Vier Jahre im Rückblick: Was sich bei der Anwendungsbereitstellung verändert hat

F5-Ökosystem | 16. Januar 2018

Im Jahr 2015 erkannten wir, dass der Bereich der Anwendungsdienste im IT-Markt zunehmend an Bedeutung gewann. Allerdings waren die Vielfalt der auf dem Markt verfügbaren Anwendungsdienste und ihre Notwendigkeit für die erfolgreiche Implementierung neuer Anwendungen noch nicht allgemein bekannt. Um diesen Fragen nachzugehen, baten wir IT-Fachleute, uns zu erläutern, wie sie Anwendungsdienste unter Berücksichtigung künftiger strategischer Trends bereitstellten.

So entstand der erste Branchenbericht über Anwendungsdienste: der State of Application Delivery. Seitdem befragt F5 jedes Jahr Kunden weltweit zu den Trends bei der Anwendungsbereitstellung, bei Cloud-Diensten und in der IT, die sie in ihrem Geschäftsalltag beobachten. Da nun unser vierter Jahresbericht veröffentlicht wurde, ist es an der Zeit, zurückzublicken und zu erläutern, wie sich der Markt entwickelt hat und welche Erkenntnisse wir gewonnen haben.

Unter all den interessanten Datenpunkten aus unseren Untersuchungen sticht ein Thema besonders hervor: Die Mischung der Anwendungsdienste, deren Bereitstellung von unserer ersten Umfrage bis heute geplant wurde, zeigt uns, dass sich IT-Organisationen mitten in einem tiefgreifenden Wandel befinden – nicht nur hinsichtlich ihrer Architekturen und Anwendungen, sondern auch hinsichtlich ihres Auftrags innerhalb des Unternehmens.

Betrachten wir, was dies vor dem Hintergrund von vier Jahren der Untersuchung der Landschaft der Anwendungsdienste bedeutet:

Anwendungsdienste sind weltweit allgegenwärtig und gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Im zweiten Jahr haben wir den Umfang der Studie auf ein weltweites Publikum ausgeweitet. Inzwischen wird die Umfrage in allen Regionen und in neun Sprachen durchgeführt. Unabhängig von der Region (Asien-Pazifik, EMEA und Amerika) oder der Sprache waren die Ergebnisse stets gleich: Netzwerk-Firewalls, Virenschutz, SSL-VPN, Lastverteilung und Anwendungslösungen zur Spam-Abwehr gehörten sowohl weltweit als auch in den einzelnen Regionen durchweg zu den am häufigsten eingesetzten Anwendungsdiensten. Die Zahl der verschiedenen Anwendungsdienste nimmt weiterhin stetig zu. Unternehmen geben an, heute durchschnittlich 16 Anwendungsdienste einzusetzen – gegenüber 14 im Jahr 2017 und 11 im Jahr 2016.

Die Bedeutung von Sicherheitsdiensten nimmt weiter zu.

Vor vier Jahren konnten wir uns mit einem amerikanisch-englischsprachigen Publikum einen kleinen Spaß erlauben und die Befragten bitten, den folgenden Satz zu vervollständigen: „Ich würde lieber Würmer essen, als eine Anwendung ohne____ bereitzustellen.“ Damals gaben 40 % an, nicht auf Verfügbarkeitsdienste verzichten zu können – nichts anderes war von Bedeutung, wenn die Anwendung nicht verfügbar war und keine Leistung erbrachte. Als wir die Umfrage weltweit durchführten, änderten wir die Frage: „Das Schlimmste, was ich tun könnte, wäre, eine Anwendung ohne_____ bereitzustellen.“ Auch die Antwort hat sich verändert: Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch im vergangenen Jahr überholte die Sicherheit die Verfügbarkeit. In diesem Jahr baute sie ihren Vorsprung weiter aus: 43 % der Befragten erklärten, das Schlimmste, was sie tun könnten, wäre, eine Anwendung ohne Sicherheitsdienste bereitzustellen. Die Verfügbarkeit erreichte weiterhin beachtliche 33 % – genauso viel wie 2017 und einen Prozentpunkt mehr als 2016.

IT-Organisationen haben am digitalen Tisch Platz genommen

Im Jahr 2015 bestanden die zur Bereitstellung vorgesehenen Anwendungsdienste noch aus einer traditionellen Mischung aus Sicherheits-, Verfügbarkeits- und Identitätsdiensten für lokale Anwendungen. Mit dem Beginn der Ära öffentlichkeitswirksamer Sicherheitsverletzungen setzten die Befragten alles daran, nicht in die Schlagzeilen zu geraten. 2017 waren die fünf wichtigsten zur Bereitstellung vorgesehenen Dienste allesamt Sicherheitsdienste. Sicherheitsdienste sind zwar nach wie vor von entscheidender Bedeutung, doch heute sitzt die IT mit am digitalen Tisch und beteiligt sich an Transformationsinitiativen und unterstützt diese. Gateway-Anwendungsdienste, die Lücken zwischen bestehenden und neuen Protokollen und Technologien schließen, waren 2018 die am häufigsten zur Bereitstellung vorgesehenen Dienste. Diese Gateways schlagen Brücken zu SDN, IoT und APIs, und die von diesen Diensten unterstützten Anwendungen werden zunehmend außerhalb der eigenen Infrastruktur in der Public Cloud betrieben. Der Anteil der Befragten, die mehr als 25 % ihrer Anwendungen in der Cloud betreiben, ist kontinuierlich von 34 % im Jahr 2016 auf 44 % im Jahr 2018 gestiegen.

API-fähige Infrastruktur ebnet den Weg für Automatisierung und Orchestrierung

2015 waren wir davon überzeugt, dass Automatisierung eine entscheidende Rolle bei der Skalierung des IT-Betriebs spielen würde, um Cloud-fähige mobile Anwendungen zu unterstützen – doch das Wachstum übertraf unsere Erwartungen. Automatisierung ist unter anderem auf eine API-fähige Infrastruktur in den Bereichen Computing, Netzwerk und Speicher angewiesen. In unserer ersten Umfrage gaben 40 % der Befragten an, dass eine API-fähige Infrastruktur eher oder sehr wichtig sei. Heute halten fast drei von vier Befragten (74 %) eine API-fähige Infrastruktur für wichtig.

Wir haben auch gelernt, dass einige Technologien erst ausreifen und sich weiterentwickeln müssen, bevor sich ihr Entwicklungspfad abzeichnet. SDN war 2015 ein viel diskutiertes Thema und ist auch heute noch relevant, hat aber nicht die außergewöhnliche Dynamik entwickelt, die wir bei API-fähigen Infrastrukturen oder der Einführung der Public Cloud beobachten.

Heute setzen die Befragten der Studie „State of Application Delivery“ auf Cloud-Technologien sowie Automatisierung und Orchestrierung, um die Skalierbarkeit, Agilität und Geschwindigkeit zu erreichen, die sie für die digitale Transformation benötigen. Sie richten ihre Sicherheitsstrategien neu aus, um die Anwendung in den Mittelpunkt zu stellen und sich auf die Realität einer Multi-Cloud-Welt vorzubereiten. Zudem erweitern und optimieren sie die Bereitstellung ihrer Anwendungsdienste, um für neue, innovative Anwendungen gerüstet zu sein.

Unser herzlicher Dank gilt allen, die sich die Zeit genommen haben, uns über ihre Bereitstellungen und die Nutzung von Anwendungsdiensten zu berichten. Es waren vier großartige Jahre, und wir blicken gespannt in die Zukunft – eine Zukunft, in der die digitale Transformation, Container, das IoT, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen unserer Einschätzung nach die Landschaft der Anwendungsdienste grundlegend verändern werden.

Laden Sie Ihr eigenes Exemplar unseres Berichts „State of Application Delivery 2018“ herunter und teilen Sie uns Ihre Meinung auf Twitter mit, indem Sie @F5Networks und/oder den Hashtag #SOAD18 verwenden.

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Schlagwörter: 2018

Über den Autor

Cindy Borovick
Cindy BorovickF5 Leiter Markt- und Wettbewerbsstrategie | F5

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