Einer der größten Krankenversicherer in den Vereinigten Staaten, der mehrere zehn Millionen Versicherte betreut, ist bei nahezu allen seinen Tätigkeiten auf seine Anwendungen angewiesen. Die Schadenbearbeitung, Versichertenportale, Leistungserbringersysteme und internen Tools müssen rund um die Uhr verfügbar und sicher sein, denn ein Ausfall an irgendeiner Stelle dieser Kette wirkt sich letztlich auf die Versorgung eines Menschen aus.
Und das Gesundheitswesen wird immer digitaler. Versicherte klären Fragen zu ihrem Versicherungsschutz und reichen Leistungsanträge über ihr Smartphone ein, während Leistungserbringer erwarten, dass die dahinterstehenden Systeme sofort reagieren. Hinter all dem steht eine stetig wachsende Anwendungslandschaft – und eine IT-Organisation, die dafür verantwortlich ist, sie schnell und sicher zu betreiben und zugleich die mit Gesundheitsdaten verbundenen Compliance-Anforderungen zu erfüllen.
Diese Realität prägt die Technologieentscheidungen des Versicherers seit mehr als einem Jahrzehnt. Seit 2015 hat das Unternehmen seine Kapazitäten für die Anwendungsbereitstellung und -sicherheit mit F5 schrittweise und gezielt ausgebaut und setzt inzwischen vollständig auf die F5 Application Delivery and Security Platform (ADSP). Diese Entwicklung sagt ebenso viel über den Wandel der IT im Gesundheitswesen aus wie über eine einzelne Technologieentscheidung.
“Die Anwendungsinfrastruktur des Versicherers ist ausfallsicherer, transparenter und lässt sich mit dem Ausbau seiner digitalen Gesundheitsinitiativen leichter anpassen.”
Eine Grundlage für eine jederzeit verfügbare Gesundheitsversorgung
Die Geschichte beginnt mit Verfügbarkeit. Im Jahr 2015 implementierte der Versicherer F5 BIG-IP Local Traffic Manager (LTM) zur Verteilung des Datenverkehrs auf seine geschäftskritischen Anwendungen im Gesundheitswesen sowie F5 BIG-IP DNS, um Benutzer zuverlässig zu diesen Anwendungen weiterzuleiten. In der Praxis bedeutete dies, dass Mitgliederportale und Systeme zur Leistungsabrechnung selbst bei Spitzenauslastung reaktionsfähig blieben und kein einzelner Ausfallpunkt ihren Betrieb gefährdete.
Sicherheit hatte von Anfang an den gleichen Stellenwert. Eine Web Application Firewall (WAF) schützte öffentlich zugängliche Anwendungen vor schädlichem Datenverkehr und damit die Systeme, auf die Patienten, Leistungserbringer und Mitarbeitende täglich angewiesen sind.
Diese Implementierungen erfüllten gleich zwei Aufgaben: Sie hielten die Dienste am Laufen und halfen der Organisation, die regulatorischen und betrieblichen Anforderungen zu erfüllen, die mit der Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten in großem Umfang einhergehen.
Mit der wachsenden Anwendungslandschaft wurde die Verwaltung jedes einzelnen Systems zu einer Aufgabe für sich. In dieser Größenordnung bedeutet eine einzige Richtlinienaktualisierung, ein Gerät nach dem anderen anzupassen, und eine einfache Frage zur Umgebung kann einen ganzen Nachmittag in Anspruch nehmen. 2019 führte der Versicherer F5 BIG-IQ Centralized Management ein. Damit konnten die Administratoren Richtlinien zentral standardisieren und die gesamte BIG-IP Umgebung überblicken. Die Governance wurde verbessert, der Verwaltungsaufwand sank und das Betriebsteam musste sich nicht länger mit sich wiederholenden Arbeiten auf Geräteebene befassen.
Umstellung auf ein flexibles Betriebsmodell
Im Jahr 2026 vollzog der Versicherer einen Schritt, der die Nutzung der F5-Technologie grundlegend veränderte: Er weitete abonnementbasierte Softwarebereitstellungen auf seine Dienste für Anwendungsbereitstellung und Sicherheit aus. Für eine große Gesundheitsorganisation liegen die unmittelbaren Vorteile auf der Hand: Neue Dienste lassen sich schneller bereitstellen und das Lebenszyklusmanagement wird einfacher.
Die größere Veränderung betrifft das Betriebsmodell. Durch die abonnementbasierte Nutzung lassen sich Infrastrukturinvestitionen an die Veränderungen im Unternehmen anpassen, Dienste bei Bedarf für neue Initiativen skalieren und Kurskorrekturen vornehmen, ohne an Hardwareentscheidungen gebunden zu sein, die Jahre zuvor getroffen wurden.
Observability vervollständigt die Plattform
Die neueste Ergänzung ist F5 Insight for ADSP, das die Plattform um Observability und operative Intelligenz erweitert. Während die bisherigen Investitionen dafür sorgten, dass Anwendungen verfügbar und geschützt blieben, zeigt F5 Insight den Teams, wie sich diese Anwendungen tatsächlich verhalten: ihren Zustand und ihre Leistung sowie neu auftretende Sicherheitssignale.
Diese Art von Transparenz ist unverzichtbar geworden. Anwendungsumgebungen erstrecken sich heute über Rechenzentren, Clouds und verschiedene Softwareformate, sodass kein Team realistischerweise alles manuell überwachen kann. Eine konsolidierte Beobachtbarkeit macht den Unterschied zwischen dem frühzeitigen Erkennen einer beeinträchtigten Servicequalität, noch bevor Mitglieder etwas bemerken, und dem Bekanntwerden des Problems durch eine Support-Warteschlange.
Diese Transparenz zahlt sich durch Schnelligkeit aus. Probleme werden früher erkannt und schneller behoben – ein entscheidender Vorteil, wenn die betreffenden Anwendungen Millionen von Versicherten den Zugang zu ihrer Gesundheitsversorgung ermöglichen. Eine umfassende Observability schafft für den Versicherer zudem eine solidere Grundlage für alle künftigen Entwicklungen, denn nur was sichtbar ist, lässt sich automatisieren und optimieren. Das gilt umso mehr, wenn zunehmend auch KI-Workloads über dieselbe Infrastruktur laufen.
Was ein Jahrzehnt kontinuierlicher Fortschritte bewirkt
Keine dieser Maßnahmen erfolgte isoliert. Jede Ergänzung löste zum jeweiligen Zeitpunkt ein konkretes Problem. Heute bilden sie gemeinsam eine einheitliche Plattform statt einer Ansammlung von Einzellösungen. Die Anwendungsinfrastruktur des Versicherers ist ausfallsicherer, transparenter und lässt sich leichter anpassen, wenn seine digitalen Gesundheitsinitiativen wachsen.
Auch aus dem Tempo lässt sich etwas lernen. Der Versicherer modernisierte seine Systeme in wohlüberlegten Schritten, stellte den Nutzen jeder Investition unter Beweis, bevor die nächste folgte, und unterbrach dabei nie die unverzichtbaren Dienste, auf die Menschen angewiesen sind. So sieht verantwortungsvolle Modernisierung in einer regulierten Branche aus.
Wer einen konvergenten Ansatz in Erwägung zieht, kann sich daran orientieren, was auf diesem Weg nicht erforderlich war: kein vollständiger Austausch bestehender Systeme und keine Unterbrechung der Dienste, auf die Menschen angewiesen sind. Die Funktionen, die dieser Versicherer nach und nach eingeführt hat, sind heute in der F5 Application Delivery and Security Platform vereint. Das bedeutet, dass sich die Plattform bereits im Produktivbetrieb bewährt hatte, bevor sie als Gesamtpaket angeboten wurde. Die nächste Organisation kann dort ansetzen, wo diese angekommen ist.
Wenn Sie erfahren möchten, welche Möglichkeiten ein Plattformansatz für Ihre eigene Anwendungslandschaft eröffnet, informieren Sie sich näher über die F5 Application Delivery and Security Platform (ADSP).
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