutzen wir Telemetrie und Analysen, um umsetzbare Erkenntnisse zu gewinnen und eine Automatisierung mit geschlossenem Regelkreis voranzutreiben. Dabei setzen wir auf eine Architektur, die Kunden die Flexibilität bietet, die Management-, Analyse- und Transparenztools von F5 oder ihre eigenen Lösungen zu verwenden. Telemetrie-Streaming steht BIG-IP Kunden bereits über die Automation Toolchain von F5 zur Verfügung. Darüber hinaus investieren wir bei allen F5 Produktangeboten in die Instrumentierung auf Software- und Systemebene. Wie in unserer Vision für adaptive Anwendungen beschrieben, ermöglicht die Erfassung und Analyse dieser Daten erhebliche Verbesserungen bei Anwendungsleistung, Resilienz und Sicherheit.
  • Drittens vereinfachen wir die Automatisierung und die Integration in Ökosysteme durch gemeinsame APIs – das heißt, sie werden produktfamilien- und schichtenübergreifend in unserem Stack genutzt – die zudem versioniert und deklarativ sind. BIG-IP Next-Software und F5-Systeme verfolgen einen API-First-Ansatz, um eine verbesserte Automatisierung zu ermöglichen.
  • Schließlich vereinheitlichen wir unser Portfolio, um die Komplexität zu reduzieren und ein nahtloseres Kundenerlebnis zu bieten. Dazu gehören das Kauferlebnis, Standards für die Produkttelemetrie, eine einheitliche cloudbasierte Datenpipeline und Analyse-Engine, eine gemeinsame SaaS-Funktion für die Richtliniendeklaration und das Servicemanagement sowie ein gemeinsames Framework und gemeinsame Komponenten für das UI-Design. So haben wir beispielsweise bereits damit begonnen, zentrale Sicherheitsfunktionen von Shape Security in BIG-IP-Softwareversionen zu integrieren. Darüber hinaus verfügen unsere Systeme der nächsten Generation nun über eine Softwareabstraktionsschicht, auf der neben BIG-IP-Software auch weitere Angebote von F5 ausgeführt werden können. Auf kommerzieller Seite umfasst unser flexibles Nutzungsprogramm eine breite Palette von F5-Produkten. Im Zuge der Weiterentwicklung unserer Roadmap arbeiten wir weiterhin daran, die Nutzungserlebnisse von F5 VELOS, F5 rSeries-Appliances und BIG-IP Next-Software mit dem übrigen Portfolio von F5 zu vereinheitlichen.

Wenn Sie Ihr Portfolio noch in diesem Jahr um F5 VELOS oder F5 rSeries erweitern oder frühzeitig mit der Erkundung der BIG-IP Next-Software beginnen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Seite. Bitte wenden Sie sich an F5 Sales für weitere Informationen zur Verfügbarkeit von Produkten und Services.

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Schlagwörter: 2022

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