Warum Web3-Unternehmen ihre Kunden vor bösartigen Bots schützen müssen
Non-Fungible Tokens, kurz NFTs, bieten Marken ein enormes Umsatzpotenzial, eröffnen aber auch Cyberkriminellen Möglichkeiten zur Ausbeutung, wenn Sicherheit nicht von Anfang an berücksichtigt wird. Adidas erzielte mit seinem ersten NFT-Drop mehr als 20 Millionen US-Dollar, und viele große Sportligen haben diese modernen digitalen Sammlerstücke inzwischen für sich entdeckt. Ein perfektes Beispiel dafür ist NBA Top Shot, ein Online-Marktplatz für digitale Basketball-Sammlerstücke in Form von NFTs, der dank der NBA-Playoffs und des Hypes um den ersten NFT-Drop von Magic Johnson, dem ehemaligen Star der Los Angeles Lakers, großen Zuspruch findet.
Angesichts der bevorstehenden NBA Finals und des Vatertags sowie der derzeit stattfindenden Abschlussfeiern ist jetzt der ideale Zeitpunkt für NFT-Marktplätze, NFTs in limitierter Auflage als perfektes Geschenk für Väter und Absolventen zu bewerben. Doch auch Kriminelle sind auf die jüngsten lukrativen Erfolge von NFTs aufmerksam geworden. Bots sind die Geheimwaffe von Cyberkriminellen. Sie nutzen sie, um Chaos anzurichten, Preise zu manipulieren, Kunden zu betrügen und das NFT-Ökosystem zu untergraben. Wie können Sammler und Investoren den wahren Wert ihrer NFTs ermitteln, wenn der Marktplatz von Bots unterwandert ist?
NFT-Marktplätze und Unternehmen, die andere Web3-Geschäftsmodelle in Betracht ziehen, müssen die sich schnell wandelnden Sicherheitsanforderungen für Geschäfte im Metaverse verstehen und berücksichtigen. Um erfolgreich zu sein, müssen diese neuen digitalen Handelsplattformen dynamische Sicherheitsmaßnahmen gegen Bots und andere Cyberangriffe bieten, um ihre NFT-Investitionen, den Ruf ihres Marktplatzes sowie die Aktivitäten und Erlebnisse ihrer Kunden zu schützen.
Warum setzen Hacker ihre Bots gezielt bei NFT-Verkäufen ein? Ganz einfach: Dort ist das Geld zu holen. Laut Chainalysis wuchs der NFT-Markt bis Ende 2021 auf 41 Milliarden US-Dollar. Die Ökosysteme von NFT-Marktplätzen sind noch relativ jung, und viele Menschen verstehen die zugrunde liegenden Technologien und Prozesse noch nicht wirklich – was sie zu einem idealen Angriffsziel macht. Cyberkriminelle Organisationen setzen Bots ein, um Störungen zu verursachen, und sind bereits fest etabliert. Dabei können sie auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen.
Traditionelle Finanzdienstleister wie Banken, Maklerhäuser und Versicherungsunternehmen haben seit Jahren mit immer raffinierteren Bot-Angriffen zu kämpfen. Auch der E-Commerce ist stark von Bots betroffen, insbesondere bei der Veröffentlichung limitierter Produkte wie Sneakern, die von Bots zum Aufkaufen von Beständen ins Visier genommen werden. Blockchain, Kryptowährungen und dezentrale Finanzdienstleistungen sind zwar noch relativ neue Innovationen, treffen jedoch auf ein bereits ausgereiftes und praxiserprobtes Umfeld der Cyberkriminalität.
Bots, vor denen Sie sich in Acht nehmen sollten
Bots gehören für NFT-Marktplätze zum Alltag. NFT-Drops sind besonders anfällig für die Ausnutzung durch bösartige Bots, die Preise und Produktverfügbarkeit manipulieren oder gefälschte Produkte zum Verkauf anbieten. Bots können auch Teil größerer und noch kriminellerer Machenschaften sein, bei denen ganze Websites lahmgelegt, Identitäten gestohlen und weitere persönliche Finanzdaten erbeutet werden. Vor den folgenden Arten von Bots sollten Sie sich schützen:
- Kauf-Bots. Automatisierte Kauf-Bots sind darauf ausgelegt, Online-Waren oder -Dienstleistungen in großen Mengen zu erwerben, sobald sie in den Verkauf gehen. Diese Bots schließen den Bezahlvorgang augenblicklich ab. Ihr Ziel ist es, sich einen Großteil wertvoller Bestände zu sichern, die in der Regel mit einem erheblichen Aufschlag auf Sekundärmärkten weiterverkauft werden. Da diese Bots echte Käufer am Kauf hindern, führen sie zu Frustration bei den Verbrauchern und dazu, dass virtuelle Güter wie NFTs nicht mehr verfügbar sind.
- Biet-Bots. Diese Bots geben Scheinangebote ab, um die Preise von NFTs je nach zugrunde liegender Wiederverkaufsstrategie nach oben oder unten zu manipulieren. Indem preissenkende Bots zahlreiche Niedrigstgebote für NFTs abgeben, die weit unter dem Angebotspreis liegen, können sie den Wert eines NFTs drücken, ohne jemals tatsächlich einen Kauf zu tätigen. Preissteigernde Bots kaufen günstige NFTs auf und erzeugen so künstlich Knappheit und steigern deren Beliebtheit, um Käufer dazu zu zwingen, für die verbleibenden Bestände – häufig auf Sekundärmärkten – mehr zu bezahlen. Im schlimmsten Fall können Biet-Bots die Preise von NFTs durch automatisierte Bietergefechte künstlich in die Höhe treiben.
- Bots für gefälschte NFTs. Ähnlich wie gefälschte Rolex-Uhren, die an Straßenecken verkauft werden, können Bots dazu eingesetzt werden, nicht authentische NFT-Projekte zu verkaufen, deren Richtlinien-IDs nicht übereinstimmen. Kauft ein Verbraucher versehentlich ein gefälschtes NFT von einem Betrüger, besteht kaum Aussicht auf eine Rückerstattung und ohne ordnungsgemäße Authentifizierung keine Möglichkeit zum legalen Weiterverkauf.
- Gefälschte Werbe-Bots. Bots können sich auch als Phishing-Aktionen tarnen und Nutzer dazu verleiten, auf Links zu klicken, um vermeintlich stark begrenzte Angebote wahrzunehmen, wie etwa einen gefälschten YouTube Genesis Mint Pass.
Die grassierende Bot-Aktivität auf NFT-Marktplätzen schürt Zweifel und Misstrauen und betrifft nicht nur potenzielle Käufer, sondern auch seriöse Verkäufer, Künstler, Sportler und Kreative, deren Produkte auf Online-Marktplätzen angeboten werden. Bösartige Bots können das Wachstum blockchainbasierter Märkte ausbremsen. Wenn NFT-Börsen zudem in den Ruf geraten, Bot-Hochburgen zu sein, können Bots eine der dynamischsten Ausprägungen der neuen digitalen Wirtschaft gefährden.
Schützen Sie Ihren Marktplatz vor Bots
Wenn Sie einen NFT-Marktplatz oder ein anderes Web3-Angebot betreiben, erwarten Ihre Kunden vor allem ein sicheres, schnelles und reibungsloses Nutzererlebnis – und Sie können einiges dafür tun, dies zu gewährleisten.
F5 hat eng mit vielen der führenden NFT-Marktplätze und -Börsen zusammengearbeitet und sie dabei unterstützt, von Anfang an ausgefeilte Sicherheitsmaßnahmen und Schutzmechanismen zu implementieren, um Bot-Angriffe auf Anmeldevorgänge abzuwehren, die Erstellung gefälschter Konten zu unterbinden und Bots daran zu hindern, Bestände aufzukaufen und dadurch die Preise von NFTs in die Höhe zu treiben.
Wenn Sie erwägen, Ihre NFTs als Geschenk zum Vatertag oder zum Schul- bzw. Studienabschluss zu bewerben, sollten Sie einige Tipps beachten:
- Machen Sie sich mit den Mustern betrügerischer Kontoeröffnungen vertraut und überprüfen Sie die Registrierung neuer Konten
- Bewerten Sie Ihre Bot-Abwehrstrategie, um ausgefeilte, menschliches Verhalten imitierende Automatisierung und Umrüstung zu verhindern
- Verhindern Sie Kontoübernahmen, indem Sie jede Transaktion auf Anzeichen von Betrug oder riskantem Verhalten überwachen und Anmeldesysteme gegen Credential Stuffing absichern
- Nutzen Sie intelligente Authentifizierung, um Hürden für Benutzer zu reduzieren und das Kundenerlebnis zu verbessern
- Verwalten Sie die Nutzer auf Ihrer Plattform, um zu erkennen, ob es sich um Kunden oder Bots handelt. Indem Sie Bot-Angriffe frühzeitig abwehren, kann Ihr Unternehmen nachgelagerte Betrugsfälle reduzieren.
- Prüfen Sie Möglichkeiten, Ihre Sicherheits- und Betrugsbekämpfungsteams durch neue Tools und externe Erkenntnisse zu unterstützen, damit sie Betrügern stets einen Schritt voraus sind.
- Rechnen Sie damit, dass Kriminelle ihre Angriffe weiterhin anpassen werden – daher müssen auch Sie in der Lage sein, Ihre Abwehrmaßnahmen schnell anzupassen.
Helfen Sie Ihren Kunden, sich vor Cyberkriminellen zu schützen
Es ist wichtig, das Vertrauen Ihrer Kunden zu gewinnen und zu schützen. Das beginnt mit Aufklärung. Hier sind einige Tipps, die Sie an Ihre Kunden weitergeben können:
- Ziehen Sie Hardware-Wallets in Betracht. Wenn Sie Kryptowährungen zum Kauf von NFTs verwenden, sollten Sie für den Kauf und die Aufbewahrung des NFTs eine Hardware-Wallet anstelle einer Software-Wallet nutzen. Hardware-Wallets sind externe physische Geräte mit spezieller Firmware, die den Zugriff auf private Schlüssel verhindert. Sie können die Sicherheit beim Kauf von Kryptowährungen und NFTs erheblich erhöhen, indem sie diese vor Bots und anderen Cyberangriffen schützen.
- Prüfen Sie Verträge immer sorgfältig. Der Kauf eines NFT ist fast immer mit dem Abschluss eines „Smart Contracts“ mit dem Verkäufer verbunden. Prüfen Sie diese auf der Blockchain bereitgestellten Verträge vor der Zustimmung sorgfältig, da sie die mit Ihrem NFT verknüpften individuellen Informationen enthalten, darunter Angaben zu Eigentumsverhältnissen und Transaktionen. Machen Sie sich genau bewusst, welchen Bedingungen Sie zustimmen, denn Smart Contracts können Regeln für den Handel mit den NFTs und andere Eigentumsrechte festlegen.
- Hüten Sie sich vor gefälschten Marktplätzen. Ziehen Sie den Kauf von NFTs nur bei seriösen Anbietern in Betracht, die Sicherheit ernst nehmen und ihre Transaktionen frei von Bots halten.
- Informieren Sie sich darüber, wie Ihr NFT-Marktplatz kommuniziert und welche Möglichkeiten Sie haben, wenn Ihre NFTs gestohlen werden. Wenn Sie im Voraus wissen, wie Ihr Marktplatz Sie kontaktiert und welche Schritte Sie im Falle eines Diebstahls Ihrer NFTs unternehmen können, sind Sie besser vor Phishing-Angriffen, Spoofing und anderen Betrugsversuchen geschützt.
Möchten Sie erfahren, wie andere Unternehmen ihre Kunden und ihr Unternehmen erfolgreich vor Bots geschützt haben? Lesen Sie diese Studie von Forrester zu den wirtschaftlichen Gesamtauswirkungen von F5 Bot Defense.
Wenn Sie F5 Distributed Cloud Bot Defense in Aktion sehen möchten, besuchen Sie das DevCentral von F5 und sehen Sie sich die Demo an.
Und wenn Sie wissen möchten, worauf Sie bei einer Lösung zur Bot-Abwehr achten sollten, finden Sie hier 10 Fragen, die Sie einem Anbieter für Bot-Abwehr stellen sollten.
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