Finanz-Malware und ihre Tricks: Man-in-the-Browser-Angriffe

F5-Ökosystem | 23. Mai 2016

Schadsoftware und ihre Auswirkungen

Malware hat in der Finanzbranche Schäden in Milliardenhöhe verursacht, und ein Ende ist nicht in Sicht. Angesichts der hohen Gewinnchancen könnte man meinen, dass Malware-Entwickler ständig neue Angriffsarten entwickeln würden. Stattdessen zeigt sich jedoch, dass Malware häufig vorhandenen Code wiederverwendet und in unterschiedlichen Formen neu in Erscheinung tritt. Die meisten Schadprogramme nutzen für ihre kriminellen Zwecke Angriffstechniken wie Man-in-the-Browser (MiTB), Man-in-the-Middle (MITM) usw.

Dieser Artikel befasst sich mit Man-in-the-Browser-Angriffen und Gegenmaßnahmen auf Basis der Fraud Protection Solution (FPS) von F5. Es gibt eine ganze Reihe von Schadprogrammen, die bekanntermaßen diesen Angriffsvektor nutzen. Bugat, Gozi, Tatanga, SpyEye und Zeus gehören zu den bekannten Schadprogrammen, die die MiTB-Technik eingesetzt haben.

Was ist ein Man-in-the-Browser-Angriff?

Ein Trojaner, der den Browser infiziert und Seiten sowie Transaktionen unbemerkt verändert, bevor sie dem Benutzer angezeigt oder an den Server übermittelt werden, lässt sich als MiTB zusammenfassen.

Die meisten Browser bieten Funktionen zur Erweiterung ihrer Möglichkeiten, etwa Browser Helper Objects für Windows, Erweiterungen für Google Chrome und Plug-ins für Firefox. Diese Erweiterungen ermöglichen zwar ein hohes Maß an Anpassung beim Surfen, werden jedoch auch von Schadsoftware als Werkzeug missbraucht. Stellen Sie sich vor, Sie melden sich das nächste Mal bei Ihrer bevorzugten Bank an und sehen eine Meldung wie diese – dann würden Sie sagen, dass MiTB aktiv ist.

Leider gehen die Angreifer raffiniert und unauffällig vor, und all das geschieht im Verborgenen. Sie missbrauchen die Funktionen des Browsers, die eigentlich das Surferlebnis verbessern sollen, für böswillige Zwecke. Der folgende Screenshot zeigt, wie eine Schadsoftware heimlich erbeutete Zugangsdaten an eine Ablagestelle übermittelt.

Die Betrugsschutzlösung von F5 ist die Antwort

Die Betrüger nutzen den Browser, um Informationen zu stehlen, während die Server von diesen clientseitig ausgelösten Transaktionen keinerlei Kenntnis haben. Daher müssen diese im Browser des Kunden ausgelösten Transaktionen überwacht werden, ohne dessen Surfverhalten zu beeinträchtigen oder zu verändern. F5 FPS hilft bei der Überwachung solcher verdächtigen Aktivitäten.

Zu den einzigartigen Funktionen von F5 zur Abwehr von MiTB-Angriffen gehören

Verschleierung von HTML-Formularfeldern: Namen sensibler Felder wie Benutzername und Passwort werden durch zufällige Zeichenfolgen ersetzt. Dadurch werden automatisierte Skripte abgewehrt, die nach bestimmten Elementen des Document Object Model (DOM) suchen.

Echtzeitverschlüsselung sensibler Felder: Identifizierte kritische Felder werden bereits während der Eingabe durch den Benutzer verschlüsselt.

Gefälschte Tastenanschläge zum Schutz vor browserbasierten Keyloggern: Die erzeugten Tastenanschläge verschleiern die tatsächlichen Benutzereingaben und setzen so browserbasierte Keylogger außer Gefecht.

Warnmeldungen bei der Einschleusung externer Skripte durch Schadsoftware: FPS benachrichtigt die Banken, wenn eine AJAX-Anfrage Daten an eine andere Domain sendet.

Fazit

Man-in-the-Browser-Angriffe können die Kanalverschlüsselung umgehen und vertrauliche Informationen aus dem Browser stehlen. Die FPS-Lösung von F5 hilft, diese Sicherheitslücke zu schließen, und bietet Unternehmen Transparenz und Schutz in den Browsern ihrer Benutzer.

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Schlagwörter: 2016

Über den Autor

Shahnawaz Backer
Shahnawaz BackerDirector Solutions Engineering, F5 | F5

Shahnawaz Backer war Principal Security Advisor bei F5 Labs. Mit seinem ausgeprägten Interesse an moderner Anwendungsentwicklung, digitalen Identitäten und Betrugsvektoren konzentriert er sich darauf, Sicherheitsinformationen in Lösungen zu integrieren, und ist fest von einer automatisierten proaktiven Abwehr überzeugt.

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