Barrieren für die Bildung von Mädchen in Peru abbauen

F5-Ökosystem | 08. September 2021

Als Empfänger einer F5 Tech for Good-Förderung 2021 kauft das Sacred Valley Project 27 Laptops, um indigenen Mädchen in abgelegenen Regionen Perus dabei zu helfen, sich an Universitäten zu bewerben und sich auf die Aufnahmeprüfungen vorzubereiten.

Von den entlegensten Gebieten Perus aus ist die nächste weiterführende Schule nur nach einem stundenlangen Fußmarsch zu erreichen. Für die dort lebenden Kinder ist der Schulbesuch daher schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Besonders prekär ist die Situation leider für Mädchen aus diesen ländlichen Andengemeinden, von denen die meisten die weiterführende Schule nie abschließen.

Grundschulen in diesen abgelegenen Gebieten bestehen in der Regel aus einem einzigen Klassenraum, in dem dieselbe Lehrkraft alle fünf Klassenstufen unterrichtet. Und selbst wenn Mädchen eine Möglichkeit finden, eine weiterführende Schule zu besuchen, fällt es ihnen äußerst schwer, den Bildungsrückstand gegenüber Schülerinnen und Schülern aus städtischen Gebieten aufzuholen.

„Ohne Zugang zu Bildung sprechen viele Frauen kaum lauter als im Flüsterton, beherrschen kein Spanisch, die traditionelle Handelssprache, und können sich häufig nicht an Entscheidungen innerhalb der Gemeinschaft beteiligen“, sagt Christie Cutler, Entwicklungsleiterin des Sacred Valley Project. „Viele werden bereits als Teenager Mütter und erleben in ihren Gemeinschaften schwere häusliche Gewalt und Alkoholismus.“

Sacred Valley Project: Mädchen beim Lernen

Foto mit freundlicher Genehmigung von Diego Nishiyama

Den Kreislauf der Armut durchbrechen

Um die Chancen benachteiligter indigener Mädchen aus diesen abgelegenen Gebieten zu verbessern, wurde 2010 das Sacred Valley Project ins Leben gerufen. Es unterstützt die Mädchen dabei, die weiterführende Schule abzuschließen, indem es ihnen eine Unterkunft in einem Wohnheim sowie ergänzenden Unterricht bietet.

Die rund 50 jugendlichen Mädchen, die an diesem Programm teilnehmen, wohnen während des gesamten Schuljahres in einem der beiden Wohnheime des Sacred Valley Project. Dadurch beträgt ihr Schulweg in der Stadt Calca zu Fuß nur 10 bis 15 Minuten. Nach dem Unterricht erhalten sie Nachhilfe, um Spanisch zu lernen und schulisch zu Gleichaltrigen aus städtischen Gebieten aufzuschließen. Zudem werden sie zu reproduktiver Gesundheit und zur Stärkung der Rolle von Frauen beraten. Darüber hinaus erhalten sie Unterstützung bei der Planung ihrer nächsten Schritte nach dem Schulabschluss – sei es ein Universitätsstudium, der Besuch einer Berufsschule oder die Gründung eines eigenen Unternehmens.

Durch diese Angebote konnte das Sacred Valley Project die Chancen dieser jungen Frauen verbessern und ihnen dabei helfen, den Kreislauf aus Teenagerschwangerschaften und Armut zu durchbrechen. Die gemeinnützige Organisation hat in den vergangenen fünf Jahren eine Abschlussquote von 100 % erreicht. Die Absolventinnen schlugen anschließend berufliche Laufbahnen in Bereichen wie Rechnungswesen, frühkindliche Bildung, Tourismus und Betriebswirtschaft ein.

Sacred Valley Project: Plakatwand

Foto mit freundlicher Genehmigung von Diego Nishiyama

Bildung ist die mächtigste Waffe, die du einsetzen kannst, um die Welt zu verändern.

“„Wir wissen, dass gebildete Frauen das wirtschaftliche Wachstumspotenzial einer Gemeinschaft steigern. Sie haben bessere Chancen, eine Geburt zu überleben, haben kleinere und gesündere Familien und können Naturkatastrophen und den Klimawandel besser bewältigen.“ ”

Die Technologielücke schließen

Doch obwohl das Programm neue Chancen eröffnet, stehen die Mädchen nach ihrem Schulabschluss weiterhin vor finanziellen Hürden. Den meisten dieser jungen Frauen fehlen die nötigen finanziellen Mittel und Lernmaterialien, um den nächsten Schritt zu gehen. Auch ihre Familien können ihnen nicht die erforderliche finanzielle Unterstützung bieten.

Um diese Herausforderung zu bewältigen, erhielt das Sacred Valley Project einen F5 2021 Tech for Good Grant, mit dem es 27 Laptops für Mädchen anschafft, die das Programm in den kommenden drei Jahren abschließen. Die Laptops werden jeder Absolventin im Rahmen eines umfassenderen Stipendienpakets übergeben und ermöglichen es den Mädchen, sich auf die Aufnahmeprüfungen für die Universität vorzubereiten, sich online für Studiengänge zu bewerben und ihre weiterführende Ausbildung fortzusetzen.

„Ohne Laptops hätten unsere Schülerinnen keinen Zugang zu Vorbereitungskursen für Aufnahmeprüfungen und Hochschulbewerbungen und könnten weder lernen noch ihre Studienaufgaben erledigen“, sagt Cutler. „Gerade im Zeitalter von COVID, das in Peru so bald nicht verschwinden wird, können unsere Schülerinnen weder vor Ort studieren noch sich persönlich an einer Hochschule bewerben.“

In der Vergangenheit, so Cutler, konzentrierte sich das Sacred Valley Project vor allem darauf, den Mädchen, die am Programm der gemeinnützigen Organisation teilnahmen, eine Grundversorgung zu bieten – von nahrhaften Mahlzeiten über ein sicheres und fürsorgliches Zuhause bis hin zur benötigten schulischen Unterstützung. Doch mit dem Ausbruch von COVID stieg der Bedarf an Technologie. „Durch COVID ist unser Technologiebedarf noch viel dringlicher geworden, und die Unterschiede zwischen denjenigen, die Zugang zu Technologie haben, und denjenigen, die keinen haben, sind für uns noch deutlicher zutage getreten“, sagt sie. „Unsere Mädchen waren von den digitalen Ressourcen, die so vielen während des vergangenen Jahres mit Fernunterricht zur Verfügung standen, völlig ausgeschlossen. Um erfolgreich zu sein, brauchen sie unbedingt Zugang zu einem eigenen Computer.“

Sacred Valley Project: lernende Mädchen 2

Foto mit freundlicher Genehmigung von Diego Nishiyama

Mädchen dabei helfen, ihre Zukunft zu gestalten

Die Laptops werden dem Sacred Valley Project dabei helfen, sein Angebot abzurunden und Mädchen aus ländlichen Andengemeinden bei der Planung ihrer Zukunft zu unterstützen, nachdem sie ihren Abschluss gemacht und die Wohnheime verlassen haben. Die gemeinnützige Organisation hat bereits mit der Planung neuer Unterkünfte begonnen, in denen Absolventinnen wohnen können, während sie sich auf die für die Zulassung zur Universität erforderlichen Prüfungen vorbereiten. Außerdem plant sie, in Paucartambo ein drittes Wohnheim zu eröffnen und damit weitere 20 Schülerinnen in ihr Programm aufzunehmen.

Angesichts einer Finanzierungslücke von 2 Milliarden US-Dollar bei der Bildung von Mädchen und weltweit 130 Millionen Mädchen, die keine Schule besuchen, setzt sich das Sacred Valley Project dafür ein, diese Trends umzukehren, indem es den von ihm betreuten Schülerinnen hochwertige Angebote bereitstellt. „Wir wissen, dass gebildete Frauen das wirtschaftliche Wachstumspotenzial einer Gemeinschaft steigern“, sagt Cutler. „Ihre Chancen, eine Geburt zu überleben, sind höher, sie haben kleinere und gesündere Familien und können Naturkatastrophen und den Klimawandel besser bewältigen. Es ist herzerwärmend zu sehen, wie sich durch unser Programm Leben verändern – wie die Mädchen erkennen, dass sich ihnen und ihrer eigenen Zukunft immer mehr Möglichkeiten eröffnen.“

Über F5 Tech for Good

Bei F5 setzen wir uns dafür ein, unseren Unternehmenszweck, unsere Reichweite und unsere Verbindungen über die Grenzen unseres eigenen Unternehmens hinaus auszuweiten, indem wir mit unserem Fachwissen gemeinnützige Organisationen bei ihren Bemühungen um die digitale Transformation unterstützen. Unsere Tech for Good Grants helfen gemeinnützigen Organisationen, ihre technologischen Ressourcen zu modernisieren. So können sie Verwaltungsabläufe optimieren, die Datensicherheit verbessern und – was am wichtigsten ist – ihre Ziele schneller erreichen, um noch mehr für die Menschen zu bewirken, denen sie helfen.

Möchten Sie benachrichtigt werden, sobald Bewerbungen für die „Tech for Good“-Fördermittel 2022 von F5 möglich sind? Melden Sie sich hier an und lassen Sie sich in den E-Mail-Verteiler aufnehmen.

Weitere Informationen finden Sie in unseren früheren Blogbeiträgen „Technologie für das Gemeinwohl einsetzen“ und „Wie junge Mütter während der COVID-10-Pandemie in Verbindung bleiben.“

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Schlagwörter: 2021

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