Stand der Anwendungsbereitstellung 2016: Im Rechenzentrum bedeutet DevOps Vielfalt

F5-Ökosystem | 14. März 2016

Was mir an unseren Umfragen zum „State of Application Delivery“ besonders gefällt, ist, dass wir versuchen, Antworten auf Fragen zu finden, die sonst niemand beantworten kann. Das weiß ich, weil ich selbst danach gesucht habe. Es gibt mehrere sehr gute und umfassende Umfragen zum Thema DevOps, die sich eingehend mit den Vorteilen (den wahrgenommenen wie den tatsächlichen), den Akzeptanzraten und den anhand von Kennzahlen messbaren Verbesserungen befassen.

Diese Umfragen werden in der Regel von jemandem durchgeführt, der nicht nur einen Fuß, sondern gleich ein ganzes Bein im Spiel hat.

Was wir aus diesen Umfragen nicht erfahren, ist, wer welche Tools nutzt, um die „Automatisierungsaspekte“ von DevOps umzusetzen.

Als sich mir also die Gelegenheit bot (und mir sämtliche Daten zur Verfügung standen), begann ich, Zahlen auszuwerten und die Daten aus verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren, um Antworten auf einige dieser Fragen zu finden.

DevOps-Einstellungen SOAD16

Wer in der IT-Hierarchie hält DevOps für strategisch wichtig und wer nicht?

Wenn Sie vermutet haben, dass Entwickler und Architekten DevOps eher eine strategische Bedeutung beimessen als Führungskräfte, liegen Sie richtig. 20 % der Entwickler und 20 % der Architekten stuften DevOps als strategisch ein, während nur 15 % der Führungskräfte und 17 % der Manager dieser Einschätzung zustimmten.

Warum ist das wichtig? Weil DevOps ein Ansatz ist, der ebenso sehr auf Automatisierung (das „Tun“) wie auf kulturellen Wandel (die „Einstellung“) setzt – und Kultur wird in der Regel von oben nach unten weitergegeben, nicht umgekehrt. Ohne eine stärkere Unterstützung durch die Führungsebene und deren Überzeugung, dass DevOps von strategischer Bedeutung ist, werden Unternehmen zwar zweifellos von der Automatisierung profitieren, langfristig jedoch weiterhin unter denselben Herausforderungen leiden, die sich aus bestehenden kulturellen Hindernissen ergeben.

Frameworks nach Rolle soad16

Wer bevorzugt welches Framework für Automatisierung und Orchestrierung?

Obwohl der Anteil der Befragten, die DevOps als strategisch betrachten, gering war (nur 17 % gaben dies an), erkennen Unternehmen eindeutig den Wert von Automatisierung und Orchestrierung. Die Mehrheit (67 %) nutzt mindestens ein Framework für Automatisierung und Orchestrierung, während mehr als die Hälfte mindestens zwei verwendet.

VMware war mit einer Nutzung von 23 % der klare Gewinner. Doch Cisco, das erst kürzlich in den Markt eingestiegen ist, stellt diese Dominanz infrage: Bereits 16 % geben an, Cisco zu nutzen. Python-Skripte (8 %) liegen vor den beliebten DevOps-Frameworks Puppet (7 %) und Chef (3 %). OpenStack wird von 7 % der Befragten genutzt.

Macht die Branche einen Unterschied? Nicht wirklich. Bei VMware und Cisco lagen Finanzdienstleistungen beziehungsweise Versicherungen mit 20 % und 21 % an der Spitze. OpenStack und Puppet sind bei Technologieunternehmen am beliebtesten (21 % beziehungsweise 22 %), während Chef dort am häufigsten eingesetzt wird (30 %). Wie bei den meisten noch jungen Technologien und Entwicklungen sind das Finanzwesen, die Technologiebranche und die Telekommunikation führend und machen bei allen Frameworks den Großteil der Nutzung aus.

DevOps = Vielfalt

Wie auch immer ich die Daten zu DevOps analysierte, das Ergebnis war stets Vielfalt: eine Vielfalt an Rollen im gesamten Rechenzentrum und eine Vielfalt an Branchen, denn alle setzen Automatisierungs-Frameworks ein (und planen für 2016 Anschaffungen im Zusammenhang mit DevOps). Hinzu kommt die Vielfalt bei der Nutzung. Da mehr als die Hälfte mindestens zwei Frameworks verwendet (29 % nutzen drei oder vier), ist auch bei den eingesetzten grundlegenden Toolsets eine große Vielfalt zu beobachten.

Das ist gut, denn ein starkes Ökosystem aus DevOps-Tools, Frameworks und Fachleuten kann nur dazu beitragen, dass ein Ansatz, der die IT optimiert und das Unternehmenswachstum fördert, weiter wächst und reift.

Sie können den Bericht „2016 State of Application Delivery“ unter f5.com/SOAD herunterladen.

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Schlagwörter: Cisco APIC, 2016

Über den Autor

Lori Mac Vittie
Lori Mac VittieDistinguished Engineer und Chief Evangelist | F5

Lori MacVittie ist Distinguished Engineer und Chief Evangelist im Office of the CTO von F5 und verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Anwendungsbereitstellung, Automatisierungsstrategie und Infrastruktur. Sie ist dafür bekannt, Komplexität verständlich zu machen – ob sie Leitplanken für KI-Agenten definiert, fragile Multicloud-Architekturen analysiert oder die Grenzen skalierbarer Systeme auslotet. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Branchenerfahrung in der Anwendungsentwicklung, IT-Architektur sowie im Netzwerk- und Systembetrieb. Bevor sie zu F5 kam, war sie als mehrfach ausgezeichnete Technologie-Redakteurin tätig. MacVittie hat einen Masterabschluss in Informatik und ist eine produktive Autorin, deren Veröffentlichungen die Bereiche Sicherheit, Cloud und Unternehmensarchitektur abdecken. Außerdem spielt sie leidenschaftlich gern Brett- und Videospiele und vertritt mit voller Überzeugung klare Ansichten zum Thema Käse.

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