Kurz gesagt: Unser vierter jährlicher Bericht „State of Application Delivery“ ist jetzt verfügbar. Unternehmen zeigen großes Interesse an der Bereitstellung von Gateway-Diensten, setzen Automatisierung und Orchestrierung zur Optimierung ihrer IT ein und sind zunehmend besorgt über die Schwierigkeiten beim Schutz von Anwendungen – insbesondere in der Public Cloud.
„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“
Dieses inspirierende Zitat wird fast immer Mahatma Gandhi zugeschrieben, obwohl er das so eigentlich nie gesagt hat. Einigen Leuten zufolge, die mehr Zeit haben als ich, sagte er tatsächlich: „Wenn wir uns selbst ändern könnten, würden sich auch die Tendenzen in der Welt ändern. So wie ein Mensch sein eigenes Wesen verändert, verändert sich auch die Haltung der Welt ihm gegenüber.“
Falls das etwas zu wortreich ist: Meine Mutter sagte mir oft im Wesentlichen dasselbe, nur deutlich knapper (eine Tugend, die ich offensichtlich nicht geerbt habe): „Um einen Freund zu haben, muss man zuerst selbst ein Freund sein.“
Es gibt sicher noch andere Varianten, aber sie alle laufen auf denselben Kerngedanken hinaus: Um die Interaktion mit der Außenwelt zu verändern, muss man zunächst sich selbst verändern. Das gilt auf persönlicher Ebene, auf Team- und Abteilungsebene und sogar auf Unternehmensebene.
Basierend auf mehr als 3.000 Antworten aus aller Welt, die sämtliche Branchen und Unternehmensgrößen abdecken, ist es genau das, was die 72 % der Unternehmen mit Initiativen zur digitalen Transformation tun. Obwohl Unmengen digitaler Tinte für Debatten darüber vergossen werden, welche Führungskraft auf C-Level die digitale Transformation vorantreiben sollte, und immer wieder daran erinnert wird, dass eine solide API-Strategie unverzichtbar ist, damit die Konkurrenz einem nicht die Geschäftsgrundlage entzieht, scheinen sich Unternehmen darauf zu konzentrieren, das digitale Fundament für ihr künftiges digitales Geschäft zu legen. Sie benötigen Apps, um neue Kunden zu gewinnen und zu begeistern. Sie benötigen APIs, um das Potenzial von Partnern und Citizen Developern auszuschöpfen. Sie benötigen personalisiertes Marketing, das in Echtzeit auf die Bedürfnisse der Besucher eingeht.

Doch bevor sie mit solch tiefgreifenden Veränderungen nach außen erfolgreich sein können, müssen sie sich zunächst im Inneren verändern. Sie benötigen eine schnelle, flexible Grundlage, um in der digitalen Wirtschaft wettbewerbsfähig zu sein.
Und ihre Antworten in unserem Bericht „State of Application Delivery 2018“ zeigen, dass sie genau das tun.
Fünfundfünfzig Prozent (55 %) setzen auf Automatisierung und Orchestrierung. Neunundvierzig Prozent (49 %) gehen dazu über, Anwendungen aus der Public Cloud bereitzustellen. Und 41 % befassen sich mit neuen Anwendungsarchitekturen (Microservices) und Umgebungen (Containern).
Der Wechsel in die Public Cloud ist bereits in vollem Gange. IaaS rückte an die Spitze der Technologien, von denen sich die Befragten strategische Auswirkungen versprechen: Der Anteil stieg von 38 % im Jahr 2017 auf 50 % im Jahr 2018 und überholte damit sowohl PaaS als auch die Private Cloud. Diese Erwartung bestätigt sich in der Praxis: 2017 gaben Unternehmen an, durchschnittlich 1,7 verschiedene Cloud-Typen zu nutzen; 2018 waren es bereits durchschnittlich 2,1 verschiedene Cloud-Modelle. Die Mehrheit (76 %) arbeitet mit zwei oder mehr Cloud-Anbietern zusammen. Beeindruckende 59 % geben an, mit zwei bis sechs verschiedenen Anbietern zusammenzuarbeiten.

Multi-Cloud ist bereits Realität.
Diese Realität wiederum offenbart mangelndes Vertrauen in den Schutz von Anwendungen – insbesondere, wenn sie in der Public Cloud bereitgestellt werden.
Tatsächlich sank das Vertrauen in den Schutz von Anwendungen im Jahresvergleich um 4 Prozentpunkte, von 45 % im Jahr 2017 auf 41 % im Jahr 2018.
Das könnte erklären, warum Sicherheitsdienste für Anwendungen insgesamt ihren Vorsprung gegenüber Verfügbarkeitsdiensten als „das, worauf man bei der Bereitstellung einer Anwendung am wenigsten verzichten kann“ noch weiter ausgebaut haben. Während die beiden Kategorien 2016 praktisch gleichauf lagen, setzte sich die Sicherheit 2017 mit 39 % an die Spitze und liegt 2018 mit 43 % nun deutlich vorn.

Immerhin 33 % halten die Verfügbarkeit nach wie vor für wichtiger, während Identitäts-, Leistungs- und Mobilitätsdienste stetig an Bedeutung verlieren.
Ich möchte Sie dazu ermuntern, die Ergebnisse in unserem Bericht „State of Application Delivery 2018“ näher zu betrachten. Darin erfahren Sie mehr über Automatisierung und Orchestrierung, Container, Sicherheit und natürlich über den Schwerpunkt unserer Forschung: Anwendungsdienste. Damit Sie vor dem Weiterlesen einen besseren Eindruck vom Inhalt bekommen, möchte ich Ihnen die wichtigsten Erkenntnisse mit auf den Weg geben:
01 | ZENTRALE ERKENNTNIS
Die digitale Transformation gibt Impulse für neue Architekturen und Initiativen zur IT-Optimierung.
Die Optimierung der IT-Infrastruktur und der IT-Prozesse ist nach wie vor der wichtigste Treiber für Projekte zur digitalen Transformation. Die Einführung von Cloud-Technologien und Automatisierung bietet Unternehmen im digitalen Wandel die erforderliche Geschwindigkeit, Kapazität und Skalierbarkeit.
02 | ZENTRALE ERKENNTNIS
Multi-Cloud ermöglicht die Strategie „die beste Cloud für die App“.
Multi-Cloud-Architekturen erhöhen die Flexibilität und Agilität, doch Unternehmen sind besorgt über die Komplexität der Verwaltung verteilter Apps sowie über die Herausforderungen, diese vor anhaltenden und neu auftretenden Bedrohungen zu schützen.
03 | ZENTRALE ERKENNTNIS
Anwendungsdienste sind die Tore zur Zukunft.
Im Durchschnitt nutzen Unternehmen 16 verschiedene Anwendungsdienste, damit ihre geschäftskritischen Anwendungen schnell, sicher und verfügbar bleiben. Sicherheit ist nach wie vor der wichtigste Anwendungsdienst, doch Application-Gateway-Dienste haben sich als zentrale Dienste herauskristallisiert, die in den nächsten 12 Monaten bereitgestellt werden sollen.
04 | ZENTRALE ERKENNTNIS
Mit der zunehmenden Nutzung von Multi-Cloud-Umgebungen sinkt das Vertrauen in die Sicherheit.
Die digitale Transformation veranlasst Unternehmen dazu, mehr Anwendungen aus der Cloud bereitzustellen. Gleichzeitig ist das Vertrauen der Unternehmen in ihre Fähigkeit, einem Angriff standzuhalten, gesunken, da es ihnen an Erfahrung und Fachwissen bei der Absicherung von Anwendungen mangelt, die in öffentlichen Clouds bereitgestellt werden. Unternehmen, die WAFs einsetzten, hatten das größte Vertrauen in ihre Sicherheit – sowohl in öffentlichen als auch in privaten Clouds.
05 | ZENTRALE ERKENNTNIS
Automatisierung und Orchestrierung: mit Volldampf voraus.
Die IT setzt zunehmend auf Programmierbarkeit und standardisiert ihre Automatisierungs- und Orchestrierungsumgebungen, um schlankere IT-Strukturen zu schaffen und die Betriebskosten zu senken. Der Einsatz von Containern nimmt zu, da Unternehmen mithilfe neuer Anwendungsarchitekturen und Bereitstellungsmodelle schneller und intelligenter skalieren möchten.
Ihr persönliches Exemplar des „State of Application Delivery 2018“ erhalten Sie unter f5.com/SOAD. Folgen Sie außerdem @F5Networks auf Twitter (oder #SOAD18) und erfahren Sie mehr über Multi-Cloud, NetOps, Sicherheit und Anwendungsdienste.
Über den Autor

Lori MacVittie ist Distinguished Engineer und Chief Evangelist im Office of the CTO von F5 und verfügt über umfassende Expertise in den Bereichen Anwendungsbereitstellung, Automatisierungsstrategie und Infrastruktur. Sie ist dafür bekannt, Komplexität verständlich zu machen – ob sie Leitplanken für KI-Agenten definiert, fragile Multicloud-Architekturen analysiert oder die Grenzen skalierbarer Systeme auslotet. Sie verfügt über mehr als dreißig Jahre Branchenerfahrung in der Anwendungsentwicklung, IT-Architektur sowie im Netzwerk- und Systembetrieb. Bevor sie zu F5 kam, war sie als mehrfach ausgezeichnete Technologie-Redakteurin tätig. MacVittie hat einen Masterabschluss in Informatik und ist eine produktive Autorin, deren Veröffentlichungen die Bereiche Sicherheit, Cloud und Unternehmensarchitektur abdecken. Außerdem spielt sie leidenschaftlich gern Brett- und Videospiele und vertritt mit voller Überzeugung klare Ansichten zum Thema Käse.
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