Stand der Anwendungsstrategie 2023: Die digitale Transformation zahlt sich endlich aus

F5-Ökosystem | 21. Februar 2023

Seit fast fünf Jahren wird auf dem Markt die dringende Notwendigkeit der digitalen Transformation angepriesen. Seit vier Jahren verfolgen wir weltweit und branchenübergreifend die Fortschritte von Unternehmen auf ihrem Weg der digitalen Transformation, nachdem sie auf den Zug aufgesprungen sind und eines der gewaltigsten technologischen Vorhaben dieses Jahrhunderts in Angriff genommen haben.

Die Fortschritte waren langsam, aber stetig. Bei der Auswertung der Daten für den diesjährigen Bericht „State of App Strategy“ beobachteten wir, wie Unternehmen ganz natürlich von einer Phase der digitalen Transformation zur nächsten wechselten, dann wieder zurück und anschließend erneut vorwärts.

SOAS 2023

Dieses Hin und Her ist ganz natürlich, vor allem weil ein erheblicher Teil der Abläufe in den meisten Unternehmen noch nie digitalisiert wurde. Ganze Abteilungen – also Unternehmensfunktionen – haben den Übergang von herkömmlichen manuellen, papierbasierten Prozessen zu automatisierten, anwendungsbasierten Diensten nie vollzogen. Wenn Unternehmen also direkt in Phase zwei einsteigen und damit beginnen, digitale Dienste, die Geschäftsprozesse abbilden, miteinander zu verknüpfen, stoßen sie häufig unvermittelt auf eine manuelle Aufgabe, die sich als Teil des kritischen Pfads erweist. Dann ist eine Rückkehr zu Phase eins erforderlich, um diese Funktion zu digitalisieren.

Dies kommt häufiger vor, als man vielleicht denkt, da die Rechtsabteilung, das Personalwesen, die Finanzabteilung und zahlreiche andere traditionelle Backoffice-Funktionen in den Mittelpunkt umfassender, organisationsübergreifender Bemühungen zur Bereitstellung eines digitalen Dienstes rücken. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Geschäftsfunktionen und der allgemeine Betrieb in diesem Jahr mehr Aufmerksamkeit erhalten als je zuvor. Zwar nicht genug, um die IT insgesamt in den Schatten zu stellen, aber doch genug, um kundenorientierte Funktionen auf Platz drei der Prioritätenliste für die digitale Transformation zu verdrängen.

Nun sollte man meinen, dass Unternehmen nach fünf Jahren – insbesondere angesichts des rasanten Tempos während der Pandemie – zumindest allmählich irgendeine Form von Ertrag aus ihren Investitionen und Anstrengungen erzielen würden.

Damit hätten Sie recht.

In diesem Jahr fragten wir, welche Vorteile Unternehmen gegebenenfalls aus ihrer digitalen Transformation ziehen. Angesichts historischer Daten und veränderter Prioritäten waren die Ergebnisse nicht überraschend.

SOAS 2023

In den vergangenen Jahren wurden die Prioritäten auf drei Bereiche gelegt: IT, Geschäftsfunktionen und kundenorientierte Aktivitäten.

Da der Zusammenhang zwischen Automatisierung, Workflows und Effizienz allgemein bekannt ist, überrascht es nicht, dass die Effizienz sowohl der Geschäfts- als auch der IT-Abläufe zu den wichtigsten Vorteilen zählt, von denen Unternehmen profitieren. Dass auch die Steigerung der Mitarbeiterproduktivität zu den fünf größten Vorteilen gehört, unterstreicht den Nutzen des Umstiegs von manuellen Methoden und Prozessen auf digitale Services und automatisierte Workflows.

Es ist ermutigend, dass Unternehmen eine bessere Abstimmung der IT auf die Geschäftsergebnisse feststellen. Das Endziel jeder digitalen Transformation – sofern es ein solches überhaupt gibt und es erreichbar ist – ist ein digitales Unternehmen, in dem Technologie- und Geschäftsstrategien nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Diese Abstimmung ist nicht nur wünschenswert, sondern notwendig, damit Unternehmen den Sprung von einem traditionellen Unternehmen mit digitaler Fassade zu einem vollständig funktionsfähigen digitalen Unternehmen schaffen.

Nun dauert es noch über einen Monat, bis die vollständigen Ergebnisse unserer jährlichen Umfrage vorliegen. Daher möchte ich noch nicht zu viel verraten, doch einige faszinierende Erkenntnisse deuten auf Folgendes hin:

  • Die Unvermeidbarkeit hybrider IT
  • Erhebliche Verlagerung von Workloads zwischen Core, Cloud und Edge
  • Multi-Cloud in allen Bereichen – von Herausforderungen bis hin zur Vernetzung

Ja, ich habe Networking gesagt. Genauer gesagt: Multi-Cloud-Networking. Holt eure Paketfilter heraus, denn Netzwerke sind wieder angesagt.

Das sollten Sie sich wirklich nicht entgehen lassen. Bleiben Sie also dran – schon bald präsentieren wir Ihnen weitere Erkenntnisse aus dem „State of App Strategy“-Bericht.

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Schlagwörter: Office of the CTO, 2023

Über den Autor

Lori Mac Vittie
Lori Mac VittieDistinguished Engineer und Chief Evangelist | F5

Lori MacVittie ist Distinguished Engineer und Chief Evangelist im Office of the CTO von F5 und verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Anwendungsbereitstellung, Automatisierungsstrategie und Infrastruktur. Sie ist dafür bekannt, Komplexität verständlich zu machen – ob sie Leitplanken für KI-Agenten definiert, fragile Multicloud-Architekturen analysiert oder die Grenzen skalierbarer Systeme auslotet. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Branchenerfahrung in der Anwendungsentwicklung, IT-Architektur sowie im Netzwerk- und Systembetrieb. Bevor sie zu F5 kam, war sie als mehrfach ausgezeichnete Technologie-Redakteurin tätig. MacVittie hat einen Masterabschluss in Informatik und ist eine produktive Autorin, deren Veröffentlichungen die Bereiche Sicherheit, Cloud und Unternehmensarchitektur abdecken. Außerdem spielt sie leidenschaftlich gern Brett- und Videospiele und vertritt mit voller Überzeugung klare Ansichten zum Thema Käse.

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