Die Bedeutung von ADCs für das IoT in Public-Cloud-Umgebungen

F5-Ökosystem | 09. März 2018

Für viele Betriebsabläufe bieten Public-Cloud-Anbieter wie AWS, Azure und Google eine höhere Skalierbarkeit und Flexibilität sowie geringere Infrastruktur- und Betriebskosten. Daher betreiben fast alle Unternehmen einen Teil ihres Anwendungsportfolios in der Public Cloud (Quelle: SOAD 2018). Da das Internet der Dinge (IoT) nun zunehmend an Bedeutung gewinnt, bieten immer mehr dieser Public-Cloud-Anbieter auch spezielle Plattformunterstützung für IoT- und Industrial-IoT-Anwendungen (IIoT) an.

Letztlich unterscheiden sich Ihre IoT-/IIoT-Anwendungen nicht wesentlich von anderen Unternehmensanwendungen. Anwendungen aller Art – unabhängig davon, ob sie sich in einer Public Cloud, einer Private Cloud oder einem lokalen Rechenzentrum befinden – benötigen bestimmte Dienste, um ihre Sicherheit, Verfügbarkeit und Leistung zu gewährleisten. Aus diesem Grund setzen Unternehmen und Industriebetriebe seit Langem auf Application Delivery Controller (ADCs), die in ihren Rechenzentren und seit Kurzem auch in der Cloud dringend benötigte Funktionen wie Lastverteilung, Datenverkehrssteuerung und Firewalls sowie weitere Dienste bereitstellen.

Altbekannte Herausforderungen

Unbegrenzte Skalierbarkeit, unübertroffene Flexibilität und ein geringerer Verwaltungsaufwand lassen die Public Cloud als ideale IoT-Plattform erscheinen. Viele Unternehmen, die in die Cloud wechseln, befürchten jedoch, dass die Sicherheit und Leistung ihrer Anwendungen beeinträchtigt werden könnten oder dass sie in eine Anbieterabhängigkeit geraten und hohe Kosten für eine Neugestaltung ihrer Architektur riskieren. Diese Bedenken sind weitverbreitet: Eine Studie ergab, dass sich 78 Prozent der IT-Entscheidungsträger Sorgen um die Portabilität ihrer Workloads in der Cloud machen.

Eine bekannte, bewährte Lösung

Trotz der damit verbundenen Herausforderungen können Sie durch die Migration in die Cloud Ihre IoT-Anwendungsumgebungen schneller und effizienter als je zuvor bereitstellen, implementieren und skalieren. Und dank virtualisierter, softwarebasierter ADCs wie der branchenführenden F5 BIG-IP Virtual Edition (VE) können Ihre wichtigen Anwendungsbereitstellungsdienste – Zugriffsverwaltung, Lastverteilung, Optimierung und mehr – nun zusammen mit Ihren IoT-Apps bereitgestellt werden.

F5 arbeitet eng mit allen großen Cloud-Anbietern zusammen, um BIG-IP VEs in möglichst vielen Public-Cloud-Umgebungen verfügbar zu machen. Da VEs auf derselben Codebasis wie BIG-IP Hardware basieren, bieten sie denselben vollständigen Funktionsumfang wie ihre physischen Pendants. So können Sie die Skalierbarkeit und Flexibilität der Public Cloud nutzen, ohne die Leistung und Sicherheit Ihrer IoT-Anwendungen zu gefährden.

Sicherheit auf Enterprise-Niveau für IoT-Anwendungen

Die Sicherheit in der Public Cloud lässt sich in zwei Kategorien unterteilen: die Sicherheit der Cloud und die Sicherheit in der Cloud. Erstere bezieht sich auf die Sicherheit der Infrastruktur – einschließlich Rechenressourcen, Datenbanken und Netzwerken –, für die allein der Cloud-Anbieter verantwortlich ist. Letztere hingegen – die Sicherheit in der Cloud – betrifft die Sicherheit der Anwendungen und der zugehörigen Daten. Dafür ist letztlich der Anwendungseigentümer verantwortlich.

Der Betrieb von BIG-IP VEs in Ihrer IoT-Cloud-Umgebung ist die einfachste und effektivste Möglichkeit, den kontinuierlichen Schutz Ihrer Anwendungen und Ihres Netzwerks sicherzustellen. Die fortschrittlichen L4–7-Sicherheitsdienste von F5 umfassen auf Netzwerkebene einen erweiterten Firewall-Schutz zur Abwehr umfangreicher volumenbasierter DDoS-Angriffe. Auf Anwendungsebene schützen Sicherheitstools vor gängigen Anwendungsschwachstellen und L7-DDoS-Angriffen sowie vor allen OWASP-Top-10-Bedrohungen. Wenn Sie bereits an anderer Stelle in Ihrer Multi-Cloud-Infrastruktur BIG-IP Sicherheitsmodule einsetzen, können Sie Ihre derzeit verwendeten benutzerdefinierten Sicherheitsrichtlinien problemlos replizieren und so eine einheitliche Sicherheit in Ihrer gesamten Architektur gewährleisten.

Verbessern Sie Leistung und Verfügbarkeit mit globalem Traffic-Management

Komplexe IoT-/IIoT-Umgebungen müssen Datenverkehr von Sensoren, Aktoren oder Gateways je nach den sich ständig ändernden Geschäftsanforderungen an unterschiedliche Standorte weiterleiten können. Beispielsweise könnte ein Teil des Datenverkehrs zur unmittelbaren Überwachung und Steuerung von Geräten an Azure IoT gesendet werden, während andere Daten für langfristige, detaillierte Analysen direkt in Ihre private lokale Cloud übertragen werden. Mit leistungsstarken DNS-Tools und Funktionen für den globalen Serverlastenausgleich in Ihrem VE-Toolset können Sie all dies umsetzen und zudem fundierte Routing-Entscheidungen treffen, die entweder auf der räumlichen Nähe eines Servers oder auf dessen Leistung und Zustand in Echtzeit basieren.

Effizienz und Agilität durch erweiterte Programmierbarkeit steigern

Mit F5 können Sie Ihre IoT-/IIoT-Umgebung über eine offene, webbasierte API steuern, die eine umfassende dynamische Kontrolle über F5-Konfigurationsobjekte ermöglicht. Sie erhalten die nötige Leistungsfähigkeit und Flexibilität, um sicherzustellen, dass Anwendungen und die zugrunde liegende Netzwerkinfrastruktur – ob in der Public Cloud oder in Ihrem Rechenzentrum – effizient zusammenarbeiten und so die Verwaltung komplexer Architekturen vereinfachen. Darüber hinaus können Sie mit der Skriptsprache von F5 vollständig programmgesteuert auf den Datenverkehr zwischen Multi-Cloud-Anwendungen zugreifen. Die Flexibilität, die Eigenschaften des Datenverkehrsmanagements schnell anzupassen, ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal im schnelllebigen und sich ständig wandelnden IoT-Bereich.

Fazit

Die Verlagerung Ihrer IoT-/IIoT-Anwendungen in die Cloud kann die geschäftliche Agilität steigern, Kosten senken und die Skalierbarkeit erhöhen. Bei IoT-/IIoT-Bereitstellungen wird die Migration in die Public Cloud (oder die Entwicklung darin) durch die Application-Delivery-Services von F5 erheblich vereinfacht und beschleunigt.

F5 bietet eine einheitliche Anwendungsschicht, die sich über Multi-Cloud-Architekturen hinweg einsetzen lässt. Dadurch benötigen Sie keine Vielzahl unterschiedlicher Lösungen mehr und vermeiden die damit verbundene Belastung Ihrer IT. Mit F5 BIG-IP VEs können IoT-orientierte Unternehmen ihre Anwendungen schon heute nahtlos und zuverlässig in Public- oder Multi-Cloud-Umgebungen bereitstellen und sich für die kommenden Jahre maximale Flexibilität sichern – ohne Anbieterbindung.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie F5 Sie bei Ihren IoT-Bereitstellungen unterstützen kann, schreiben Sie uns an: IoT@f5.com

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Schlagwörter: 2018

Über den Autor

Frank Strobel
Frank StrobelSenior Director, Technologieallianzen | F5

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