Wenn Unternehmen ihre KI-Initiativen von der Experimentierphase in den produktiven Einsatz überführen, wird eines immer deutlicher: Der Erfolg von KI hängt ebenso sehr von der Bereitstellung der Daten ab wie von den Modellen.
Training, Feinabstimmung, Analysen und Retrieval-Augmented Generation (RAG) sind allesamt auf einen schnellen, zuverlässigen Zugriff auf riesige Datenmengen angewiesen, die häufig als Objekte gespeichert und über Standorte, Umgebungen und Regionen verteilt sind.
S3-kompatibler Objektspeicher hat sich als grundlegende Ebene für diese Workloads etabliert, wie wir in einer kürzlich veröffentlichten F5-Blogreihe zur Bereitstellung von KI-Daten erläutert haben. Doch Speicher allein reicht nicht aus. Ohne intelligentes Traffic-Management, Verfügbarkeitskontrollen und Sicherheit auf der Zugriffsebene stoßen KI-Pipelines schnell auf Engpässe, Resilienzdefizite und Governance-Herausforderungen, die Innovationen verlangsamen und Risiken erhöhen.
Aus diesem Grund investiert F5 weiterhin in ein offenes Ökosystem aus Partnern für Speicher- und Datenplattformen, um Kunden dabei zu unterstützen, S3-Datenverkehr unabhängig vom Speicherort der Daten sicher und skalierbar bereitzustellen. Im Rahmen dieser Strategie gibt F5 heute eine erweiterte Partnerschaft mit Scality bekannt, die den unternehmenstauglichen, S3-kompatiblen Objektspeicher des in San Francisco ansässigen Unternehmens mit den Funktionen von F5 für Anwendungsbereitstellung und Sicherheit vereint.
Diese Partnerschaft kommt allen Beteiligten zugute. Kunden erhalten damit eine validierte Architektur für ausfallsichere, leistungsstarke KI-Datenpipelines in lokalen, hybriden und standortübergreifenden Umgebungen.
Für Scality erweitert die Zusammenarbeit die Reichweite seiner Speicherplattform durch fortschrittliches Traffic-Management, globale Zugriffsrichtlinien und integrierte Sicherheitsdienste, die groß angelegte, verteilte Bereitstellungen vereinfachen. Für F5 stärkt sie einen plattformunabhängigen Ansatz für die Bereitstellung von KI-Daten und gewährleistet eine gleichbleibende Leistung, Verfügbarkeit und Absicherung in einer wachsenden Zahl S3-basierter Umgebungen.
Warum S3 weiterhin das Rückgrat von KI-Workloads bildet
S3-kompatibler Objektspeicher hat sich aus gutem Grund als gemeinsame Sprache moderner KI- und Analyse-Workloads etabliert. Sein flacher Namensraum, das API-gesteuerte Zugriffsmodell und die Skalierbarkeit über mehrere Petabyte an Daten hinweg machen ihn ideal für die parallelen, datenintensiven Zugriffsmuster, die bei KI-Trainings- und Analyse-Pipelines üblich sind.
Da Unternehmen zunehmend auf S3-Semantik als Standard setzen – ob lokal, in der Cloud oder am Edge –, wird die Fähigkeit, S3-Datenverkehr effizient und sicher bereitzustellen, zu einer entscheidenden Architekturanforderung.
Die RING-Objektspeicherplattform von Scality wurde für diese Größenordnung konzipiert und bietet eine ausfallsichere, verteilte Speicherlösung, die sich über mehrere Standorte und Regionen erstrecken kann. F5 ergänzt diese mit der F5 Application Delivery and Security Platform (ADSP), einschließlich der BIG-IP Plattform, die auf der Zugriffsebene fortschrittliche Dienste für Traffic-Management, Verfügbarkeit und Sicherheit bereitstellt.
Gemeinsam lösen sie eine zentrale Herausforderung, vor der KI-Teams in Unternehmen stehen: Wie lässt sich groß angelegter Objektspeicher für reale KI-Workloads nutzbar, planbar und sicher gestalten?
Warum F5 gut zu Scality passt
Ein wesentlicher Grund für die Partnerschaft von Scality mit F5 ist die langjährige Expertise von F5 in den Bereichen Anwendungsbereitstellung und Lastverteilung. KI- und Analyse-Workloads erzeugen nur selten einen gleichmäßigen, vorhersehbaren Datenverkehr. Stattdessen führen sie zu Spitzen bei parallelen Anfragen, ungleichmäßigen Lese- und Schreibmustern sowie wechselnden Zugriffsanforderungen über verschiedene Standorte und Regionen hinweg. Für eine effektive Steuerung dieses Datenverkehrs reicht eine einfache Round-Robin-Verteilung nicht aus.
Die F5 BIG-IP Plattform bietet eine breite Palette an Algorithmen für den Lastenausgleich und das Datenverkehrsmanagement sowie richtlinienbasierte Steuerungsfunktionen, die dazu beitragen, dass Datenanfragen effizient und zuverlässig weitergeleitet werden. Dies ist besonders in Umgebungen mit mehreren Standorten wichtig, in denen Unternehmen Benutzer oder Workloads je nach Nähe, Leistung oder Richtlinienanforderungen möglicherweise an den optimalen Speicherort weiterleiten müssen.
Die globale Präsenz von Scality, insbesondere die starke Marktposition in Europa und der EMEA-Region, macht das standortübergreifende Traffic-Management ebenfalls zu einer strategischen Priorität. Dank der Fähigkeit von F5, anspruchsvolles, richtlinienbasiertes Routing über mehrere Rechenzentren hinweg zu unterstützen, können Scality-Kunden den Zugriff auf verteilte Speicher vereinfachen und gleichzeitig eine gleichbleibende Leistung und Verfügbarkeit gewährleisten.
Unterstützte Anwendungsfälle für KI- und datengesteuerte Umgebungen
Gemeinsam unterstützen F5 und Scality eine Reihe von Anwendungsfällen in Unternehmen, die widerspiegeln, wie Organisationen heute KI-Datenpipelines aufbauen und betreiben. Dazu gehören:
- Trainingspipelines für KI und maschinelles Lernen
Das Trainieren und Feinabstimmen von Modellen erfordert einen hohen Durchsatz und einen latenzarmen Zugriff auf große Datensätze. F5 trägt dazu bei, dass S3-Anfragen intelligent auf die Scality-Speicherknoten verteilt werden. Dadurch werden Engpässe reduziert und die Gesamteffizienz der Pipeline verbessert. - Standortübergreifender Datenschutz und Notfallwiederherstellung
Viele Unternehmen replizieren Objektdaten über mehrere Standorte hinweg, um Ausfallsicherheit und Wiederherstellung zu gewährleisten. Die Traffic-Management-Funktionen von F5 helfen dabei, die zugrunde liegende Komplexität zu abstrahieren und eine stabile Zugriffsebene bereitzustellen, während Scality die Replikation und Dauerhaftigkeit der Daten sicherstellt. - Hybride und Multi-Cloud-Speicherarchitekturen
Da sich Daten über lokale Infrastrukturen und Cloud-Umgebungen verteilen, wird die Verwaltung eines einheitlichen Zugriffs zunehmend schwieriger. F5 bietet eine zentrale Bereitstellungs- und Sicherheitsebene für den S3-Datenverkehr und ermöglicht Unternehmen so den Betrieb hybrider Architekturen, ohne Anwendungen neu schreiben zu müssen. - Langfristige Datenaufbewahrung für zukünftige KI-Modelle
KI-Daten sind häufig langfristig wertvoll. Historische Datensätze, die für Analysen oder das Training zukünftiger Modelle verwendet werden, müssen dauerhaft zugänglich, geschützt und leistungsfähig bleiben. Die kombinierte Lösung ermöglicht einen sicheren, skalierbaren Zugriff auf diese Datenspeicher, während sich KI-Initiativen weiterentwickeln.
Sicherheit als festen Bestandteil des Betriebs etablieren, statt sie nachträglich anzufügen
KI-Daten sind sowohl wertvoll als auch langlebig und damit ein attraktives Ziel für Angreifer. Risiken wie „Jetzt sammeln, später entschlüsseln“-Angriffe verdeutlichen, wie wichtig es ist, sensible Datensätze bereits heute zu schützen – selbst wenn die Bedrohung möglicherweise erst in Jahren konkret wird.
Durch die Zentralisierung von TLS, Zugriffskontrollen und DDoS-Schutz auf der Bereitstellungsebene reduziert F5 die betriebliche Komplexität und unterstützt Unternehmen dabei, einheitliche Sicherheitsrichtlinien über verschiedene Umgebungen hinweg durchzusetzen. Anstatt Sicherheit erst im Nachhinein zu berücksichtigen, macht die gemeinsame Architektur sie zu einem integralen Bestandteil der Datenbereitstellung für KI-Workloads.
Warum diese Partnerschaft gerade jetzt wichtig ist
Die Einführung von KI schreitet schneller voran, als es viele der zugrunde liegenden Infrastrukturkonzepte vorsehen. Gleichzeitig hat sich S3 als gemeinsamer Standard für die Speicherung und den Zugriff auf Daten etabliert, die KI-Anwendungen zugrunde liegen. Unternehmen benötigen validierte, skalierbare Architekturen statt individueller Integrationen, die zusätzliche Risiken und betrieblichen Aufwand mit sich bringen.
Die erweiterte Partnerschaft zwischen F5 und Scality bietet Unternehmen einen praxisnahen Weg in die Zukunft: Sie kombiniert skalierbaren Objektspeicher mit bewährten Diensten für die Anwendungsbereitstellung und -sicherheit, um KI-Workloads heute und in Zukunft zu unterstützen.
Weitere Informationen zu dieser Zusammenarbeit finden Sie in der Pressemitteilung und im technischen Artikel auf der Website der F5 DevCentral Community.
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