F5-Studie zeigt: KI ist angekommen und kollidiert mit manuellen IT-Abläufen

F5-Ökosystem | 22. April 2025

Mit dem Eintritt in das KI-Zeitalter stehen wir an einem einzigartigen Scheideweg. Innovationen schreiten zwar schneller voran als je zuvor, doch es reicht nicht mehr aus, das nächste große Ding zu entwickeln. Entscheidend ist, dass wir das richtige Ding entwickeln – und dafür müssen wir verstehen, wo unsere Kunden stehen.

Im Laufe der Jahre hat F5 stets die Anforderungen seiner Kunden an die Anwendungsbereitstellung und -sicherheit im Blick behalten – sowohl die sich ihnen bietenden Chancen als auch die Herausforderungen, vor denen sie stehen. Das Ergebnis dieser Forschung ist unser jährlich erscheinender „State of Application Strategy Report“, für den IT-Entscheidungsträger weltweit zu einer Reihe drängender Themen befragt werden.

Diese Studie hat uns geholfen, die zunehmend komplexe hybride Multicloud-Welt zu verstehen, in der sich Unternehmen heute bewegen. Und sie dient uns als Orientierung bei der Weiterentwicklung unserer F5 Application Delivery and Security Platform, der umfassendsten Plattform der Branche, die darauf ausgelegt ist, den Erfolg unserer Kunden im KI-gestützten, hybriden Multicloud-Zeitalter zu sichern. Eine Plattform, die genau das Richtige bietet, indem sie Kunden dort abholt, wo sie stehen.

Ich freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass unser „State of Application Strategy Report 2025“ ab sofort verfügbar ist. Unser zum 11. Mal erscheinender Jahresbericht enthält zahlreiche wichtige Trends, weshalb Sie ihn unbedingt vollständig lesen sollten. Für den Einstieg möchte ich Ihnen drei Erkenntnisse vorstellen, die mir besonders aufgefallen sind:

1. Das Vertrauen in die Automatisierung wächst.

Dank des wachsenden Vertrauens in ihre Daten verlagern Unternehmen Entscheidungsfindung und Umsetzung zunehmend in automatisierte Prozesse – auch in solche, die durch KI gesteuert werden. Tatsächlich ist die Datenqualität nicht mehr das größte Hindernis für die Einführung von KI: Innerhalb nur eines Jahres sank ihr Anteil von 72 % auf 48 %.

Automatisierungsdiagramm

65 % der Befragten nutzen operative Telemetriedaten zur Automatisierung, weitere 23 % planen dies in den nächsten 12 Monaten.

Interessanterweise ist die Automatisierung mittlerweile der wichtigste Anwendungsfall für Telemetrie – Analyse, Alarmierung und Berichterstellung sind allesamt in den Hintergrund gerückt. Das ist eine deutliche Veränderung gegenüber 2024, als fast die Hälfte der Befragten (47 %) Telemetrie hauptsächlich zur Auslösung betrieblicher Warnmeldungen einsetzte.

Beeindruckende 99 % der Befragten gaben an, dass sie sich damit wohlfühlen, KI zur Automatisierung mindestens einer betrieblichen Funktion einzusetzen. Darüber hinaus wünschen sich die meisten Unternehmen, dass KI sowohl strategische als auch operative Aufgaben übernimmt – darunter die Optimierung der Anwendungsleistung (72 %), die Unterstützung bei der Kostenoptimierung (59 %) und die Abwehr von Zero-Day-Schwachstellen durch das automatische Einfügen von Sicherheitsregeln (59 %).

2. Unternehmen machen sich Sorgen um die Sicherheit ihrer KI-Modelle.

Da 96 % der Befragten KI-Modelle einsetzen, steht die Sicherheit dieser Modelle ganz oben auf der Liste der Bedenken. Auch für die 95 % der Befragten, die zudem Modelle trainieren, ist Sicherheit ein wichtiges Thema.

Diagramm zu Sicherheit und Kosten

Sicherheit ist das wichtigste Anliegen, wenn 96 % der Befragten KI-Modelle einsetzen.

Angesichts dieser Bedenken beginnen Unternehmen, Maßnahmen zu ergreifen. So nutzen bereits 50 % der Befragten KI-Gateways, und weitere 40 % werden voraussichtlich innerhalb der nächsten zwölf Monate nachziehen. Die übrigen Unternehmen rechnen zwar damit, dass die Einführung eines KI-Gateways länger dauern wird, doch keines von ihnen geht davon aus, dauerhaft darauf zu verzichten.

3. Die unkontrollierte Verbreitung von APIs und manuelle Prozesse stellen weiterhin erhebliche Hindernisse für die Einführung von KI dar.

Trotz des wachsenden Interesses an KI geben 54 % der Unternehmen an, nicht über ausreichende KI-Kompetenzen zu verfügen. 60 % erklären zudem, dass sie aufgrund ihrer Abhängigkeit von veralteten Prozessen und betrieblichen Workflows in manuellen Betriebsaufgaben feststecken. Die Fragmentierung von Prozessen und Integrationspunkten erhöht den Bedarf an manuellen Eingriffen und verlangsamt die Abläufe, sodass selbst agile Methoden für den heutigen IT-Betrieb zu ineffizient sind.

Diagramm der größten Herausforderungen

Unternehmen nennen den Mangel an ausreichenden KI-Kompetenzen als größtes Hindernis für den Einsatz von KI.

Darüber hinaus geben mehr als die Hälfte der Unternehmen (58 %) an, dass APIs bei der Verwaltung der Anwendungsbereitstellung und -sicherheit nach wie vor eine erhebliche Herausforderung darstellen. Die Befragten berichten, dass sie bis zur Hälfte ihrer Zeit mit der Verwaltung komplexer Konfigurationen verbringen, die eine Vielzahl von APIs und Sprachen umfassen. 31 % nennen dabei die Komplexität der Anbieter-APIs als die zeitaufwendigste Einzelaufgabe im Zusammenhang mit der Automatisierung.

Konflikt zwischen KI und manuellem IT-Betrieb

Die diesjährige Umfrage verdeutlicht sowohl den weitreichenden Umbruch durch KI als auch den erheblichen Arbeitsaufwand, der Unternehmen bei der Vorbereitung auf das KI-Zeitalter noch bevorsteht. Einerseits nutzen Unternehmen ihre zunehmend ausgereiften Datenstrategien, um Automatisierung und KI in exponentiellem Tempo einzusetzen – von den Kundenservice-Chatbots vor einigen Jahren bis hin zu umfassenden KI-Modellen, die sie bei geschäftsbereichsspezifischen Entscheidungen unterstützen.

Gleichzeitig kämpfen viele Unternehmen weiterhin mit der komplexen heutigen Landschaft der Anwendungsbereitstellung, die stark auf APIs, modernen Anwendungen und hybriden Bereitstellungsmodellen basiert. Zudem haben viele nach wie vor mit ineffizienten Betriebsabläufen und Prozessen zu kämpfen, die ihren Einsatz von KI behindern.

Durch den Umstieg auf eine umfassende Plattform für die Bereitstellung und Sicherheit von Anwendungen können Unternehmen die unkontrollierte Ausbreitung von APIs eindämmen und die Komplexität überwinden. So können sie cloudunabhängige und KI-fähige Services sowie Sicherheit für KI-Modelle und alle darauf basierenden Anwendungen bereitstellen. Dies wiederum versetzt sie in die Lage, ihre Geschäftseffizienz zu steigern und zugleich dynamische digitale Erlebnisse zu bieten, die die Kundenbindung stärken und den finanziellen Erfolg fördern.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, empfehle ich Ihnen, den vollständigen 2025 State of Application Strategy Report zu lesen und an einem Webinar mit den Autorinnen des Berichts, Lori MacVittie und Cindy Borovick, teilzunehmen. Darin erläutern sie, wie KI-gestützte Optimierung die Anwendungsbereitstellung und -sicherheit verbessern kann.

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Über den Autor

Kunal Anand
Kunal AnandChief Product Officer | F5

Kunal Anand leitet als Chief Product Officer die Produktorganisation von F5. Er ist für Produktvision, Strategie und Umsetzung verantwortlich und stellt die Entwicklung wegweisender Lösungen sicher, die kritische Herausforderungen bewältigen und außergewöhnliche Kundenerlebnisse schaffen. In seiner vorherigen Funktion als Chief Technology and AI Officer bestimmte Kunal die Technologie- und KI-Strategie sowie die entsprechende Vision des Unternehmens. Vor seiner Zeit bei F5 hatte Kunal bei Imperva die Doppelfunktion des Chief Technology Officer und Chief Information Security Officer inne. Sein Weg zu Imperva begann 2018 mit der Übernahme von Prevoty, einem 2013 von ihm mitgegründeten Start-up für Anwendungssicherheit. Vor seinem Wechsel zu Prevoty war er Director of Technology bei BBC Worldwide. Kunal verfügt über langjährige Innovations- und umfassende technische Erfahrung und leitete bei Gravity, MySpace und dem NASA Jet Propulsion Lab Teams in den Bereichen Sicherheit, Daten, Technologie und Engineering. Kunal verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in den Bereichen KI und maschinelles Lernen – von Modelltraining und dem Einsatz KI-gestützter Algorithmen zur Produktoptimierung bis hin zur Konzeption und Implementierung von KI-Architekturen. Kunal hat einen Bachelor-of-Science-Abschluss in Informatik vom Babson College.

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